Kitabı oku: «Zürcher Bibel», sayfa 28
4. Mose 13
1. (die Lutherbibel hat für 13,1-34 die Zählung 12,16; 13,1-33) DARNACH aber brach das Volk von Hazeroth auf und lagerte sich in der Wüste Paran.
2. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
3. Sende Männer aus, das Land Kanaan auszukundschaften, das ich den Israeliten geben will; je einen Mann aus jedem Stamme sollst du schicken, lauter solche, die Fürsten unter ihnen sind.
4. Und Mose entsandte sie aus der Wüste Paran, nach dem Befehl des Herrn, lauter Männer, die Häupter der Israeliten waren.
5. Und dies sind ihre Namen: Sammua, der Sohn Sakkurs, vom Stamme Ruben;
6. Saphat, der Sohn Horis, vom Stamme Simeon;
7. Kaleb, der Sohn Jephunnes, vom Stamme Juda;
8. Jigeal, der Sohn Josephs, vom Stamme Issaschar;
9. Hosea, der Sohn Nuns, vom Stamme Ephraim;
10. Palti, der Sohn Raphus, vom Stamme Benjamin;
11. Gaddiel, der Sohn Sodis, vom Stamme Sebulon;
12. Gaddi, der Sohn Susis, vom Stamme Joseph, vom Stamme Manasse;
13. Ammiel, der Sohn Gemallis, vom Stamme Dan;
14. Sethur, der Sohn Michaels, vom Stamme Asser;
15. Nahbi, der Sohn Wophsis, vom Stamme Naphthali;
16. Gehuel, der Sohn Machis, vom Stamme Gad.
17. Das sind die Namen der Männer, die Mose aussandte, das Land auszukundschaften. Hosea aber, dem Sohne Nuns, gab Mose den Namen Josua.
18. Als nun Mose sie aussandte, das Land Kanaan auszukundschaften, sprach er zu ihnen: Zieht hier hinauf in das Südland und steigt auf das Gebirge;
19. seht, was es für ein Land ist und ob das Volk, das darin wohnt, stark oder schwach, klein oder gross ist,
20. wie das Land beschaffen ist, in dem sie wohnen, ob gut oder schlecht, und was für Städte es sind, in denen sie wohnen, ob offene Orte oder Festungen,
21. wie der Boden ist, ob fett oder mager, und ob Bäume daselbst wachsen oder nicht. Haltet euch tapfer und bringt von den Früchten des Landes mit. Es war aber gerade die Zeit der ersten Trauben.
22. Da zogen sie hinauf und kundschafteten das Land aus, von der Wüste Zin bis nach Rehob, wo man nach Hamath geht.
23. Sie zogen hinauf in das Südland und kamen bis nach Hebron; da wohnten Ahiman, Sesai und Thalmai, die Enakskinder. Hebron aber war sieben Jahre früher erbaut worden als Zoan in Ägypten.
24. Dann kamen sie ins Tal Eskol und schnitten daselbst eine Rebe mit einer Weintraube ab und trugen sie zu zweit an einer Stange, auch einige Granatäpfel und Feigen.
25. Den Ort nennt man Tal Eskol (d. h. Traubental) wegen der Weintraube, welche die Israeliten dort abgeschnitten haben.
26. Nach vierzig Tagen aber, als sie das Land ausgekundschaftet hatten, kehrten sie um,
27. und sie wanderten und kamen zu Mose und Aaron und zu der ganzen Gemeinde der Israeliten in die Wüste Paran, nach Kades; und sie brachten ihnen und der ganzen Gemeinde Bericht und zeigten ihnen die Früchte des Landes.
28. Und sie erzählten Mose und sprachen: Wir sind in das Land gekommen, in das du uns gesandt hast. Wohl fliesst es von Milch und Honig, und dies sind seine Früchte;
29. aber das Volk, das darin wohnt, ist stark, und die Städte sind sehr fest und gross. Auch die Enakskinder haben wir daselbst gesehen.
30. Die Amalekiter bewohnen das Gebiet des Südlands; die Hethiter, Jebusiter und Amoriter wohnen auf dem Gebirge, und die Kanaaniter wohnen am Meer und am Ufer des Jordan.
