Kitabı oku: «Der Kopf ist das Rätsel um glücklich zu sein», sayfa 2

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So, jetzt wird nicht mehr gejammert, ab zum Frühstücken. Muss mich etwas beeilen, da ich um 8.30 schon wieder parat sein musste zum Spazieren. Das stand auf meinem Plan. Beim Bereitmachen kam grad mein Zimmernachbar von nebenan. Ich fragte ihn, ob er auch mitkommen möchte. Nach seinem Gesicht sah es nicht gerade danach aus. Also packte ich meine Sachen und wartete auf die Begleitperson. Als sie kam, sagte ich: sind wir nur zu zweit? Es sieht so aus. Als wir noch ein paar Minuten warteten, kam doch tatsächlich der Zimmernachbar auch mit. Also machten wir uns zu dritt auf den Weg. Ich merkte schnell, dass die beiden mir immer einen Schritt voraus waren. Mein Herz pumpte und ich schnaufte wie ein Bär. Aber ich liess mir nichts anmerken. Ich ziehe es durch bis zum Schluss. Ich war zwar nachher kaputt, aber stolz auf mich.

Eine halbe Stunde später hatte ich noch ein kurzes Gespräch mit meiner Bezugsperson. Danach Pause bis zum Mittagessen. Freitagnachmittag haben wir immer fast eine Stunde Hausversammlung, was ich gar nicht gerne mochte. Da sitzt man im Kreis und jeder erzählt, was er für Highlights gehabt hatte in dieser Woche. Ich war froh, als es vorbei war. Nachher gibt es immer ein Dessert und einen Kaffee. Das heisst; in der Runde wo wir immer zusammensitzen, kann sich jemand melden, der gerne etwas backen möchte. Ich liebe es ja zu backen, aber dafür reichen meine Kräfte noch nicht. Also geniesse ich den Kaffee und Kuchen. So, jetzt wollte ich noch raus an die frische Luft bevor es zum Singen geht. Eine Kollegin fragte mich, ob ich mitkommen möchte. Ich sagte aber, dass ich nicht singen kann. Sie antwortete: das macht nichts, es geht darum, Freude zu haben, also sagte ich zu. Da ich ja alleine unterwegs war und mich niemand hören konnte, dachte ich mir, ich übe mal ein wenig. Na ja, gut ist anders, aber wenn man ja nicht singen können muss, wie man mir sagte, klappt das schon. Schnell ins Zimmer und ab zum Singen. Oh je, mit mir waren es nur 4 Leute, das kommt nicht gut, dachte ich mir. Ein kleiner Chor wäre mir jetzt lieber gewesen, so wäre meine Stimme nicht so aufgefallen. Also fingen wir an mit einem einfachen Lied. Mein Wunsch nach einem kleinen Chor hat sich doch noch erfüllt. Während dem Singen sind sieben dazu gekommen. Jetzt war ich erleichtert und habe es genossen mit den anderen zusammen zu singen. Es waren meistens nur Vier- und Zweizeiler. Das wurde ein paar Mal wiederholt. Auf Deutsch ging es ja noch, aber als Englisch, Französisch und Spanisch dazu kamen, wurde es schon schwer mitzuhalten. Ich brummte einfach vor mich hin. Mir hat es so gut gefallen, dass ich wieder gehen werde. In diesem Moment vergass ich all meine Sorgen in meinem Kopf.

So, jetzt noch Nachtessen und danach mit einer Kollegin einen Film schauen und stricken. Und schon ist wieder ein Tag vorbei. Morgen besucht mich mein Mann Severin, ich freue mich schon drauf.

