Kitabı oku: «Bewusstheit LEBEN – Impulse und Praxis für mein authentisches Sein», sayfa 3

Yazı tipi:

Im Grunde will sich die Mitte, die Balance und die Sprache der Seele, der friedliche Seelenraum immer wieder aus dem Selbstheilungsmechanismus heraus herstellen und erneuern.

Wird über Jahre in sehr anstrengende Verhaltensmuster investiert, kommt dann zu einem bestimmten Zeitpunkt die Umkehrung: das Balancesignal, das Stopp: So geht es nicht weiter! Es wird ein Ausgleich geschaffen zur bisherigen Phase der (Über)Anstrengung.

Auch Unterforderung ist eine Form der Disbalance; das eigene Potenzial nicht ernst zu nehmen und nicht zu erkennen, ebenso.

Gesundheitsfördernd betrachtet ist es möglich, sehr auf diese Balance bedacht zu sein. Zum Beispiel kann man bei körperlicher Anstrengung oder bei geistiger Konzentration sehr bewusst diese Basis der eigenen Mitte leben und nutzen!

Eine Mitte kann sein, sich körperlich in einer wachen, mittleren Muskelspannung zu befinden, angemessen – die Kraft wird hierbei aus der Entspannung und gleichzeitig aus der wachen Spannung geschöpft – eine gesunde Mischung, die Kraft auch passiv zulassend in Fluss zu setzen als auch engagierend in wacher Spannung.

Auf diese Weise lassen sich beispielsweise Muskeln stärken und aufbauen, ohne übereilt ans Ziel gelangen zu müssen. Dieser Ansatz ist sowohl für jüngere als auch ältere Menschen sinnvoll, da sehr lebensfreundlich, lebensbejahend und „substanzerhaltend“ in der Herangehensweise und im Erleben.

Die meisten „Sünden“ erlauben wir Menschen uns, wenn wir vor Kraft strotzen – wir spielen mit dem Feuer und leider kann dies oft auch wirklich schief gehen. Schädigendes eingeübtes Verhalten lässt sich oft (im reiferen Alter) nicht von heute auf morgen umlernen oder abgewöhnen, und so kann man an den Punkt gelangen, wo man einfach „vom Stoppsignal“ vor vollendete Tatsachen gestellt wird.

Das rettende Stoppsignal hat sich in Gang gesetzt, doch stehen wir dann zu oft ohne eine andere gesunde und bereits eingeübte Möglichkeit da. Wir dürfen zwar neu beginnen, wissen aber nicht wie und wo ansetzen. Die Not bringt die erforderliche Motivation – und nun geht es daran, eingeprägte und eingeschweißte Denk- und Handlungsweisen zu verändern –, um zu einem dauerhaften und keinem nur vorübergehenden Erfolg zu kommen. Und schon sind wir wieder auf dem Selbstfindungsweg, auf dem Weg zur Mitte: Körper, Seele und Geist wollen gesehen, gehört und in Einklang gebracht werden!

Viel, viel zu entdecken, zu lernen, zu entwickeln, zu erfahren, zu integrieren, auszuwerten – ohne Aufwand wird dies nicht gehen können. Man kann unterstützt werden, doch das Wiederfinden der Balance kann nicht jemand anderer für uns übernehmen; auch das Befolgen allein reicht nicht aus oder in Abhängigkeiten verharren – LEBEN will von einem SELBST gelebt SEIN! Anders geht das nicht!

PRAXIS-Teil

ERKENNEN

Formuliere dir deine persönlichen ERKENNTNISSE und nutze auch das im Impulsteil Gelesene dazu!

Schreibe diese spontan auf.

Formuliere mit deinen eigenen Worten:

… der Rhythmus der gesunden Mitte.

… immer wieder zur Balance gehend.

… die gesunden Signale des/meines Körpers.

… Bewusstheit erweitern statt funktionieren.

… der Nebeneffekt zur Gesundheit ist Glück.

… die Kraft aus dem Gleichgewicht zwischen Spannung und Entspannung.

… weitere persönliche Erkenntnisse, die ich wiederholt neu auffrischen möchte.