31. Kaleb aber beschwichtigte das Murren des Volkes wider Mose und sprach: Lasst uns gleichwohl hinaufziehen und das Land erobern; wir vermögen es gewiss zu überwältigen.
32. Aber die Männer, die mit ihm hinaufgezogen waren, sprachen: Wir können nicht gegen dieses Volk ziehen; es ist uns zu stark.
33. Und sie berichteten den Israeliten schlimme Dinge von dem Lande, das sie ausgekundschaftet hatten, und sprachen: Das Land, das wir durchzogen haben, um es auszukundschaften, verzehrt seine Bewohner, und das ganze Volk, das wir darin sahen, besteht aus hochgewachsenen Leuten.
34. Wir sahen dort auch die Riesen, die Enakiter aus dem Riesengeschlecht, und wir kamen uns vor wie Heuschrecken, und so erschienen wir auch ihnen.
4. Mose 14
1. DA erhob die ganze Gemeinde ihre Stimme und schrie, und das Volk wehklagte in jener Nacht.
2. Und alle Israeliten murrten wider Mose und Aaron, und die ganze Gemeinde sprach zu ihnen: Ach, dass wir doch in Ägypten gestorben wären! Oder wären wir doch hier in der Wüste gestorben!
3. Warum will uns der Herr in dieses Land bringen, dass wir durch das Schwert fallen, dass unsre Frauen und Kinder zum Raube werden? Ist es nicht besser, wir ziehen wieder nach Ägypten?
4. Und sie sprachen zueinander: Lasst uns einen Führer wählen und wieder nach Ägypten ziehen!
5. Da warfen sich Mose und Aaron vor der ganzen Versammlung der Gemeinde Israels auf ihr Angesicht.
6. Josua aber, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jephunnes, die das Land mit ausgekundschaftet hatten, zerrissen ihre Kleider
7. und sprachen zu der ganzen Gemeinde der Israeliten: Das Land, das wir durchzogen haben, um es auszukundschaften, ist ein sehr, sehr schönes Land.
8. Wenn der Herr uns wohlwill, wird er uns schon in dieses Land bringen und es uns geben, ein Land, das von Milch und Honig fliesst.
9. Nur seid nicht widerspenstig gegen den Herrn, und fürchtet euch nicht vor dem Volk dieses Landes; denn wir werden sie verschlingen. Ihr Schutz ist von ihnen gewichen, mit uns aber ist der Herr; fürchtet euch nicht vor ihnen.
10. Als nun die ganze Gemeinde sie steinigen wollte, da erschien die Herrlichkeit des Herrn am heiligen Zelte vor allen Israeliten.
11. Und der Herr sprach zu Mose: Wie lange noch will mich dieses Volk verachten? Und wie lange wollen sie mir nicht vertrauen trotz all der Zeichen, die ich unter ihnen getan habe?
12. Ich will sie mit der Pest schlagen und sie ausrotten, dich aber will ich zu einem Volke machen, das grösser und stärker ist als sie.
13. Da sprach Mose zum Herrn: Die Ägypter haben gehört, dass du dieses Volk durch deine Kraft aus ihrer Mitte heraufgeführt hast,
14. und auch alle Bewohner dieses Landes haben gehört, dass du, o Herr, inmitten dieses Volkes weilst, der du von Angesicht zu Angesicht dich offenbarst, du, der Herr, indem deine Wolke über ihnen steht und du bei Tage in einer Wolkensäule und des Nachts in einer Feuersäule vor ihnen her ziehst.
15. Wenn du nun dieses Volk tötest wie einen Mann, so werden die Völker, die von dir gehört haben, sprechen:
16. «Weil der Herr dieses Volk nicht in das Land bringen konnte, das er ihnen zugeschworen hatte, darum hat er sie in der Wüste hingeschlachtet.»
17. So lass nun deine Kraft, o Herr, sich gross erweisen, wie du ja verheissen hast:
18. «Der Herr ist langmütig und reich an Güte, er verzeiht Schuld und Missetat, lässt aber nicht ganz ungestraft, sondern sucht die Schuld der Väter heim an Kindern und Kindeskindern bis ins dritte und vierte Geschlecht.»