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18. November 2017

Die letzte Nacht habe ich wieder etwas unruhig geschlafen. Ich bin aufgewacht und hatte einen leichten Druck im Kopf, der mich schon wieder nervös gemacht hat. Ich weiss meistens was es bedeutet, wenn das kommt. Ich merkte schon die ganze Zeit, dass es mir nicht so gut ging. Dabei sollte ich mich ja freuen, da mein Mann mich gleich abholen kommt und wir einen schönen Tag zusammen verbringen werden. Aber der Druck im Kopf verhinderte, dass ich mich freuen konnte, da sich meine Gedanken immer daran festhielten. Ich fragte mich, warum das jetzt ausgerechnet kommen musste mit dem Druck. Hatte ich Angst, die Klinik zu verlassen? Ich habe ja keine Betreuung von der Klinik, falls es mir nicht gut gehen würde, usw. Anstatt an das Schöne zu denken, drehte sich alles wieder nur um das eine, was mit mir nicht stimmt. Als ich mich fertig angezogen und mich parat gemacht habe, fing ich schon langsam an zu zittern. Mir ging es gar nicht gut. Ich probierte umzudenken. Ich redete mit mir selbst, und sagte: Du bist nicht alleine, Monika, wenn was ist, ist dein Mann dabei, was mir aber auch nicht wirklich helfen konnte. Hat aber nichts mit meinem Mann zu tun, das bin ich selber. Ich hatte Angst und hatte keinen Grund dazu und doch ist sie da, in mir drin. Als mich mein Mann abgeholt hatte, erzählte ich ihm, dass es mir nicht so gut geht. Er sagte zu mir, ich hätte doch keinen Grund dazu. Ich sagte: ja, ich weiss es, aber ich kann nichts machen. Also stieg ich ins Auto und wir fuhren los. Mein Herz hörte ich bis zu den Ohren hinauf schlagen. Ich versuchte mich etwas abzulenken, mit Reden und an etwas Schönes zu denken. In Wil machten wir einen kleinen Spaziergang. Mit der Zeit merkte ich, dass ich ruhiger wurde. Da ich gerne in einer Zigarrenlounge sitze, fragte ich meinen Mann, ob wir nach Gossau fahren wollen. Also setzten wir uns ins Auto und fuhren los. Bevor es aber in die Lounge ging, wollte ich mir Wolle kaufen um für mich einen Pullover zu stricken. Das habe ich schon seit ein paar Jahren nicht mehr gemacht. Und als ich in dem Laden war, vergass ich alles wieder, was am Morgen war. Nach langem Suchen habe ich etwas Schönes gefunden, was auch zu mir passt. Danach wollte ich mir noch ein schönes Gesteck für das Zimmer kaufen. Da wurde ich auch fündig. Wir brachten alles ins Auto zurück, bevor es in die Lounge ging. Wir gingen bei einem Schmuckladen mit schönen Sachen vorbei. Ich suchte schon lange ein Armband mit Engelsflügeln. Dachte mir, kann ja mal reingehen und fragen. Aber das, was ich suchte, hatten sie nicht. Mein Mann kam später dazu. Nach langem hin und her sagte das Fräulein, wir können so etwas auch anfertigen, wenn ich das wolle. Meine Augen fingen an zu leuchten. Denn das, was ich wollte, fand man schon, aber es war kitschig. Also liessen wir es zusammenstellen und sagten, dass ich es mir nochmals überlegen und wir nochmals vorbeikommen würden. Wir gingen zur Lounge und hatten es gut. Langsam aber spürte ich wieder, dass es bald vorbei ist mit dem schönen Tag. Mein Körper fing wieder an unruhig zu werden. Aber eigentlich kommt es ja aus dem Kopf und das schlägt auf den Körper. Bevor wir uns auf den Rückweg machten, gingen wir nochmals in den Schmuckladen und bestellten mein Weihnachtsgeschenk. Wir machten noch eine kleine Ausfahrt und kamen pünktlich wieder in die Klinik. Ich ass noch das Nachtessen mit meinem Mann im Restaurant und danach kam er noch mit ins Zimmer. Da mein PC neu gestartet werden musste und ich keine Ahnung davon hatte, blieb er solange bis wieder alles funktionierte. Ich habe mich verabschiedet von meinem Mann und hatte schon wieder Tränen in den Augen, aber so, dass er es nicht sah. Ich ging ins Zimmer zurück und fühlte mich wieder leer. Beim Hinlegen kam mir plötzlich in den Sinn, dass ich ganz vergessen habe, meinem Mann Danke zu sagen für den schönen Tag, den ich mit ihm verbringen durfte. Mir ist aufgefallen, sobald es ruhig um mich wird, spüre ich alles wieder, was so in meinem Körper vorgeht. Wenn ich abgelenkt bin, vergesse ich meistens alles. Gut, es gibt auch Tage, an denen ich spüre, wenn ich etwas am Machen bin. In so einem Fall mache ich meistens eine Pause. Irgendwie merkte ich, dass der Druck im Kopf wieder stärker wurde. Plötzlich kam etwas wie ein Blitz von den Beinen aus nach oben bis zum Kopf. Mein Herz fing an zu rasen und meine Angst hat mich wieder gepackt. Ich hatte grosse Mühe einzuschlafen. Aber irgendwann hat es mich doch noch genommen.