WAHRNEHMEN

Meine Bewusstheit stärken und erweitern

Während du die folgenden Zeilen liest, fühle sie … erlaube, dass sie zur lebendigen Empfindung werden:

… Atem. Mein Atem. Mein Atem bewegt. Ein und Aus. Rhythmus. Diesen Atemrhythmus wahrnehmen. Mit diesem Atem sein. Meinen Atem spüren. Mein Atem bewegt mich. Bewegt. Die Stille in mir. Ausdehnen. Loslassen. Ausdehnen. Loslassen. Zeit geben. Zeit für die Stille in der Mitte des Ausdehnens und des Loslassens. Atem. Alles ist Rhythmus. Alles hat seine Zeit. Ich bin im Atem mein Sein. Von der Balance gekostet. Ausgeglichen. Gleichgewicht.

PRAKTIZIEREN

Was will ich in meinem Leben aufgrund der Auseinandersetzung mit diesem Kapitel „Zur gesunden Mitte finden – ein Genuss samt Muss“ praktisch umsetzen? Was will ich regelmäßig praktizieren? In welcher Einstellung will ich praktizieren?

Wie kann ich Elemente der Körperarbeit, des Körper- und Geistbewusstseins zu Hilfe nehmen?

Welche Werkzeuge, die ich kenne, kann ich nutzen und anwenden?

Eile mit Weile – die bewusste Wahl der Geschwindigkeiten und der Tiefendimension
IMPULS-Teil

Laut meiner Sicht muss es beim Thema Eile mit Weile nicht ausschließlich um das Thema Entschleunigung gehen. Kraftvoll im Fluss – aus der persönlichen Mitte heraus (die Kombination aus Entspannung und wacher Gespanntheit bzw. geöffneter, wacher, belebter Muskulatur) kann auch hohe Geschwindigkeit und Effizienz bedeuten.

Da wir jedoch geübter- und gewohnterweise die hektische bzw. willenskontrollierte stressgebundene Anspannung und Spannung wählen wird bei sehr vielen Menschen der erste ausgleichende Prozess eher mal eine Entschleunigung einleiten, weil man beginnt, mehr auf die Stoppsignale des Körpers zu hören und man der eigenen inneren Stimme und Mitte näher gekommen ist.

Die Balance, die Richtung Entschleunigung ausgerichtet wird, enthält auch Raum für Erholung und Regeneration. Diese erlebte Balance wird von der inneren Stimme angeführt: Man wird von ihr zur Mitte geführt – dem ausgleichenden Spiel der Kräfte, dies nicht vorrangig über die mentale Manipulation, sondern aus der Wahrhaftigkeit des eigenen Potenzials heraus.

Eile mit Weile heißt dann im Weiteren auch, dass Eile nicht heißen muss, keine Zeit zu haben und keinen (Spiel)Raum mehr wahrzunehmen – sondern, dass eine gewisse Zeitspanne bewusst erlebt wird. Dieses bewusst eingeblendete persönliche Erleben außerhalb des Stressmechanismus ist die Weile: Sich selbst nicht ignorieren zu müssen, sondern in der Präsenz verweilen, während es schnell weitergeht, alles schnell ist. Schnell ist nicht gleichgesetzt mit „im Stress sein“.

Natürlich benötigt man dazu neben dem geistigen Vermögen einen trainierten Körper bzw. ein Körperbewusstsein, das einen Energiefluss bereitstellen kann, um kraftvoll außerhalb des Stressmodus in die Geschwindigkeit einzutauchen.

Wenn es Weile gibt, ein mögliches Verweilen, Präsentsein, ein waches Bewusstsein in welcher Geschwindigkeit auch immer, dann lebt man die Geschwindigkeit, die man selbst gewählt hat. So muss man sich nicht vorwiegend inneren und äußeren Stressoren aussetzen, die einen Druck erzeugen und ausüben, als wäre man ein „Niemand“ – ohne Präsenz, ohne Zugeständnis an den persönlichen Lebensraum. Wähle und halte ich die Präsenz unabhängig von Geschwindigkeit und äußeren Bedingungen, schätze ich meinen Lebensraum, so bleiben mir spezifische Energien selbstverantwortlich zugänglich.

Zieht es mich in den Stress-Überlebensmodus des Erstarrens und Totstellens oder in den Kampf- oder Fluchtmodus, dann bin ich im Sinne der gegenwärtigen Bewusstheit und Präsenz „nicht da“, „ein Niemand“, da auf der Flucht. Auf der Flucht löst man sich auf, um nicht gesehen oder gefangen zu werden.