19. Vergib doch diesem Volke seine Schuld nach deiner grossen Güte, wie du ihm schon von Ägypten an bis hierher verziehen hast.
20. Und der Herr sprach: Ich vergebe, wie du gebeten hast.
21. Aber, so wahr ich lebe und die ganze Erde der Herrlichkeit des Herrn voll werden soll:
22. alle Männer, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben, die ich in Ägypten und in der Wüste getan, und die mich nun schon zehnmal versucht und nicht auf mich gehört haben,
23. sie sollen das Land nicht schauen, das ich ihren Vätern zugeschworen habe; keiner von allen, die mich verworfen haben, soll es schauen!
24. Nur meinen Knecht Kaleb, der einen andern Geist gezeigt und unwandelbar zu mir gehalten hat, den will ich in das Land bringen, in das er gekommen ist, und sein Geschlecht soll es besitzen.
25. Die Amalekiter und Kanaaniter aber bleiben in der Niederung wohnen. Morgen wendet euch und zieht in die Wüste auf dem Wege nach dem Schilfmeer.
26. Und der Herr redete mit Mose und Aaron und sprach:
27. Wie lange soll ich dieser bösen Gemeinde vergeben? Das Murren, das die Israeliten wider mich erheben, habe ich gehört.
28. Sage zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht der Herr, ich will euch tun, wie ihr vor meinen Ohren geredet habt:
29. Hier in der Wüste sollen eure Leiber zerfallen, und zwar alle von euch, die gemustert worden sind, die ganze Zahl, von zwanzig Jahren an und darüber, weil ihr wider mich gemurrt habt.
30. Ihr sollt nicht in das Land kommen, das ich euch zum Wohnsitz geben wollte, wie ich geschworen habe, keiner ausser Kaleb, dem Sohne Jephunnes, und Josua, dem Sohne Nuns.
31. Eure Kinder aber, von denen ihr sagtet, sie würden zum Raube werden, die will ich hineinbringen, damit sie das Land, das ihr verschmäht habt, in Besitz nehmen.
32. Eure eignen Leiber jedoch sollen hier in der Wüste zerfallen,
33. und eure Söhne sollen vierzig Jahre lang in der Wüste Hirten sein und für eure Untreue büssen, bis eure Leiber in der Wüste aufgerieben sind.
34. Nach der Zahl der Tage, in denen ihr das Land ausgekundschaftet habt - von den vierzig Tagen soll jeder ein Jahr gelten -, werdet ihr an eurer Schuld zu tragen haben, vierzig Jahre lang, damit ihr erfahret, was es sei, wenn ich die Hand abziehe.
35. Ich, der Herr, habe es gesagt: Fürwahr, so werde ich dieser ganzen bösen Gemeinde tun, die sich wider mich zusammengerottet hat: hier in der Wüste sollen sie aufgerieben werden, und hier sollen sie sterben.
36. Die Männer aber, die Mose gesandt hatte, das Land auszukundschaften, und die nach ihrer Rückkehr die ganze Gemeinde zum Murren wider ihn verleitet hatten, indem sie schlimme Dinge von dem Lande berichteten -
37. diese Männer, die schlimme Dinge über das Land berichteten, starben eines plötzlichen Todes vor dem Herrn.
38. Nur Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jephunnes, blieben am Leben von den Männern, die gegangen waren, das Land auszukundschaften.
39. Als Mose diese Worte allen Israeliten kundtat, kam tiefe Betrübnis über das Volk.
40. Und am andern Morgen in der Frühe machten sie sich fertig, auf die Höhe des Gebirges zu ziehen, und sie sprachen: Hier sind wir! Wir wollen hinaufziehen an den Ort, den uns der Herr gewiesen hat; denn wir haben gesündigt.
41. Mose aber sprach: Warum wollt ihr den Befehl des Herrn übertreten? Es wird nicht gelingen.
42. Zieht nicht hinauf - denn der Herr ist nicht unter euch -; sonst werdet ihr von euren Feinden geschlagen.
43. Die Amalekiter und Kanaaniter stehen euch dort entgegen, und ihr werdet durch das Schwert fallen; denn weil ihr euch vom Herrn abgewandt habt, wird der Herr nicht mit euch sein.
