Kitabı oku: «Die Krimizimmerei», sayfa 6

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Die gelöschte Welt

Bevor es hier gleich um Leben und Tod geht – wortwörtlich gemeint –, erkläre ich erst mal, wer ich bin. Ich bin Davin Barkart und gehe auf die Schule Sherlock Holmes. Wieso diese Schule so heißt, fragt ihr euch jetzt sicher. Ganz einfach: Sherlock Holmes hat die Schule erfunden. Wo waren wir noch einmal stehen geblieben? Ach so! Bei meinen Freunden und Freundinnen. Mein bester Freund ist Thomas Müller, mein anderer Freund ist Maik Kosma und dann natürlich noch Emil Kassemaile, mein größter Fan. Ihr müsst wissen: Ich bin ein Detektiv. Mit meiner Detektei habe ich schon ganz viele Fälle gelöst. Meine Freundin heißt Jule Mosental und wir sind schon seit zwei Jahren zusammen. Aber ich rede jetzt schon so lange, dass wir jetzt langsam anfangen sollten! Sonst verpasst ihr ja noch das Wichtigste. Habe ich jetzt alles gesagt? Ach so, ich bin 17 Jahre alt. Dann geht jetzt in euer Zimmer, legt euch aufs Bett und hört oder in meinem Fall lest weiter, denn jetzt geht es los!

Ich ging wie an jedem Morgen zur Schule. Mit Ranzen auf dem Rücken ging ich durch das große Eingangstor und blickte auf die kleinen Türmchen, die schönen langen Säulen und wusste wie jeden Tag: Diese Schule war genau die richtige für mich! Die Schüler sprachen aufgeregt miteinander. Ich drängelte mich an ihnen vorbei und fragte Thomas, wieso alle so aufgeregt seien.

„Es gibt ein neues, richtig cooles und unschlagbares Computerspiel, bei dem man gegen Riesen kämpfen und Hexen besiegen muss und chatten kann. Und Maik hat es erfunden!“, sagte Tom begeistert.

Nach der Schule ging ich wieder nach Hause. Auf dem Weg sah ich noch Maik. Er sah völlig fertig aus. Er lief mir entgegen und stoppte abrupt vor mir.

„Hilfe, Hilfe! Hilf mir! Mein Computerspiel wurde von jemandem gelöscht!“, sagte er aufgebracht. „Du musst den Täter finden!“

„Ja, ja. Wem gefällt denn dein Erfolg nicht?“

„Max Jasis, Moritz Garteses und Paul Jakobise.“

„Aha, dann gehe ich mal zu Max.“

Zehn Minuten später:

„Hallo Max. Ich habe gehört, dass du eifersüchtig auf Maik bist.“

„Ja, das bin ich. Aber ich würde deshalb nie so etwas tun! Außerdem war ich heute total im Lernstress, ich hatte gar keine Zeit dazu.“

Danach:

„Hallo Moritz. Ich habe gehört, dass du eifersüchtig auf Maik bist.“

„Meinetwegen kann man es auch so nennen. Ich kann ihn nicht ausstehen, er kann mich nicht ausstehen. So ist es eben. Es kann nicht alles immer im Leben perfekt sein. Aber lass mich jetzt in Ruhe. Ich habe echt bessere Sachen zu tun, als hier so doof herumzustehen.“

Am Ende:

„Hallo Paul. Ich habe gehört, dass du eifersüchtig auf Maik bist.“

„Eifersüchtig? Ne! Ich freue mich für ihn. Ist echt eine coole Sache, was er da erschaffen hat. Mir macht das Spiel echt Spaß. Schade, dass es jetzt irgendwie nicht mehr funktioniert. Hättest du unbedingt ausprobieren müssen. Der echte Knaller ist das. Diese coolen Riesen und die Hexen erst. Oh, ist ja schon gleich sechs. Tut mir leid, ich muss jetzt noch zum Fußball. Aber viel Glück bei der Gangsterjagd.“

Ich wusste eigentlich schon, wer der Täter war und wollte ihn auch stellen, als plötzlich Jule kam. „Hallo Davin. Ich habe dich ja lange nicht gesehen. Bist du mal wieder an einem neuen Fall dran?“

„Ja“, sagte ich. „Aber wieso störst du mich? Ich wollte gerade zu Max gehen. Also, bitte entschuldige mich.“

Jule wurde sauer und ging eine Sekunde später.