Wenn ich nicht unter Todesdrohung verfolgt werde, darf ich bleiben, meinen Lebensraum einnehmen und präsent bewusst sein – ich darf „Weile haben“, verweilen, Zeit und Raum spüren, empfinden, genießen und einnehmen – egal, ob schnell, langsam, mittel, in Zeitlupe oder im Zeitraffer.

PRAXIS-Teil

ERKENNEN

Formuliere dir deine persönlichen ERKENNTNISSE und nutze auch das im Impulsteil Gelesene dazu!

Schreibe diese spontan auf.

Formuliere mit deinen eigenen Worten:

… nicht funktionieren müssen.

… das Funktionieren wird ersetzt durch …

… bewusste Präsenz in jeder Geschwindigkeit.

… Zeit und Raum.

… „ich darf Weile haben.“

… die präsente Wahl meines Lebensraumes.

… weitere persönliche Erkenntnisse, die ich wiederholt neu auffrischen möchte.

WAHRNEHMEN

Meine Bewusstheit stärken und erweitern

Während du die folgenden Zeilen liest, fühle sie … erlaube, dass sie zur lebendigen Empfindung werden:

… Anstrengung in der Bewegung. Mal mehr, mal weniger. Manche Bereiche im Körper sind angestrengter, manche weniger. Manche sind angespannter, andere sind weniger angespannt. In jede anstrengende Bewegung kann eine leichte Entspannung gegeben werden. Anstrengung und Entspannung. Entspannte Anstrengung. Schwungvoll leicht. Leicht und anstrengend. Entspannend anstrengend. Sich entspannen beim Anstrengen. Die entspannte Leichtigkeit. Die Leichtigkeit in der entspannten schwungvollen lebensfreundlichen Spannung, die Anstrengung ermöglicht. Kraftvoll gespannt entspannt. Weich und kraftvoll zugleich. Kein Druck und doch Kraft. Kraft mit entspannter Freude in der Bewegung. Wachsen lassen, ausdehnen. Wachsende Kraft. In dieser verweilen.

PRAKTIZIEREN

Was will ich in meinem Leben aufgrund der Auseinandersetzung mit diesem Kapitel „Eile mit Weile – die bewusste Wahl der Geschwindigkeiten und der Tiefendimension“ praktisch umsetzen? Was will ich regelmäßig praktizieren? In welcher Einstellung will ich praktizieren?

Wie kann ich Elemente der Körperarbeit, des Körper- und Geistbewusstseins zu Hilfe nehmen?

Welche Werkzeuge, die ich kenne, kann ich nutzen und anwenden?

Das Aneignen von Fertigkeiten und das Ausleben der persönlichen Fähigkeiten
IMPULS-Teil

Jede und jeder weiß, dass bestimmte Tätigkeiten einem mehr oder weniger liegen; auch manches Lernen fällt einem leichter, andere Bereiche und Themen wollen gar nicht einleuchten. So spricht man von Begabungen und Talenten.

Hat man eine gute und wesentliche Grundbegabung, so kann man darauf aufbauen und sich darin perfektionieren.

So führt beispielsweise eine musische Begabung zu einem musisch-darstellerischen Beruf (wenn dieser Weg nicht vom Sicherheitsdenken blockiert wurde), Sprachbegabung lässt sich für viele Richtungen umfassend einsetzen und ausbauen; eine technische oder mathematische Begabung etc. führt oft zur Weiterentwicklung und zur persönlichen Berufung. Unzählige Beispiele ließen sich anführen.

So manchen fällt es aber auch schwer, sich für eine Richtung zu entscheiden und sich der persönlichen Begabung zu widmen. Sehr oft geht es auch um eine Kombination und das Zusammenführen mehrerer Begabungen … das ist oft nicht gleich offensichtlich.

Persönliche Fähigkeiten und Talente fühlen sich energetisch in der grundsätzlichen Ausführung mal „leicht und einfach an“. Ich habe bereits viele Menschen getroffen, die ihre Begabung nicht finden und somit auch nicht wertschätzen konnten, weil sie dachten, dass sie „nichts Besonderes an sich hätten“, oder „nur Durchschnitt“ seien. Sie hatten diese Energiequalität der Einfachheit und Leichtigkeit in ihren besonderen Fähigkeiten nicht ernst nehmen können und mussten ständig „ganz woanders suchen“, obwohl tatsächlich das Wesentlichste bereits da war und durch sie oftmals dargestellt wurde.