44. Aber vermessen zogen sie hinauf auf die Höhe des Gebirges, während die Bundeslade des Herrn und Mose das Lager nicht verliessen.
45. Da kamen die Amalekiter und Kanaaniter, die dort auf dem Gebirge wohnten, herab, schlugen sie und zersprengten sie bis nach Horma.
4. Mose 15
1. UND der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land eurer Wohnsitze kommt, das ich euch geben will,
3. und ihr dem Herrn ein Feueropfer darbringen wollt, sei es ein Brandopfer oder ein Schlachtopfer, um ein besonderes Gelübde zu erfüllen, oder als freiwillige Gabe oder an euren Festen, um dem Herrn ein lieblich duftendes Opfer zu bereiten von den Rindern oder von den Schafen,
4. so soll der, welcher dem Herrn seine Opfergabe darbringt, (auch) ein zehntel (Epha) Semmelmehl, mit einem viertel Hin Öl eingerührt, als Speisopfer darbringen.
5. An Wein zum Trankopfer aber sollst du, beim Brandopfer sowohl als beim Schlachtopfer, ein viertel Hin für jedes Lamm darbringen.
6. Wenn jedoch ein Widder geopfert wird, sollst du als Speisopfer zwei zehntel (Epha) Semmelmehl, mit einem drittel Hin Öl eingerührt, darbringen,
7. und an Wein zum Trankopfer auch ein drittel Hin; so bringst du dem Herrn ein lieblich duftendes Opfer dar.
8. Willst du aber einen jungen Stier als Brandopfer oder Schlachtopfer darbringen, sei es, um ein besonderes Gelübde zu erfüllen, oder als Heilsopfer für den Herrn,
9. so opfere man zu dem jungen Stier noch drei zehntel (Epha) Semmelmehl, mit einem halben Hin Öl eingerührt, als Speisopfer,
10. und an Wein zum Trankopfer sollst du ein halbes Hin darbringen. Das ist ein lieblich duftendes Feueropfer für den Herrn.
11. So soll man es halten mit jedem Rind, mit jedem Widder und mit jedem Lamm oder Zicklein.
12. Der Zahl (der Tiere), die ihr opfert, soll auch die Zahl der Speisopfer und Trankopfer entsprechen.
13. Jeder Einheimische soll es mit diesen (Gaben) so halten, wenn er dem Herrn ein lieblich duftendes Feueropfer darbringt.
14. Und wenn ein Fremder, der bei euch wohnt, oder sonst einer, der je in Zukunft unter euch sich aufhält, dem Herrn ein lieblich duftendes Feueropfer darbringen will, so soll er es damit halten wie ihr.
15. Ein und dieselbe Satzung gilt für euch wie für den Fremden, der bei euch wohnt. Es ist eine ewiggültige Satzung für euch und eure Nachkommen, dass vor dem Herrn (d. h. beim Opfer) für den Fremden dasselbe gilt wie für euch.
16. Einerlei Gesetz und einerlei Recht soll gelten für euch und für den Fremden, der bei euch wohnt.
17. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
18. Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, in das ich euch bringen will,
19. und ihr von dem Brot des Landes esst, so sollt ihr ein Hebeopfer für den Herrn abheben:
20. als Erstling von eurer Grütze sollt ihr einen Kuchen zum Hebeopfer abheben; wie das Hebeopfer von der Tenne sollt ihr es abheben.
21. Von den Erstlingen eurer Grütze sollt ihr dem Herrn ein Hebeopfer geben in alle Zukunft.
22. Und wenn ihr aus Versehen irgendeines dieser Gebote nicht befolgt, die der Herr dem Mose gegeben hat,
23. irgend etwas von dem, was euch der Herr durch Mose geboten hat, von dem Tage an, da der Herr es gebot, und weiterhin von Geschlecht zu Geschlecht,
24. so soll, wenn es aus Versehen geschehen ist, ohne dass die Gemeinde es bemerkt hat, die ganze Gemeinde einen jungen Stier darbringen, ein lieblich duftendes Brandopfer für den Herrn, samt dem zugehörigen Speisopfer und Trankopfer, wie es recht ist, und einen Ziegenbock als Sündopfer.