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19. November 2017

Die Nacht habe ich einigermassen sehr gut überstanden. Aber trotzdem war es mir irgendwie wieder ums weinen, was ich auch machte. Ich liess es einfach zu. Nach dem Frühstück ging ich wieder auf mein Zimmer. Ich machte mir die Bettflasche heiss, mit wenig Wasser. Ich wollte damit meinen Nacken etwas wärmen. Nach ein paar Minuten habe ich sie weggenommen und mich eingekuschelt in der Decke. Ging nicht lange, spürte ich etwas Nasses an meinem Hinterkopf. Ich drehte mich zum Kissen und sah, dass alles nass war. Nein, das darf jetzt nicht wahr sein. Ich nahm die Bettflasche zu mir und schaute mir den Verschluss an. Na toll Monika, das hast du ja wieder super toll gemacht. Nicht recht zugedreht und schon hatte ich ein kleines Schwimmbecken auf meinem Kissen. Ich habe den Bezug abgenommen und liess alles trocknen, war also nichts mehr mit einem Schläfchen. Also setzte ich mich an den PC und fing an meine Geschichten zu schreiben, die ich vorher schon von Hand aufgeschrieben habe. Am Nachmittag nach dem Essen machte ich einen kleinen Spaziergang. Ich musste ja um 14.00 wieder hier sein, weil ich Besuch bekam. Es kommen die Schwiegereltern meiner älteren Tochter Sabrina. Wir verbrachten 2 Stunden zusammen im Restaurant und plauderten. Es war ein schöner Nachmittag mit Josy und Renato. Wir verstehen uns auch sehr gut. Und wie immer vergeht die Zeit viel zu schnell. Als sie weg waren, ging ich wieder ins Zimmer und schrieb weiter. Am Sonntag ist es halt hier immer sehr ruhig, weil die meisten ja nicht da waren. Für mich war es doch noch ein schöner Tag geworden, trotz Tränen. Jetzt trinke ich noch eine heisse Schokolade und ab ins Bett. Ich hoffe einfach, dass die Nacht besser wird.

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20. November 2017

Seit langem war dies das erste Mal, dass ich über 5 Stunden durchgeschlafen habe. Normalerweise sollte man ja fit aufstehen, aber nicht bei mir. Ich war dermassen müde, dass ich kaum unter die Dusche gekommen bin. Mit Müh und Not schaffte ich es, mich anzuziehen. Auf zum Blutdruckmessen. Wie immer war er wieder zu hoch. Das hat mich schon wieder gestresst. Sie sagten, ich soll nach dem Wochenstart, den wir ja jeden Montag haben, nochmals zum Messen vorbeikommen. Jetzt war er ein bisschen runtergegangen. Man sagte mir noch, dass die Genusstherapie ausfallen wird wegen Krankheit. Also hatte ich am Morgen nur das Gespräch mit der Ernährungsberaterin. Es war noch sehr interessant, was sie mir da alles erzählt hat. Ich werde auf jeden Fall versuchen etwas umzusetzen. Sie hat mir auch nichts verboten ausser der heissen Schokolade, die ich immer abends getrunken habe. Ich solle lieber einen Tee trinken. Also machen wir das halt so. Und was natürlich wichtig ist, das Trinken und Sport. Da werde ich auch noch was finden. Bin ja schon stolz auf mich, dass ich jeden Tag laufen gehe.

So ging es nachher auch gleich los. Ich packte die Stöcke und ging los. Nach über einer halben Stunde hatte ich plötzlich wieder so ein komisches Gefühl in mir. Ich nahm mein Natel und rief meine Schwägerin Christina an. Eigentlich wollte ich gar nicht anfangen zu telefonieren, ausser mit meinem Mann. Aber ich wollte es jetzt einfach. Ich hörte ihre Stimme und es ging nicht lange, fing ich wieder an zu weinen. Ich erzählte ein wenig, was in mir vorging. Sie hat mir gut zugeredet und ich wurde wieder ruhiger. Zwischendurch brauche ich das halt, wieso weiss ich auch nicht, aber es tut gut. Ausser dass ich immer noch sehr müde war, fühlte ich mich doch etwas besser. Ich holte noch ein Päckchen ab, das mir jemand geschickt hatte. Jööö, war das süss. So ein kleines Paket hatte ich noch nie von der Post erhalten. Es war ein Adventstee drin, für jeden Tag ein Beutel. Den hat mir Hans und Daniel geschickt. Freue mich jetzt schon darauf, wenn ich den ersten Tee trinken kann.

Am Nachmittag hatte ich noch ein Eintrittsgespräch, wo sie mich Sachen fragten, was denn mein Ziel wäre, wenn ich da wieder austrete und sonstige Sachen halt. Für mich ist alles noch so weit entfernt. Bis jetzt merke ich noch nichts, was mir geholfen hätte. Ausser dass ich mehr nach draussen gehe und Sachen ausprobiere, die ich noch nie gemacht habe. Eigentlich ist das ja auch schon etwas, oder?

Nach dem Gespräch wieder ab ins Zimmer und schreiben. Ich war so vertieft, dass ich beinahe das Nachtessen vergessen habe. Ich telefonierte später noch mit meinem Mann und musste nochmals den Blutdruck messen. Jetzt hoffe ich, dass ich heute gut schlafen kann, denn morgen wird der 5. Versuch gemacht, mir das Blut abzunehmen Ich wünsche euch eine gute Nacht.