Aufgrund der gesellschaftlichen Gewohnheit, sich Fertigkeiten auch mit viel Anstrengung anzueignen, für viele auf sehr verstandesbetonte Weise, werden die Ganzheitlichkeit und emotional lebendige Vermittlungsweisen außen vor gelassen. Man bleibt in dieser Gewohnheit verhaftet.

Eine Fertigkeit alltäglich anzuwenden, beinhaltet dann oft noch diese angestrengte, anfängliche Lernphase, obwohl die Anfängerzeit schon längst vorüber ist. Vom Anstrengungslevel her fällt es mir bei vielen Menschen enorm oft auf, dass das Anfänger-Anstrengungsniveau beim Ausüben von vielen Fertigkeiten geblieben ist.

Weiters verliert man sich beim Anstrengungsverhalten emotional zu oft im Vergleichen: Es schaffen zu müssen – weil es andere auch so gut schaffen, oder man will es (noch) besser schaffen als andere.

Der Weg aus diesem Dilemma könnte sein, den eigenen Wert tiefgehender entdecken zu können und auch die eigene Individualität/Individuation zu respektieren. Dann wird sich ein Weg weisen und zeigen, der nicht vordergründig gesellschaftlich angesehen sein muss – denn der wichtige Basisschritt besteht darin, sich selbst anzusehen und auch alles zu betrachten, was einem leicht und einfach fällt –, diese Begabung nicht zu ignorieren.

Mit vielen Fähigkeiten ist man eventuell sehr früh auf Widerstand und Ablehnung gestoßen. Diese Fähigkeit (wieder) ernst zu nehmen, könnte eine heiße Spur werden zum eigenen inneren Weg der persönlichen Mitte – allerdings mit der Kompetenz und der Reife, in der man sich im gegenwärtigen Alter und Zeitpunkt befindet. Diese Herangehensweise und Sicht wird das Weiterentwickeln der persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten enorm anstoßen und unterstützen.

Interessant für mich ist auch die Wahrnehmung, wie sehr perfektionistisches Verhalten, Streben und Denken im Menschen verhaftet sein kann – bis hin zur Starrheit. Bis zur höchsten Virtuosität wird unter höchstem Perfektionismus die Fähigkeit auf eine starre Weise gelebt und dargestellt.

Doch auch hier gilt die Möglichkeit, die Balance wieder herzustellen; denn je perfektionierter, umso weniger muss die Perfektionsbasis mit dieser höchsten Leistungsanspannung gehalten sein. Über die Wiederholung hat sich die perfektionierte Fähigkeit bereits so sehr verinnerlicht, dass es möglich wäre, viel von der perfektionsorientierten Stressanspannung wegzulassen. Das verinnerlichte, gelebte und zutiefst wahrhaftige Talent käme lebendig und für andere sehr berührend zum Vorschein.

Die Stressmaske muss das Wahrhaftige nicht mehr verdecken, und man strahlt Berührung und Berührbarkeit aus. Unglaublich kraftvoll! Manche werden im Kontakt mit Menschen dadurch erschüttert, für andere ist es sehr wohltuend, weil es sich so echt und authentisch anfühlt!

Ich habe Menschen getroffen, die aufgrund dieser verinnerlichten Fähigkeiten sehr erfolgreich waren, ohne in den Wahn der Wettbewerbsgesellschaft treten zu müssen. Wettbewerb war ihnen gar nicht wichtig, auch wenn sie sich im Wettbewerbskontext darstellen mussten. Was für sie zählte, war die Verbindung zum inneren persönlichen kreativen Ausdruck, der frei war von Leistungs- und Machtansprüchen, pur im Geschenk und im Teilen des persönlichen Talentes mit der Welt. Wundervoll!

PRAXIS-Teil

ERKENNEN

Formuliere dir deine persönlichen ERKENNTNISSE und nutze auch das im Impulsteil Gelesene dazu!

Schreibe diese spontan auf.

Formuliere mit deinen eigenen Worten:

… meine Fähigkeiten und Fertigkeiten.

… was lebe ich? Wo strenge ich mich zu sehr an und ignoriere meine Fähigkeiten?

… welches Anstrengungsniveau könnte ich weglassen (da aus Gewohnheit tuend)?

… wo will ich investieren? Leicht und einfach.

… wo will ich berühren und berührbarer sein?

… welche Masken möchte ich fallen lassen?

… weitere persönliche Erkenntnisse, die ich wiederholt neu auffrischen möchte.