„Hallo Max, ich will dich nur etwas fragen. Wieso hast du Maiks Spiel zerstört?“

„Was habe ich bitte gemacht?“

„Du hast Maiks Spiel zerstört! Leugnen ist zwecklos. Du hast dich nämlich damit verraten, dass du wusstest, dass Maiks Spiel kaputt ist.“

Im gleichen Moment fing Max an zu weinen. „Ich wollte ihm alles heimzahlen! Aber es war doof von mir, ich weiß.“

Max hatte alles gestanden, konnte jetzt aber von der Schule fliegen. Damit war ein weiterer Fall erfolgreich gelöst. Und nicht nur das. Mit Jule versöhnte ich mich auch wieder.

Ende gut, alles gut.

Jetzt könnt ihr wieder aufstehen und fühlt euch wie neu. Schönen Tag noch und spielt schön.

Frederike, 10 Jahre, aus Oberhausen, Deutschland

*

Die tödlichen Klippen

Lucy öffnete die Tür und ging weiter in den Besprechungsraum der Agentenagentur. Ihr Chef erwartete sie schon. „Ich habe einen neuen Auftrag für dich. Du wirst dein Leben riskieren müssen, wenn du es aber schaffst, wirst du gut belohnt.“

Lucy antwortete: „Ich nehme den Auftrag an, niemand kann mich aufhalten.“ Sie machte sich sofort auf den Weg. Lucy wusste nicht, auf was sie sich da einließ. Durch die Dunkelheit konnte sie fast nichts sehen, trotzdem ging sie so vorsichtig, dass keiner sie hätte hören können. Lucy schlich in ein kleines Dorf, wo, wie man ihr gesagt hatte, die Gang ihr Quartier hatte. Plötzlich gellte ein Schuss durch die Nacht. Lucy schreckte hoch, ein Geräusch ganz in der Nähe. Sie ging in Kampfposition, auf alles bereit.

Langsam, ganz langsam drehte sie sich um, als sie eine eiskalte Klinge an ihrer Kehle spürte. „Niemand kann uns finden, und wenn doch, wird er auf den letzten Metern von uns empfangen werden.“

Obwohl Lucy kaum atmen konnte vor Angst, zwang sie sich, zu sprechen: „Tut mir leid, aber niemand kann mich gegen meinen Willen töten.“

Die Antwort klang amüsiert: „Oh, dann werde ich das wohl jetzt erledigen müssen. Letzte Worte?“

„Nett, mal mit dir geredet zu haben.“ Mit einem Ruck befreite Lucy sich, schlug dem Angreifer das Messer aus der Hand und zog zwei Pistolen heraus.

Der Junge ließ ein kaltes Lachen hören. „Na wenn das so ist, wir sehen uns dann bald wieder.“ Dann verschwand er im Schatten.

„Oh ja, wie werden uns bald wiedersehen“, dachte Lucy.