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21. November 2017

Am Morgen stelle ich wie immer den Wecker vom Natel ab. Da sah ich, dass mir Daniel Koster geschrieben hat. Er fragte mich, ob ich heute Zeit hätte. Er würde schnell zu Besuch kommen. Ich sah auf meinen Plan und habe gesehen, dass ich nur Arztvisite hatte. Also sagte ich ihm zu. Ich habe Daniel in Susch kennengelernt. Er ist Fahrlehrer. Bei ihm hätte ich sehr gerne Autofahren gelernt, aber von Pratteln nach St. Gallen war mir etwas zu weit.

Also nicht ganz ausgeruht, aber einigermassen gut auf den Beinen, machte ich mich mal wieder auf den Weg zur Blutabnahme. Mich hat es gewundert, dass ich so ruhig geblieben bin. So etwas kannte ich in solchen Situationen nicht. Normalerweise schlug mein Herz wie verrückt. Aber dieses Mal war es anders. Musste auch nicht lange warten. Sie lachte mich an und sagte: so, nehmen wir Ihnen jetzt nochmals Blut ab. Darauf ich: ja, Sie machen jetzt den 5. Versuch und alle haben gestern gesagt, dass es heute klappen wird. Sie setzte die Spritze an und ich habe gar nichts gemerkt. Sie sagte: es fliesst wunderbar. Und ich gerade aus: darf ich Sie umarmen? Ja, dürfen Sie, wenn ich fertig bin mit der Abnahme. Das liess ich mir keine 2 Mal sagen und umarmte sie herzlich und bedankte mich. Mein erster Erfolg seit ich hier bin. Jetzt kann ich etwas auf meiner Liste streichen. Glücklich und frei ging ich Frühstücken.

So, jetzt noch auf die Visite warten und danach ab Kaffee trinken. Auch heute musste ich nicht lange warten. Nach ein paar Minuten war ich auch schon wieder draussen. War auch nichts Grosses zu besprechen. Also ging ich rüber zum Café, da wartete Daniel schon. Ich habe mich riesig gefreut über den spontanen Besuch. Wir haben viel geredet. Da er etwa das Gleiche hatte wie ich, fällt einem das Reden schon einfacher und vor allem versteht man sich gegenseitig besser. Er hat mir Tipps gegeben, dass ich schon wieder schmunzeln musste. Ich sagte zu ihm: du kannst gut reden, ich bin aber noch lange nicht so weit wie du. Wie immer ging die Zeit viel zu schnell vorbei. Wer weiss, vielleicht gibt es ja wieder einen spontanen Besuch.

So, jetzt gibt es schon wieder Mittagessen. Nach einem vollen Bauch, obwohl ich nur die Hälfte gegessen habe, ging’s ab zur Körperwahrnehmung. Ich konnte mir nichts darunter vorstellen. War gespannt, was da kommen wird. Angekommen, sah ich nur eine Person in der Garderobe und 2 Frauen im Raum. Als ich hinein ging, haben sie sich vorgestellt. Die eine war die Therapeutin und die andere Praktikantin. Ich war schon wieder etwas unruhig und dachte mir: sind wir jetzt nur zu viert? Gefällt mir nicht so, denn ich bin immer eine, die sich gerne nach hinten verzieht. Aber leider war nichts damit, da musste ich halt jetzt durch. Die Therapeutin lachte, als ich ihr erzählte, warum ich nicht so gerne im Vordergrund stehe. Aber auch diese Stunde ging vorbei und es hat mir am Schluss so gut gefallen, dass ich mich schon auf das nächste Mal freue. Ich bin froh darüber, dass ich es ausprobiert hatte. Ich muss mir halt manchmal auch einen Ruck geben. Kommt meinem Mann sicher bekannt vor. Also ging ich wieder ins Zimmer und strickte an meiner Babydecke weiter. Ich wollte sie heute unbedingt fertig machen, was ich auch geschafft habe. Aber jetzt kommt das Aber! Ich war nicht zufrieden wie sie am Schluss ausgesehen hat, also machte ich alles wieder auf und fing von vorne an. Machte aber nicht mehr lange, weil ich noch nach draussen gehen wollte. Die Sonne hat so schön gestrahlt, da musste man ja raus gehen. Nach 50 Minuten bin ich wieder zurück gewesen. Machte noch ein wenig dies und das und schon war wieder Nachtessen. Sass noch keine 5 Minuten am Tisch, kam die Pflegefachfrau zu mir. Sie gab mir schon zum 3. Mal einen neuen Plan. Und immer fällt etwas aus bei mir. Das erinnert mich an etwas ganz Schlimmes. Einmal so, einmal so. Ich hätte heute Nachmittag Maltherapie gehabt, aber da es nicht auf meinem anderen Plan stand, ging ich nicht hin. Ich wollte das gleich regeln nach dem Essen. Nicht, dass sie noch meinen, ich mache meine Therapien nicht mit. Meine Bezugsperson sagte, dass im Moment ein Puff mit den Plänen sei. Und wenn ich unsicher wäre, lieber 2 Mal fragen als gar nicht. Ist ja nicht mein Problem, dachte ich mir. So, das war heute einigermassen ein schöner Tag. Ich bin zwar jetzt sehr müde, möchte aber noch ein wenig stricken. Aber dieses Mal etwas für mich.