WAHRNEHMEN

Meine Bewusstheit stärken und erweitern

Während du die folgenden Zeilen liest, fühle sie … erlaube, dass sie zur lebendigen Empfindung werden:

… Einfach. Leicht. Einfachheit und Leichtigkeit. In meinem Körper wahrnehmen. Im Geist bemerken. Ausleben – wo?

PRAKTIZIEREN

Was will ich in meinem Leben aufgrund der Auseinandersetzung mit diesem Kapitel „Das Aneignen von Fertigkeiten und das Ausleben der persönlichen Fähigkeiten“ praktisch umsetzen? Was will ich regelmäßig praktizieren? In welcher Einstellung will ich praktizieren?

Wie kann ich Elemente der Körperarbeit, des Körper- und Geistbewusstseins zu Hilfe nehmen?

Welche Werkzeuge, die ich kenne, kann ich nutzen und anwenden?

DIE EMOTIONALE (ÜBER)FORDERUNG

Der stärkste Stressfaktor – unsere Angst
IMPULS-Teil

Betrachten wir mal die Angst aus energetischer Sicht! Was passiert mit der Lebensenergie, während wir Angst haben? Was passiert körperlich-energetisch in uns?

Es sind in jedem Fall unterschiedliche Nuancen und Intensitäten der Angst vorzufinden. Laut meiner Sicht ist da immer etwas Stress dabei. Angst steht in Verbindung mit dem Überlebensmechanismus. Wenn beispielsweise Angst entsteht, weil wir orientierungslos sind, so ist die Orientierungslosigkeit oder Verwirrtheit bereits ein Alarmzustand, der Stress-Signale aussendet. Verwirrt und orientierungslos zu sein, sichert nicht unbedingt das Überleben.

Ein Teil der Energie ist beim Erleben der Angst somit stressvoll angespannt; der angenehme Fluss der Lebensenergie staut sich, Strudel treten auf und bei längerer Dauer wird der Lebensenergie zunehmend mehr die gesunde Essenz entzogen. Die gesunde, stabilisierende Substanz dünnt sich aus, verdunstet und man löst sich ein wenig auf. Diesen energetischen Auflösungsprozess würde ich als Angst bezeichnen.

Aus dem Überlebensmodus heraus soll uns die Überlebensangst hemmen und stoppen, uns lähmen, um nicht ins Verderben zu laufen (auch über den Versuch, damit unsichtbar zu erscheinen). Schummelt sich dieser Stil, der für Ausnahmesituationen und für das nackte Überleben gedacht ist, in unsere tägliche Routinen ein, so kann sich dies sehr schwächend auswirken.

Die gesund erhaltende Substanz der Lebensenergie formt sich laut meiner Wahrnehmung im Angsterleben in eine selbstzerfressende, zerstörerische Energie um … dies kann statt der Notbremsung oft in Folge noch mehr Überlebensalarmsignale auslösen, was den Stresszustand bis zur Panik, zu Angststörungen, hin zu psychotischen Schüben verstärken kann.

Darum ist es so wichtig, Angst zu erkennen und mit ihr bewusst umzugehen. Angst vollkommen vermeiden zu wollen, ist energetisch gesehen ein „Schuss nach hinten“. Kann ich jedoch bewusst die Überlebensangst in eine bewältigbare Alltagsangst umwandeln, so wird das gut verträgliche Maß nicht allzu stark blockieren, sodass man handlungsfähig bleibt und sogar auch energetisiert wird.

Noch ein sehr sinnvoller Grund, sich in Bewusstheit zu üben!

Bei alltäglichen Ängsten erleben wir Angstphasen und kehren dann erfreulicherweise in die Stabilisierung und in die gesunde Lebensenergie zurück. Aufgrund der kürzeren Angstsequenzen kann sich unser System wieder rasch regenerieren und in die Balance zurückkommen. Für die Balance benötigen wir liebevolle und positiv-kraftvolle Momente!

Ist man „ständig“ in einer Alarmierung und beängstigenden, bedrohlichen Situation (auch „nur“ aus dem Innenleben heraus), kann es nicht zur Stabilisierung und ruhigen Regeneration kommen, in welcher wieder die Lebensfreude und die gesunde Lebensenergie das Ruder übernehmen.

Eine ständige Alarmierung kann über permanente innere und auch äußere Stressoren ausgelöst sein; selbst wenn man oberflächlich betrachtet nicht um das eigene Überleben fürchten muss.

