Kitabı oku: «Тетя Фрида и другие забавные истории. Уровень 2 / Tante Frieda und andere Lausbubengeschichten», sayfa 5
Die Tante hat gesagt:
»Komm mit mir. Ich will es untersuchen.«
Meine Mutter ist auch mitgegangen.
Wir sind in das Zimmer gekommen. Der Papagei hat gleich den Kopf unter die Flügel versteckt. Er hat furchtbar gepfiffen. Er hat seine Augen auf mich gerollt.
Die Tante hat geschrien:
»Siehst du, er war es! Mein Lorchen ist so klug!«
Meine Mutter hat gesagt:
»Aber hat er doch sein unregelmäßiges Verbum studiert!«
»Du glaubst immer deinen Kindern«, hat die Tante gesagt. »Uns sie sind sehr schlau.«
Ich habe beim Fenster hinausgeschaut. Dann habe ich gesagt:
»Ich glaube, dass Michel vom Gartenzaun herüber gespritzt hat. Das Fenster ist offen.«
Die Tante hat gesagt:
»Es ist zu weit und zu hoch. Man muss es doch am Fenster sehen. Und das Fenster ist nicht nass.«
Ich sagte:
»Michel kann furchtbar gut zielen.«
Da hat Ännchen gerufen, dass wir zum Essen kommen:
»Die Suppe steht schon auf dem Tisch!«
Wir sind gegangen.
Der Papagei hat sich immer geschüttelt. Er hat immer die Federn aufgestellt. Die Tante hat gesagt:
»Mein Lorchen muss keine Angst haben. Ich lasse mein Lorchen nicht mehr nass machen23.«
Sie hat mich furchtbar angeschaut. Der Papagei hat mich auch furchtbar angeschaut.
Aber ich habe gedacht:
»Er wird noch viel ärger schauen, wenn das Pulver losgeht.«
Beim Essen war die Tante noch immer zornig. Ihre Nase war ganz weiß. Und sie hat die Suppe mit dem Löffel so schnell gerührt.
Meine Mutter hat gesagt:
»Du sollst dich die Freude von der Ankunft nicht verderben.«
Die Tante hat gesagt:
»Ich hat keine Freude. Zuerst ist man mir böse, weil ich die Wahrheit rede. Dann treibt man ein hilfloses Tier in den Tod.«
»Aber Frieda!«hat meine Mutter gesagt. »Er ist doch bloß nass!«
Ännchen sagte:
»Ein kleines Bad kann keinem Vogel schaden.«
Da hat die Tante gesagt:
»Ich wundere mich gar nicht. Ihr seid so feindselig. Aber ich bin es schon gewohnt. Meine Brüder waren so auch. Sie haben doch das ganze Geld verbraucht.«
Sie hat sich die Augen gewischt. Aber sie hatte keine Tränen daran. Ich habe es deutlich gesehen.
Meine Mutter war ganz mitleidig. Sie hat gesagt:
»Wir alle mögen unsere liebe Tante! Du bist doch die Schwester von unserem lieben Papa. Du sollst glauben, dass du auch bei uns daheim bist.«
Da hat die Tante gesagt:
»Ich will euch diesmal verzeihen. Ich will nicht mehr daran denken.«
Sie war wieder lustig. Bald war da der Braten24. Die Tante hat mit der Gabel nach der Kommode gezeigt. Dort war das Bild vom Steinberger. Die Tante hat sie gefragt:
»Was ist das für ein hässlicher Mensch?«
»Wo?«hat meine Mutter gefragt.
»Der dort auf der Kommode«, hat die Tante gesagt.
Meine Mutter war ganz rot. Ännchen ist aufgesprungen und ist hinausgelaufen. Und hat man gehört, dass sie heult.
Meine Mutter hat ihre Haube gerichtet. Dann hat sie gesagt:
»Herr Steinberger kommt oft zu uns. Er ist nicht hässlich.«
»Er hat aber eine Glatze«, hat meine Tante gesagt. »Und er schielt mit dem linken Auge25.«
»Er schielt nicht«, hat meine Mutter gesagt,»es ist bloß eine schlechte Photographie. Und es ist ein Glück, wenn man ihn kennt. Er ist so tüchtig!«