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22. November 2017

Als mich heute der Klingelton geweckt hatte, konnte ich gar nicht glauben, dass es schon wieder Morgen ist. Ich habe ja nicht mal richtig angefangen zu schlafen. Es blieb mir nichts anderes übrig als aufzustehen. Ich hatte nicht so viel Zeit zum Trödeln, da ich um 8.00 schon Achtsamkeitsgruppe hatte. Ich konnte mir nicht vorstellen, was das sein könnte. Aber wir werden es bald erfahren. Nach dem Morgenessen ging ich los zur Therapie. Es war also sehr interessant, so seinen Körper wahrzunehmen. Ich hätte nicht gedacht, dass mir das helfen würde, aber es war tatsächlich so. Nur mit dem Atmen habe ich so meine Probleme. Und wenn ich noch meinen Herzschlag spüre, wird das Atmen bei mir noch schneller. Aber ich hoffe, dass ich das auch noch lernen werde. Es gab 3 Übungen, die wir machen mussten und danach immer kurz erzählen, ob man was gespürt hat oder sich etwas verändert hat. Ich muss sagen, es war spannend. Als wir fertig waren, ging ich wieder zurück in die Lounge. Dort strickte ich noch ein wenig. Und da ich um 11.00 noch Physiotherapie hatte, ging ich vorher noch raus an die Sonne, spazieren. Da ich genug Zeit hatte, ging ich wie meistens meine Strecke, wo ich bei einem Bauernhof vorbei komme mit vielen Kühe und Schweinen. Und jedes Mal, wenn ich vorbeilaufe, schauen mir die Kühe hinterher. Ich finde das immer so herzig. Sie drehen richtig den Kopf rum und schauen mir nach. Heute war es auch wieder so lustig. Ich hätte gerne gewusst, was die denken, wenn sie so schauen. Die Gesichter der Kühe, einfach köstlich. So, ich musste mich beeilen, sonst komme ich noch zu spät. Bevor es los ging mit der Therapie, erzählte ich ihm kurz, wie es mir das letzte Mal ergangen ist. Auch wegen meiner Rückenschmerzen. Er schaute mich an und ich weiss ja, ich bin ein besonderer Fall. Er zurück: nein, Sie sind nicht ein besonderer Fall, sie sind Frau Rothacher. Ich war im Moment still und dachte mir, eigentlich hat er Recht mit dem was er sagte. Warum sage ich immer: ich bin das, ich bin dies usw. Nein, ab jetzt bin ich die Frau Rothacher. Und wenn ich etwas habe und ich es nicht selber in den Griff bekomme, gehe ich zum Arzt ohne zu denken, dass ich Schuld oder kompliziert bin. Ich bin Frau Rothacher. Oh je, diese Handgriffe mochte ich gar nicht. Er drückte mir auf der Seite in die Rückenmuskeln hinein. Mein Gott, hat mir das wehgetan. Ich habe mir gedacht, das kommt nicht mehr so gut raus wie beim letzten Mal. Ich blieb tapfer und liess es über mich ergehen. Am Schluss gab’s noch eine kleine Massage, die mir zwar auf der rechten Seite auch sehr wehtat, aber sie war trotzdem schön. Als ich fertig war, war ich dermassen kaputt, dass ich kaum laufen konnte. Das war auch so eine meiner Schwächen, die ich daheim hatte. Ich hatte auch sehr Mühe mit dem Mittagessen. Da ich erst später noch ein Gespräch hatte, ging ich wieder in mein Zimmer. Ich konnte kaum die Augen offenhalten, so müde war ich. Hinlegen wollte ich mich nicht, sonst hätte ich abends wieder Probleme. Neben mir ist heute eine ältere Frau eingezogen. Sie hatte geweint als sie sich vorstellte bei mir. Sie sagte, sie hätte vor allem Angst. Ich habe ihr gesagt, sie solle bei mir klopfen, wenn sie Hilfe braucht. Normalerweise wollte ich das nicht machen, weil ich für mich schauen muss und nicht für andere. Aber sie tat mir leid. Es ging auch nicht lange und sie hat an die Türe geklopft. Ich habe ihr beim Handy geholfen. Mein Mann wird stolz auf mich sein, wenn er das liest. Ich und Handy erklären, aber ich habe es geschafft. Danach musste ich ihr noch den Fernseher und den Tresor erklären. Ich fragte, ob sie noch mit mir einen Tee trinken möchte. Sie sagte zu. Wir sassen draussen an der Sonne. Das Wetter war traumhaft. Anstatt spazieren zu gehen, wartete ich lieber auf das Gespräch. Aber ich spürte einfach, dass es mir wieder etwas komisch wurde. Ich spürte einen leichten Rückfall. Auch ein Druck im Kopf war zu spüren. Ich erzählte es der Bezugsperson. Und sie sagte zu mir, dass sie etwas mitgebracht habe, was mich ablenken wird. Sie hatte verschiedene Aromen mit dabei, die ich mir aussuchen durfte, aber ohne zu wissen, was es ist. Unter anderem machte sie sich einen Spass daraus und gab mir ein Fläschchen zum Riechen. Mein Gott hat das gestunken. Sie musste so lachen und sagte: das wollte ich jetzt einfach machen. Ich fragte, was das gewesen sei? Sie sagte etwas von einer Wurzel, aber den Namen weiss ich nicht mehr. Es war sehr spannend. Am Schluss habe ich mir 3 Düfte ausgesucht. Die habe ich jetzt bei mir. Einer ist für die Nase und die anderen zum Beruhigen. Ich muss sagen, top. So konnte ich mich wieder ein wenig ablenken. Als wir fertig waren, ging ich nicht mehr raus, ich habe mir heute eine Pause gegönnt. Ich strickte noch ein wenig und half in der Küche das Raclette vorzubereiten. Das müssen die Leute machen, die das Raclette bestellt haben, alles andere macht die Hauswirtschaft. Heute ist ja wieder Mittwoch. Und wie beim letzten Mal wollte ich und die andere Patientin wieder zum Gottesdienst gehen. Sie kam aber zu mir und sagte, ich kann nicht mitkommen, ich habe eine Blasenentzündung. Ok, dann gehe ich auch nicht. Ich dachte ein paar Sekunden nach und ging zu ihr zurück und sagte, dass ich doch gehe. Ich wollte die Pfarrersfrau nicht im Stich lassen. Und mich beruhigte das auch etwas. Und man durfte immer eine Kerze anzünden. Wir waren heute nur zu fünft dort, aber es war wie immer schön. Was nicht so schön war, war wieder mein hoher Blutdruck. Na ja, was soll‘s, es gibt Schlimmeres als das. So, jetzt geniesse ich noch den Rest vom Abend. Ich wünsche eine gute Nacht.