Auch das permanente Aushöhlen der persönlichen Lebensqualität kann einem die Lebensfreude entweichen lassen, das Leben zum Überlebensdenken hin formen. Irgendwie den Tag und die Nacht überstehen! Angststörungen können die Folge sein bzw. halten den Angstkreislauf im Weiteren intensiv lebendig! (Eine Depression sehe ich als fortgeschrittene, verfestigte Form des beschriebenen Mechanismus, der in Starre und Energielosigkeit endet.)

Im Panikzustand hält man energetisch mit fester, entschlossener und unerschütterlicher Kraft „noch“ mental fest, kontrolliert jedes Detail auf Leben und Tod. In diesem Kontroll- und Aussortierungsprozess hält man sich in der Illusion fest, die Kräfte mental im Überblick behalten zu können: unter größter Anstrengung, bis die Panikwellen hoffentlich wieder vorbei sind oder ein stabilisierender Faktor wieder zur Ruhe und zum Grund- und Lebensvertrauen zurückführen kann.

Jede und jeder von uns wird schon mal panische Momente (eventuell in Krisenzeiten oder in Lebensgefahr) erlebt haben. Auch das ist menschlich und nicht sonderlich besorgniserregend. Im Grunde kann man sich davon wieder gut erholen und „auf die Beine kommen“ (Erdung).

Versucht man Emotionen und Ängste zu stark zu kontrollieren, zu unterdrücken und zu verdrängen – so kommt es nicht nur zu einer Abspaltung der verdrängten Angst, sondern auch zu einer Abspaltung der gesund erhaltenden Lebensenergie. Dies kann wirklich zu schlimmeren Komplikationen führen und abgesehen von belastenden Emotionen und deren Durchleben in Krisensituationen auch chronische Beschwerden verursachen.

Neigt man zur Somatisierung, so wird sich dies eher in einer körperlichen Symptomatik zeigen – der Körper zeigt Signale und ruft: „Hier läuft etwas nicht richtig! Ordnung bitte wieder herstellen!“

Neigt man auf psychischer und emotionaler Ebene instabil und labil zu sein, so kann es zu belastenden psychischen Ungleichgewichten kommen.

Im Grunde unterstütze ich mit meiner hochsensitiven Körperarbeit auf energetischer Ebene und psychoedukativ, ergänzend zu notwendigen medizinischen, physiotherapeutischen, osteopathischen, psychotherapeutischen oder psychiatrischen Maßnahmen. Ich unterrichte ergänzend, um das System des betroffenen Menschen ganzheitlich zu unterstützen und die Gesundheit aufzubauen. Da ist auch viel Geistestraining und Körperwahrnehmung wichtig! Um bei belastenden Themen wirklich vorankommen zu können, muss von den betroffenen Menschen ein wahrhaftiger Wille vorhanden sein und auch das Vermögen, so zu arbeiten, dass meine Methodik greift.

Da wir Menschen verschieden sind, sind auch die Methoden, die greifen, oft je nach zeitlichem Abschnitt, aber auch je nach Persönlichkeit oder dem zu lernenden anstehenden Entwicklungsschritt, variierbar und unterschiedlich kombinierbar.

Bei sehr schwierigen psychischen Problematiken muss eine Person, mit der ich arbeite, schon sehr gut reflektiert sein, psychotherapieerfahren sein und auch bereits stabil – sodass Erfolge in körperlich-energetischer Sicht zu erwarten sind. Oft bin ich „nur“ für eine bestimmte Zeit wichtig, damit dann die üblich-gängigen Methoden besser greifen und gegangen werden können. Hierbei fühle ich mich sehr ein; ich bin eine überzeugte Fachfrau der interdisziplinären Zusammenarbeit. Ein erstes Treffen weise ich sehr selten ab; es wird betrachtet, „was und wer“ in der jeweiligen persönlichen Situation wirklich nützlich sein könnte und welche Interventionen bereits gesetzt wurden.

Sehr gerne unterstütze ich auch dabei, wenn nach dem „Ausschleichen“ der Psychopharmaka, die der Stabilisierung gedient hatten, Absetzsymptomatiken auftreten. In dieser Phase unterrichte ich, wie man sich körperlich-energetisch mit dem erworbenen Wissen aus der Psychotherapie „verlinken“ und „aus sich heraus“ ganzheitlich zur Stabilität gelangen kann. Dies erfordert sehr viel Einsatzbereitschaft von beiden Seiten, von den KlientInnen und auch von mir als Begleiterin.