Wochen waren nach dieser Begegnung vergangen. Bisher war Lucy allen Quellen gefolgt – und alle Informationen waren falsch gewesen. Gerade flog Lucy über ein Meer. „Auch wenn ich jetzt weiß, dass der Junge einer der Black Fires gewesen ist, bringt mir das bei meiner Suche nicht viel.“

„Wir sind angekommen, ich lasse dich jetzt raus“, sagte der Flugkapitän. Sie war nicht gerade begeistert, sprang aber aus dem Helikopter. Vorsichtig ließ Lucy sich schließlich nach der Landung die Klippen runter, als sie ganz unten, wo das Wasser gegen die Steine klatschte, einen Eingang sah. All die Mühen hatten sich gelohnt, hier war das Quartier der Black Fires. Es lag sehr gut versteckt. Nur wenn man genau hinschaute, konnte man sehen, dass da ein Eingang war. Sie kletterte weiter dem Eingang entgegen, doch auf einmal hielt sie erschrocken inne: Vor dem Eingang standen ein paar schwarz gekleidete Männer, die alle ein Messer in der Hosentasche hatten. Lucy versuchte, sich im Schatten zu halten, und kletterte weiter. Sie dachte an die Begegnung mit dem Jungen. Er hatte gesagt, dass sie sich bald wiedersehen würden.

Wenn sie weiter wollte, musste sie erst an den Schwarzjacken vorbei. Sie machte sich selber Mut, indem sie flüsterte: „Du schaffst das und kommst an den Schwarzjacken vorbei!“

„Oder auch nicht!“, sagte die gleiche Stimme wie die vor ein paar Wochen auch.

Lucy drehte sich um und sah den Jungen, dem sie vor ein paar Wochen schon begegnet war. Es stimmte, was der Junge gesagt hatte. Sie sahen sich noch einmal mal. Das fand Lucy allerdings nicht so toll. Der Junge fing an, den Männern etwas zuzurufen: „Hey Leute, hier besucht uns jemand! Kommt mal her!“

Die Schwarzjacken liefen zu ihm. Einer von ihnen begrüßte Lucy sehr freundlich: „Hi, du alte Sau! Ich glaub, du bist ’ne Agentin! Durchsucht sie!“

Die Männer suchten Lucys ganze Klamotten ab und leider fanden sie ihren Ausweis. Sie schauten ihn sich erst mal alle an. Dann sagte einer von ihnen, dass, wenn sie sie freilassen würden, ihr Versteck auffliegen würde.

Lucy musste zusehen, wie die Männer einstimmig beschlossen, sie zu töten. Einer von ihnen, der stärkste, hielt sie die ganze Zeit fest. Bei den anderen Männern hätte sie es geschafft, sich irgendwie zu befreien, doch bei diesem bulligen Typen schaffte sie es nicht. Die Männer brachten sie in die Höhle. Immer weiter rein, bis sie vor einer Tür stehen blieben. Die Tür sah aus wie eine ganz normale Holztür, doch was sich da hinter verbarg, konnte Lucy sich schon denken. Einer der Männer schloss die Tür auf und da stand ein großes Holzbrett an die Wand gelehnt. Einer der Schwarzjacken nahm sie und zerrte sie zum Brett und fesselte sie daran.

Auf einmal stand ein Mann in der Tür. Er war halb vom Schatten bedeckt, aber man sah, dass er eine Axt in der Hand hatte. Er lief auf Lucy zu, stellte sich über sie und holte aus.

Als die Axt ihren Hals berührte, dachte sie ihren letzten Gedanken: Sie bereute es eigentlich gar nicht, dass sie Agentin geworden war. Man hatte ihr am Anfang ja gesagt, dass einhohes Risiko bestand und sie ums Leben kommen könne.

Und das passierte in diesem Moment. Und da sie gestorben ist, lebt sie heute nicht mehr.

Linn, 9 Jahre, aus Troisdorf, und Eva, 10 Jahre, aus Königswinter, Deutschland

*

Der gestohlene Pokal

Es war Nachmittag und die Sonne strahlte vom Himmel. Heute war ein besonderer Tag. Die Zwillinge Tom und Leo freuten sich auf das Fußball-Pokalfinale am Abend in ihrem Heimstadion. Die Zeit bis dahin wollten sie sich mit einem spannenden Buch vertreiben. Kommissar Milo und seine drei Spürnasen waren ihre liebsten Krimihelden. Tom und Leo waren selbst auch richtige Detektive und lösten gern Rätsel.