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23. November 2017

Wenn ich gewusst hätte, wie mein Tag heute werden wird, wäre ich lieber im Bett geblieben. Da hätte ich mehr davon gehabt. Es ging mir immer noch nicht so gut. Mein Puls war wieder zu hoch und ich hatte Herzrasen wie jeden Morgen. Ich habe ganz vergessen, dass ich heute um 8.00 Walking gehabt hätte mit einer Begleitperson. Das habe ich völlig vergessen. Da ich eh die einzige war, war es nicht so schlimm. Man muss sich eben einschreiben, wenn man mitmöchte. Das steht aber leider nicht auf dem Plan und deswegen habe ich nicht mehr daran gedacht. Na ja, das war kein Weltuntergang. Ich glaube, die Begleitperson war auch froh. Also mir kam es so vor. Also ging ich Morgenessen und wieder zurück ins Zimmer. Um 9.30 Uhr hatte ich wieder ein Gespräch mit meiner Psychologin. Dort angekommen, hatte ich schon Mühe mit Reden. Meine Stimme versagte zwischendurch. Ich erzählte wieder und sie hörte zu. Ich hatte schon mit Tränen gerechnet, aber dieses Mal konnte ich reden ohne nasse Augen. Und wie immer, wenn es am Schönsten ist, muss man aufhören. Danach ging es gleich weiter zum Sozialdienst. Ich versprach mir da gar nichts. Meine Bezugsperson ist mir zur Seite gestanden. Als ich ihm kurz erzählte, wie alles gelaufen sei, meinte er, dass es schwierig sein würde an die IV zu kommen, da ich selber gekündigt hatte. Ich selber wusste das ja schon im Voraus. Aber zu diesem Zeitpunkt hatte ich einfach keine Kraft mehr zu kämpfen. Ich war körperlich so angeschlagen. Und nur das schon zu erzählen, löste in mir eine Wut aus, dass mir die Tränen flossen. Er fragte mich, ob ich mir vorstellen könnte, in einem Altersheim zu arbeiten, als freiwillige Helferin. Einfach nur für die Bewohner da zu sein oder spazieren gehen oder ein Spielnachmittag machen oder einfach zuhören. Es gibt ja einige Möglichkeiten. Das habe ich mir auch schon ein paar Mal überlegt, sagte ich. Er hat meiner Bezugsperson noch ein paar Adressen gegeben wo sie sich mal schlau machen und mit mir anschauen kann. Ich war froh, dass wir wieder gehen konnten. Das Gespräch hat mich so mitgenommen. Ich wollte gerade zum Mittagessen gehen, da steckte mir meine Bezugsperson einen Zettel zu. Ich hätte um 15.30 Uhr eine kleine Info gehabt über das Werken. Sie hat gesagt, dass es schon um 13.00 los ginge, den Punkt auf dem Zettel soll ich streichen. Ich schaute auf die Uhr, super, jetzt kann ich das Essen wieder runter schlingen. Gesagt getan. Also machte ich mich auf den Weg dorthin. Ich laufe die Treppe hinauf und sah schon die Patienten, die im Kreis sassen. Ich bin doch nicht zu spät, dachte ich mir. Jetzt haben die schon wieder angefangen wie beim letzten Mal. Das nervte mich schon wieder. Essen runter schlingen und dann kommt man noch zu früh und die haben trotzdem schon angefangen, super! Also ging ich hinein und setzte mich zu ihnen. Nach 2 Minuten ist mir aufgefallen, dass ich die Info Führung schon hatte, wieso musste ich das nochmals machen? Ich fragte die Leiterin und sie schaute auf ihre Liste. Sie meinte, mein Name steht gar nicht drauf. Ich erklärte ihr, dass der Mann, der die Info durchgeführt hatte