Meine Herangehensweise ist hochsensitiv, detailliert und präzise – mit viel Unterricht, was körperlich-energetisch passiert und wie die Person ganz individuell selbst mitarbeiten kann. Es wird darauf geachtet, dass die betroffene Person im Weiteren selbstverantwortlich die geübte und erworbene Bewusstheit im Alltag lebt. Ist man diesbezüglich nicht neugierig, fähig oder aufgeschlossen, biete ich die Zusammenarbeit nicht an.

Nun zurück zu den tieferen emotionalen Problematiken: Da ging es um Panik, die entstehen kann, wenn sich die Person in der gefühlten Angst mehr und mehr in den Überlebensmodus „hineinsteigert“.

Dieser Kontrollmechanismus (in der Panik) kann sehr lange zäh durchgehalten und gelebt werden und zu tiefer Erschöpfung führen. Schließlich ist es dieser Erschöpfungszustand, der die Person zum Loslassen nötigt, sodass die selbstorganisatorischen regulativen Selbstheilungskräfte die Person wieder stabilisieren können. Die mentale Kontrolle konnte losgelöst und gelockert werden; die Lebensenergie, die lebensfreundlich ist, übernimmt nun endlich die Regeneration und Stabilisierung.

Übersteigt die irritierende, auflösende lebensfeindliche Energie die beschützenden mentalen Kräfte, und wird sogar die Regeneration über den Erschöpfungszustand umgangen, kann es mitunter auch zu psychotischen Schüben kommen. Das Wesen Mensch wurde von dem zerstörerischen Negativstrom bzw. der verzerrten Lebensenergie so sehr überwältigt, dass sämtliche Selbstregulierung den realen Boden samt realistischer Einschätzung verliert. Man wurde trotz aller „Gegenkontrolle“ überwältigt!

Bis alle gesunden Strukturen wieder zusammenfinden können, dauert es seine Zeit, und so ist die Person „außer sich“. Doch eine Bewusstheit, die das Heilsame anspornt, ist da, und die Lebensenergie beginnt, die gesunden Strukturen wieder zusammenzusetzen, während man geistig und emotional keine bzw. begrenzt gegenwärtig reale Bezüge formulieren kann: Man ist der Realität enthoben.

Eine Psychose ein ausgleichender Prozess sein, die gesunde Balance wieder herzustellen – nach einer langen Phase von (inneren) Aktivitäten, die die essenzielle Lebensenergie und Kraft verkannt haben.

Das kann heißen: Das FÜHLEN der Lebensenergie wurde mit dem KONZEPT und der Vorstellung, was Lebensenergie ist, verwechselt und auch aus dieser Verwechslung heraus „verdreht“ empfunden. Es findet eine so starke Identifikation mit der „vorgestellten und phantasierten Form“, was Lebensenergie bedeutet, statt, dass diese vorherrschende „falsch verstandene/vorgenommene Annahme“ vom Organismus korrigiert und selbstorganisatorisch beseitigt werden muss, um dem Empfinden der wahrhaftigen Bewusstheit wieder Platz zu geben.

Einfach gesagt: Man hat so lange „gegen das Leben oder neben dem Leben her gelebt und „gefühlt“, bis sich die wahrhaftige Lebensenergie wieder durchsetzen muss. Für einen Menschen, der einen psychotischen Schub erlebt, kann dies mitunter energetisch ein sehr „erhebender“ und intensiver Zustand sein – laut meiner Sicht auch deswegen, weil sich die gesunde Bewusstheit als Ausbalancierung ihren Weg bahnt. Auf die gesprochenen Worte als auch die emotionalen Zustände ist jedoch keinerlei Verlass – da der psychotische Zustand in diesem Reinigungsprozess „sehr viel Kauderwelsch und Irreales als auch Irrationales ausputzt“. Der Mensch ist für die Umgebung unberechenbar.

Kann die Lebensenergie und deren Essenz nicht aus dem stark verzerrten Konzeptionellen der Person befreit werden, so wird sich dieser Ablauf leider sogar wiederholen müssen (vielleicht in abgemildeter Form, da ja laut meiner Sicht vieles bereinigt werden konnte und es seine Zeit benötigt, um diesen psychisch-ungesunden Zustand wieder neu „aufzubauen“. Oft ist es so intensiv, dass das einmalige oder zweimalige Erlebnis eines psychotischen Schubs den gesunden Anteil der Persönlichkeit in hohem Maße erweckt.)