Tom fragte Leo: „Soll ich Papa fragen, ob wir jetzt schon fahren?“ Ihr Papa arbeitete im Stadion und hatte einen Schlüssel.

„Ja!“, antwortete Leo. Er war schon so aufgeregt und konnte es kaum mehr erwarten bis zum Anpfiff.

„Papa, fahren wir bitte jetzt schon zum Stadion?“, fragte Tom.

„Wenn ihr wollt“, sagte Papa.

„Ja, wir wollen! Hurra!“, riefen die zwei gleichzeitig wie aus einem Mund. Sie stiegen ins Auto und fuhren los.

„Ich freue mich schon so auf das Finalspiel“, sagte Leo.

„Wer wohl gewinnen wird und den großen Pokal bekommt?“, meinte Tom nachdenklich.

„Warum bist du so nachdenklich Tom?“, fragte Leo.

„Wir lesen so gern Detektivbücher. Es wäre toll, wenn wir einmal einen echten Kriminalfall lösen könnten“, meinte Tom.

Sie konnten nicht viel darüber nachdenken, denn sie waren schon am Parkplatz angekommen. Die drei stiegen aus dem Auto und gingen zum Stadion. Ein Mann kam ihnen entgegengelaufen. Er stotterte aufgeregt: „Herr Stern, gut, dass Sie kommen! Es ist etwas Schreckliches passiert! Der Pokal … der Pokal … er wurde gestohlen! Wir müssen das Finale absagen!“

„Können wir bei der Suche helfen?“

„Ja gerne, jede Hilfe zählt!“, sagte der Mann etwas erleichtert. Ihr Papa meinte: „Tom und Leo, so könnt ihr nun in einem echten Fall Detektive sein. Aber passt gut auf!“

„Das machen wir, versprochen!“, rief Tom voller Freude. Leo freute sich genauso.

Die Zwillinge beschlossen: „Papa, ruf bitte die Polizei und halte draußen nach einem Verdächtigen Ausschau!“

„Okay, das mache ich!“, sagte Papa.

Als die Brüder im Stadion waren, sahen sie ein Podest. „Dort muss der Pokal gestanden haben!“, meinte Leo. „Dann suchen wir dort erst mal nach Hinweisen.“ Aber sie fanden nichts Verdächtiges.

„Hm … dann müssen wir eben das ganze Stadion durchsuchen“, grübelte Tom.

„Ich kann euch bei der Suche nach Hinweisen helfen!“, hörten die beiden eine Stimme hinter ihnen rufen. Es war der Platzwart. Er war gerade mit dem Mähen des Rasens fertig geworden. „Am besten fangen wir in den Kabinen an“, meinte er.

„Danke!“, sagten Tom und Leo und folgten ihm hinterher. Als sie bei den Spielerkabinen waren, öffnete der Platzwart die Tür und die Zwillinge gingen hinein. Aber auf einmal war die Tür hinter ihnen zu und es klickte, das Schloss war versperrt.

„Oh nein! Der Schuft hat uns eingesperrt!“, rief Tom aufgebracht. Leo blickte sich um und sah ein Gitter an der Wand. Leo ging ein Licht auf. „Der Lüftungsschacht, das ist es! So kommen wir hinaus!“

„Ja, und wenn der Platzwart den Pokal gestohlen hat, dann flüchtet er jetzt. Wir schneiden ihm draußen den Weg ab. Mach mir eine Räuberleiter, Leo!“ Tom war jetzt ganz aufgeregt. Er löste das Abdeckgitter und öffnete den Schacht. Drinnen war es muffig und stank nach alten Socken und Schweiß. Tom zog seinen Bruder hoch und sie krabbelten den Schacht gerade aus entlang. Als sie am Ende des Schachts ankamen, war dort wieder ein Gitter. Tom drückte es mit seinen Füßen auf.