mich schon für alles angemeldet und eingetragen hat. Ok, meinte sie, da ist etwas schiefgelaufen. Sie könne jetzt aber nicht telefonieren, ich müsste warten oder zurückgehen. Also ich raus, wieder zurück. Eine Pflegefachfrau kam grad aus ihrem Büro und ich erzählte ihr davon. Nach langem hin und her kam ein Telefon, ich soll wiederkommen, wenn ich möchte oder warten bis zur Genusstherapie. Also ich wieder zurück, da war eine andere Frau dort, die mich empfangen hat. Sie hat sich auch entschuldigt bei mir. Zum Reden blieb uns nicht viel Zeit, da ich ja gleich zur nächsten Therapiegruppe gehen musste. Jetzt darf ich Morgen anfangen mit Werken. Ich habe mich zwar für die Kleingruppe angemeldet, aber die fiel schon zum zweiten Mal aus. Und ich wollte jetzt endlich anfangen mit Werken. Also sagte ich für Morgen zu, einfach mit einer grösseren Gruppe. Bin gespannt wie es sein wird. So, ab zur Genusstherapie. Das hat mir sehr gut gefallen. Da geht es um das spüren, riechen, hören und vieles mehr. Wir durften heute ein Peeling machen mit Olivenöl und Zucker. Als es dicklich wurde, durften wir es auf die Hand geben und richtig schön damit einreiben. Das war genial. Sie hat uns ein paar Sachen gezeigt, wo gewisse Punkte an den Händen sind und wie man diese massiert. Ich habe jetzt noch schöne weiche Hände. Danach mussten wir etwas essen, das aussah wie Vogelfutter und raten, was es war. Ich war wirklich der Meinung, es wären Datteln gewesen. Wir haben es nicht rausgefunden. Es waren Maulbeeren. Habe noch nie etwas davon gehört, auch die anderen nicht. Am Schluss gab es noch eine Geschichte. Mir hat das so gut gefallen, dass ich mich schon auf das nächste Mal freue. So, zurück mich umziehen und etwas spazieren gehen. Ich habe das etwas vernachlässigt. Ich klopfte bei meiner Nachbarin um sie zu fragen, ob sie mitkommen möchte. Sie sagte zu und machte sich auch parat. Wir haben uns aber nur für eine halbe Stunde eingeschrieben, weil sie nicht zu lange wollte. Ich war auch froh darüber. Also gingen wir los und ich erzählte ihr, wo ich schon überall gelaufen bin. Ich erzählte ihr auch von den Kühen. Sie meinte: wollen wir dorthin gehen? Ich: wir können schon, wir müssen einfach schauen, dass wir nicht zu spät zurückkommen, sonst suchen sie uns noch. Also wir zu den Kühen, haben ein bisschen geredet mit ihnen. Eine sah sehr traurig aus. Die tat mir so leid. Aber ich konnte sie ja nicht mitnehmen. Beim Zurücklaufen erzählte mir die Frau, wieso sie hier sei, dabei fing sie an zu weinen. Es ging nicht lange und es fing bei mir auch wieder an. Das ist einfach ein Zeichen meines Körpers. Wenn es mir nicht gut geht oder mir alles zu viel wird, muss ich weinen. Trotzdem hat es gut getan ein bisschen an der frischen Luft zu laufen. Bis zum Nachtessen sassen wir noch in der Lounge und strickten. Nach dem Nachtessen ging ich wieder meinen Blutdruck messen, aber der war immer noch gleich hoch wie am Morgen. Na ja, es ist so wie es ist. Ich setzte mich noch mit den anderen wieder in die Lounge. Aber nicht lange, da mich der Lärm der anderen aufgeregt hat. Man kann ja lustig sein, aber nicht so. Also ging ich ins Zimmer und genoss die Ruhe.