Der Selbstheilungsmechanismus wählt konsequent den gesunden und realen Weg! „Der reale Boden“ der Lebensenergie schwingt, wie es für uns vorgesehen ist. Wir können der uns geschenkten Lebensenergie keine Form aufdrücken. Dies wäre eine vollkommen falsch verstandene Auffassung von Selbstbestimmung.

Der Vollständigkeit halber will ich die Definition der organisch bedingten Symptomatiken hier dezidiert erwähnen. Auf körperlich-energetischer Ebene gibt es da eventuell Zugangsweisen, um zu unterstützen; wenn eine Person fähig als auch offen ist und eine Milderung erreichen möchte. Dies lässt sich rasch herausfinden.

Oft sehe ich ein Problem bei allen (extremen) psychischen Ungleichgewichten darin, dass die erlebende Person nach wie vor „ihren Kauderwelsch“ glaubt, der von heftigen Lebensenergieschüben begleitet ist. Für diese Person gibt es geistig viel zu lernen, und es muss ihr gesagt werden, dass sie die gesunde Lebensenergie (und wie man mit ihr und durch sie am Leben sein kann) an sich fehlgeleitet und falsch verstanden hat. Diese Fehlleitung, Verirrung und Verwirrung passiert über die Filterung durch ihren Verstand: auf eine konsequente Weise, um sich eine annehmbare Realität (oft auch paradoxerweise eine unannehmbare Realität) zusammenzudenken.

Diese psychisch extrem instabile Person sollte in ihren geistigen Wachstumsprozessen gefördert und intensiv unterstützt werden.

Frühe Traumata (in der Schwangerschaft, Säuglings-, Kleinkind-, Kindesalter), in denen die gesunde Lebensenergie über äußere Einflüsse einfach abgewürgt oder weggedrängt wurde, erlaubt der heranwachsenden und der erwachsenen Person oft nicht, ein gesundes, realistisch-stabiles und vertrauensvolles Denken zu entwickeln. Dies wirkt sich auf das Selbstbild aus und wie darauf aufbauend die Beziehungen zu anderen Menschen und der Welt gestaltet oder erlebt werden.

Auf dem Gebiet der traumatherapeutischen Interventionen hat sich bereits eine große Methodenvielfalt entwickelt. Wo es bei belasteten Personen „noch blinde Flecken“ gibt, da fühle ich oft vertiefend hochsensitiv nach und gebe Ansporn, Unentdecktem auf die Spur zu kommen und „ein paar letzte Lücken zu schließen“ (nach reichlich bereits getaner Arbeit an sich selbst). Diese blinden Flecken zu finden und zu beschreiben, ermöglicht oft erst eine zuverlässigere Kontinuität bei den bereits erreichten Therapieerfolgen. Somit steigt auch das Selbstvertrauen weiter an und die Freude daran, Selbstverantwortung zu leben.

Medikamentöse Unterstützung, z. B. in Form von Psychopharmaka, stabilisiert die Person, bringt sie auf den Boden, doch weitergedacht und weitergelernt hat man oft dadurch noch nicht. Die Stabilisierung über Medikamente sollte dazu genutzt werden, Denkprozesse in gesunde Richtungen lenken zu lernen, als auch ein ganzheitliches Erleben einzuüben und sich mehr und mehr in der Wirklichkeit wiederzufinden. Das Fühlen und die Rolle der Emotionen als auch das verzerrte Interpretieren der Lebensenergie müssen korrigiert werden.

Ücretsiz ön izlemeyi tamamladınız.

Türler ve etiketler

Yaş sınırı:
0+
Hacim:
182 s. 5 illüstrasyon
ISBN:
9783985515714
Telif hakkı:
Bookwire
İndirme biçimi:
Metin
Ortalama puan 4,7, 328 oylamaya göre
Ses
Ortalama puan 4,2, 745 oylamaya göre
Metin
Ortalama puan 4,8, 21 oylamaya göre
Metin
Ortalama puan 4,8, 112 oylamaya göre
Metin
Ortalama puan 4,9, 45 oylamaya göre
Ses
Ortalama puan 4,5, 8 oylamaya göre
Metin
Ortalama puan 4,3, 51 oylamaya göre