„Es ist ziemlich hoch!“, meinte Leo etwas verängstigt. Er war nicht so mutig wie Tom und vorsichtiger. Plötzlich hörten sie ein Knattern und ein Traktor kam unter ihnen angefahren. Es war der Platzwart. Auf dem Anhänger war ein großer Haufen Gras.

„Komm! Das ist unsere Gelegenheit, wir springen hinunter!“ Tom holte tief Luft und sprang. Leo biss die Zähne zusammen und folgte seinem Bruder. Sie streckten ihre Köpfe vorsichtig aus dem Gras.

Leo flüsterte: „Autsch! Ich habe mir den Popo angehauen.“ Da sahen die beiden ihren Papa mit einem Polizisten in der Nähe stehen. Genau in dem Moment, als der Platzwart mit seinem Traktor an den beiden vorbeifuhr, sprangen die Zwillinge auf und schrien: „Haltet den Platzwart!“ Papa und der Polizist reagierten sofort und stellten sich ihm in den Weg. Der Polizist durchsuchte den verdächtigen Mann. Papa, Tom und Leo den Traktor und den Anhänger. Und da fanden sie unter dem Gras versteckt den gestohlenen Pokal!

Tom und Leo erzählten alles ganz genau dem Polizisten und Papa. Und diese lobten die zwei mutigen Burschen. Der Platzwart erzählte weinend: „Ich war früher ein guter Fußballspieler. Ich hätte vor Jahren den Pokal gewonnen. Nur wegen einer Fehlentscheidung ist es nicht geschehen. Ich wollte mir holen, was mir zusteht. Deswegen habe ich ihn gestohlen.“ Der Polizist legte dem Platzwart die Handschellen an.

Zum Schluss sagte Tom: „Leo und ich lösen jeden Fall als Team!“ Er klatschte seinem Bruder in die Hand. Alle lachten erleichtert auf.

Beim Fußballspiel durften die Zwillinge mit Papa auf der Ehrentribüne sitzen. Der Präsident des Vereins sagte stolz: „Danke Jungs! Ihr habt unser Finale gerettet!“

Jakob W., 10 Jahre, aus Salzburg, Österreich


*

Wenn Liebe zum Verhängnis wird

Was ...? Wo bin ich? Und was sind das für Handschellen an meinen Handgelenken? Das Atmen fiel mir schwer, wo war mein Asthmaspray? Ich hörte Schritte, eiskalte Angst durchfuhr meinen Körper! Ich fragte mich, wie lange ich hier wohl schon saß. Die Schritte kamen immer näher und die Tür zu meinem Raum ging auf! Ich sah einen Mann, er hatte einen Ausweis an der Brust, dort stand so etwas drauf wie Kriminalpolizei.

Der Mann fragte mich: „Sind sie Frau Goldinger?“

„Ja“, antwortete ich.

Er befreite mich von den Handschellen und half mir auf, anschließend legte er mir seine Jacke um meine Schultern. Mir taten alle Körperteile weh und ich musste die ganze Zeit über husten. Überall hatte ich blaue Flecken. Der Polizist hob mich auf den Arm, ging zum Auto und gab mir mein Asthmaspray, bevor ich noch in Ohnmacht fiel. Anschließend half er mir in sein Polizeiauto.

„Au, mir tut alles weh!“

„Es wird alles gut! Ich bringe Sie jetzt in ein Krankenhaus, auf der Fahrt erkläre ich dann alles.“

Wir fuhren los.