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24. November 2017

Heute ist schon wieder Freitag. Die Zeit geht so schnell vorbei. Von meinem Blutdruck rede ich gar nicht mehr. Ich glaube, der will gar nicht mehr runter. Mein heutiger Tag fing mit Werken an. Wie ich schon geschrieben hatte, wäre ich ja bei einer kleineren Gruppe eingeteilt, aber da es schon 2 Mal ausgefallen war, entschied ich, es in der grossen Gruppe zu probieren. Da die Räume ja gross waren, suchte ich mir einen ruhigen Platz aus, wo noch nicht viele sassen. Die Leiterin hat sich vorgestellt, wobei ich sie schon von der Genusstherapie her kannte. Nach ein paar Minuten ging sie mit mir und drei anderen Frauen runter zu den Räumen, wo die verschiedenen Materialen waren. Da ich mich ja noch nicht auskannte, hat sie mir die Materialen ausgesucht. Ab wieder nach oben und alles parat legen. Ich musste wieder warten, da die Therapeutin diese Gruppe alleine leitete. Ich fand es schade, dass sie das alleine machte. Es waren doch einige Patientinnen da. Und jede Person bastelte oder malte etwas anderes. So musste man halt immer wieder warten. Nach einiger Zeit kam sie und zeigte mir, wie man die Latten anzeichnet und mit Nägeln vorhämmert. Das war ja lustig, ich und Nägel einschlagen. Das habe ich noch nie gemacht oder ich kann mich daran nicht erinnern. Auf jeden Fall hat es mir gut gefallen, vor allem weil es ein Geschenk werden wird für meinen Mann. So, alles vorbereitet und wieder warten. Ich musste diese Latten an einen Kreis fest nageln. Es hat mir viel Spass gemacht. Da schon bald die Zeit wieder vorbei war, fragte ich sie, ob sie mir helfen könne, meine Kastanie, die ich gefunden hatte, etwas zu verschönern. Ich durfte mir die Sachen aussuchen und wir haben es zusammen gemacht. Alleine konnte man das nicht. Jetzt habe ich diesen Glücksbringer um den Hals. Ich hoffe, er hilft mir auch. Am Schluss habe ich sie noch gefragt, ob es für einen Aschenbecher aus Ton reichen würde bis Weihnachten. Sie sagte ja, das machen wir gleich am Montag, so kann er eine Woche lang trocknen. Den möchte ich für meinen Schwiegersohn Andy machen. Er ist St. Gallen Fan. So, ich zog mir die Jacke an und wollte gehen. Sie rief mir zu, ob ich noch schnell bleiben könnte. Kein Problem. Sie wollte von mir nochmals wissen, ob ich jetzt bei ihr bleiben möchte oder nachher in die Kleingruppe. Ich sagte, dass ich bei ihr bleiben werde, es hat mir gefallen. Sie war so glücklich darüber und wisst ihr, wieso? Ihr gefällt meine Sprache. Fand ich so süss. Sie kommt ursprünglich aus Liestal. Also zurück ins Zimmer und dort blieb ich bis zum Mittagessen. Um 13.00 hatten wir ja wieder unsere Hausrunde, die ich nicht mag. Er wird immer ein Ball zu einer Person geworfen und die musste anfangen zu erzählen wie die Woche war. Da sich niemand meldete, sagte ich, dass sie ihn mir zuwerfen sollen. Das hätte ich früher nie gemacht, aber das war eine meiner Veränderungen, die ich an mir bemerkte. Man fängt ja immer klein an und irgendwann hat man das Ziel erreicht. Ich muss einen Schritt nach dem anderen machen und hoffen, dass ich durchhalte. Es war heute auch etwas emotional. Es gab vier Verabschiedungen. Die verlassen nächste Woche die Klinik. Als wir fertig waren mit allem, gab es wieder ein feines Dessert, Vanilleeis mit heissen Himbeeren und Rahm, dazu einen Kaffee. Danach ging ich wieder ins Zimmer. Ich überlegte lange hin und her, ob ich noch spazieren gehen soll. Eigentlich hatte ich keine Lust, entschied mich aber doch noch zu gehen, auch alleine. Ich habe fast eine Stunde geschafft. Nachher ab zum Singen. Dieses Mal hat es mir nicht so gefallen. Lag wahrscheinlich daran, dass ich müde war und etwas abwesend. Nachher wieder aufs Zimmer zurück bis zum Nachtessen. So, jetzt setze ich mich noch ein wenig in die Lounge. Und heute probiere ich mal früher ins Bett zu hüpfen. Gute Nacht.

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