„Frau Goldinger, Sie sind gekidnappt worden und dann wurde Ihnen Schlafmittel gegeben, daraufhin haben Sie einen Tag lang geschlafen und nun haben wir Sie gefunden. Leider war niemand außer Ihnen im Haus. Aber dieses Haus gehört einem Jens Böbner. Frau Goldinger, kennen Sie einen Jens Böbner?“

„Nein, der Name sagt mir nichts.“

„Okay, haben Sie denn irgendwelche Feinde?“

„Sie müssen wissen, mein Lebensgefährte ist Anwalt und hat manchmal Konflikte mit anderen Leuten. Aber wirklich schlimm war es noch nicht.“

„Okay, wir sind da, Sie müssen sich darauf einstellen, dass meine Kollegen noch einmal vorbeikommen und Ihnen ein paar Fragen stellen. Ich bringe Sie noch rein, werde dann aber auch gehen.“

„Ist gut.“

Dann wurde ich in das Krankenhaus gebracht, dort stand ein unheimlicher Arzt. Der Polizist dachte sich wohl nichts dabei und der Arzt brachte mich in ein Krankenzimmer. Leider ging der Polizist, ich fand ihn sehr nett, denn in seiner Nähe fühlte ich mich sicher. Der Arzt war komisch, er sah nicht aus wie ein Arzt und verhielt sich auch nicht so. Auf einmal stieß er mir etwas in den Bauch, nahm mich über die Schulter und dann war alles weg ...

Ich wachte in einem schwarzen Raum auf, ich hatte Schnittwunden an meinem Bauch und meinen Beinen. Dieser Schmerz ...

„Oh Gott“, dachte ich mir und ich schrie, so laut wie es ging: „Hilfe! Ist da jemand, bitte! Ich brauche Hilfe, hört mich denn keiner?“ Ich fühlte mich sehr schwach und dachte, ich wäre am Ende der Welt und das ganz allein.

Da hörte ich Stimmen, vielleicht zwei Männerstimmen. Sie stritten sich über etwas. „Wir müssen sie noch vor Sonnenuntergang hier rausschaffen, Bruno!“

„Nein Jens, sie ist die perfekte Geisel. Die Bullen haben sie schon einmal gefunden! Hier in deinem Schuppen werden sie sie niemals finden!“

Aber ja, ich war in einem Schuppen! Aber was für eine Geisel? Da hatte ich eine geniale Idee! Ich rief so laut, wie es ging: „Hey macht die Tür auf! Ich werde mir etwas antun!“

Blitzschnell ging die Tür auf und zwei Männer standen dort. Der eine sagte: „Nein! Bitte nicht! Ich erkläre Ihnen alles!“ Ich wollte wissen, was sie mir zu sagen hatten. Aber auf einmal hustete ich ganz fürchterlich! Es war die Aufregung, es war zu viel auf einmal, dann kippte ich um.

Es dauerte eine ganze Weile, bis ich wieder zu Kräften kam. Ich war in einer Küchenstube, mir gegenüber die zwei Männer. Jetzt wollten sie mir alles erzählen: „Frau Goldinger, Sie hatten einen Asthmaanfall. Wir haben Ihnen ihr Asthmaspray gegeben und Sie in die Küche transportiert. Wir wollen Ihnen nichts Böses. Wir sind beide Apotheker und wollen, dass jeder Mensch ein schönes Leben hat.“

„Deswegen haben Sie mit einem Messer auf mich eingestochen?“

„Ja, wir haben Ihr Haus tagelang observiert, aber Sie sind nie aus Ihrem Haus gegangen. Aber letztendlich haben wir Sie, vermutlich auf dem Weg nach Hause, erwischt.“

„Aber warum das alles?“

„Ich hatte vorhin gesagt, dass jeder Mensch ein schönes Leben haben soll, auch wir zwei! Unser Job läuft in letzter Zeit nicht sehr gut. Ihr Lebensgefährte ist ein sehr reicher Mann und wir dachten, er wäre aufgebracht und wir wollten Lösegeld, aber er hat sich nicht einmal für Sie interessiert!“

„Nein, das kann nicht sein. Er liebt mich.“ Am liebsten wollte ich im Boden versinken. Das konnte doch nicht sein! Ich wusste nicht mehr, was ich glauben sollte. Warum war er dann schon seit vier Jahren mein Lebensgefährte, wenn ich ihm egal war?

„Wir werden Sie noch bei uns behalten.“

„Nein! Ich will nach Hause zu meinem Lebensgefährten!“

„Sie bleiben hier!“

Plötzlich hustete ich wieder ganz fürchterlich.

Ich wachte auf und fragte mich, wo ich war. Im nächsten Augenblick wusste ich, ich hatte wieder einen Asthmaanfall hinter mir. Auf einmal sah ich einen großen Spalt unter der Tür. Ich wusste, ich war im Schuppen. „Mist, die Tür ist abgeschlossen.“ Ich guckte durchs Schlüsselloch und sah, dass der Schlüssel steckte. Als ich mich im Schuppen umguckte, entdeckte ich eine Zeitung. Ich nahm sie mir und ging zur Tür, schob sie unter der Tür hindurch und nahm mir eine Haarspange aus meinen Haaren, steckte sie durchs Schlüsselloch und der Schlüssel fiel auf die Zeitung. Ich dachte mir: „Jetzt darf der Schlüssel nur nicht von der Zeitung rutschen!“ Doch ich schaffte es. Ich schloss die Tür auf und rannte raus, aber dann packte mich jemand und schüttelte mich ...

Ich wachte auf und merkte, dass alles nur ein Traum war. Mein Lebensgefährte Werner war da und umarmte mich. Ein Schauer lief mir über den Rücken und ich hatte das Gefühl, der Traum wollte mir etwas sagen. Aber was?

Ich ging nach unten. Irgendwann kam ich auf die Idee, Werners Namen in einer Internet-Suchmaschine einzugeben. Und tatsächlich wurde ich fündig, auf der Homepage der Polizei war ein Foto von Werner, darunter stand dick gedruckt:

WERNER ACHSENBECK, HOCHSTAPLER GESUCHT!

Mieser Trick: Lässt seine Partnerinnen nach Jahren mit Schulden zurück! Nutzt seine Opfer gnadenlos aus.

Ich traute meinen Augen kaum und wollte Werner ausfragen, doch plötzlich wurde mir bewusst, dass ich vier Jahre lang mit einem Hochstapler unter einem Dach gewohnt hatte, der womöglich Schlimmes im Schilde führte! Das war zu viel für mich. Ich rannte zum Telefon und sagte so leise, wie es nur ging: „Hallo, hier ist Anke Goldinger und ich kenne Werner Achsenbeck, ich lebe seit vier Jahren mit ihm in einem Haus. Ich wollte nur sagen, dass er zu Hause ist und Sie bitte ganz ganz schnell kommen sollen! Wir wohnen in der Reichenbachallee 17.“

10 Minuten später ...

Ich sah aus dem Fenster, dreizehn Polizeiautos umzingelten unser Haus, jemand sagte durch ein Megafon: „Werner Achsenbeck, bitte kommen Sie aus dem Haus und ergeben sich. Wir wissen, dass Sie da drinnen sind.“

Werner rief nur: „Anke, hast du die gerufen? Wieso hast du das gemacht? Du bist die erste Frau, die ich wirklich geliebt habe und mit der ich alt werden wollte!“

Die Haustür wurde aufgebrochen und ein Trupp von Polizisten stürzte sich auf Werner.

Am nächsten Tag ging ich um 6:30 Uhr joggen und blieb an meiner Lieblingsbrücke stehen. Ich erinnerte mich, wie ich als kleines Mädchen über diese Brücke gerannt war und Freudensprünge gemacht hatte. Diese Zeit war leider vorbei ...

Marlene und Sina, beide 11 Jahre, aus Oldenburg, Deutschland

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Hacim:
368 s. 15 illüstrasyon
ISBN:
9783960743033
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Serideki Üçüncü kitap "Die Krimizimmerei"
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