25. Wenn so der Priester für die ganze Gemeinde Israels Sühne erwirkt hat, so wird ihnen vergeben; denn es war (nur) ein Versehen, und sie haben ihre Opfergabe, ein Feueropfer für den Herrn, und ihr Sündopfer vor dem Herrn für ihr Versehen dargebracht.
26. So wird es der ganzen Gemeinde Israels vergeben, auch dem Fremden, der unter euch wohnt; denn das ganze Volk hatte Teil an dem Versehen.
27. Wenn aber ein einzelner aus Versehen sich versündigt, so soll er eine einjährige Ziege als Sündopfer darbringen.
28. Und der Priester soll für einen solchen, der sich unvorsätzlich, aus Versehen versündigt hat, vor dem Herrn die Sühngebräuche vollziehen, um ihm Sühne zu erwirken; dann wird ihm vergeben.
29. Es soll für euch, wenn einer aus Versehen etwas tut, ein und dasselbe Gesetz gelten, für den Einheimischen unter den Israeliten wie für den Fremden, der unter ihnen wohnt.
30. Wenn aber ein einzelner vorsätzlich sich vergeht, es sei ein Einheimischer oder ein Fremder, der lästert den Herrn, und seine Seele soll aus seinem Volke ausgerottet werden;
31. denn er hat das Wort des Herrn verachtet und sein Gebot gebrochen; ausgerottet soll er werden, seine Schuld lastet auf ihm.
32. Zur Zeit, da die Israeliten in der Wüste waren, traf man einen Mann, der am Sabbat Holz sammelte,
33. und diejenigen, die ihn beim Holzsammeln getroffen hatten, brachten ihn vor Mose und Aaron und die ganze Gemeinde.
34. Und sie legten ihn in Gewahrsam; denn es war noch nicht entschieden, was mit ihm geschehen sollte.
35. Der Herr aber sprach zu Mose: Der Mann muss getötet werden; die ganze Gemeinde soll ihn ausserhalb des Lagers steinigen.
36. Da führte ihn die ganze Gemeinde vor das Lager hinaus und steinigte ihn zu Tode, wie der Herr dem Mose geboten hatte.
37. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
38. Rede mit den Israeliten und sage ihnen, sie sollen sich Quasten machen an den Zipfeln ihrer Kleider, sie und ihre Nachkommen, und an der Zipfelquaste eine Schnur von blauem Purpur anbringen.
39. Und die Quaste soll euch ein Zeichen sein, damit ihr, wenn ihr sie seht, aller Gebote des Herrn gedenket und darnach tuet und nicht den Gelüsten eures Herzens und eurer Augen nachgehet, die euch zum Treubruch verleiten,
40. damit ihr vielmehr all meiner Gebote gedenket und darnach tuet und so heilig seiet eurem Gott.
41. Ich bin der Herr, euer Gott, der ich euch aus dem Lande Ägypten herausgeführt habe, dass ich euer Gott sei - ich, der Herr, euer Gott.
4. Mose 16
1. EINST nahm Korah, der Sohn Jizhars, des Sohnes Kahaths, des Sohnes Levis, ferner Dathan und Abiram, die Söhne Eliabs, des Sohnes Pallus, des Sohnes Rubens,
2. die sich wider Mose empörten, 250 Männer aus Israel, Vorsteher der Gemeinde, die von der Versammlung berufen waren, angesehene Männer,
3. und sie rotteten sich zusammen wider Mose und Aaron und sprachen zu ihnen: Jetzt ist's genug! Denn die ganze Gemeinde ist heilig, alle miteinander, und der Herr ist mitten unter ihnen. Warum erhebt ihr euch über die Gemeinde des Herrn?
4. Als Mose das hörte, warf er sich auf sein Angesicht,
5. und er sprach zu Korah und seiner ganzen Rotte: Morgen wird der Herr kundtun, wer zu ihm gehört und wer heilig ist, dass er sich ihm nahen darf; wen er erwählt, der soll sich ihm nahen dürfen.
6. Du, Korah, und ihr, seine ganze Rotte, tut dieses: nehmt euch Räucherpfannen,
7. tut Feuer darein und legt morgen Räucherwerk darauf vor dem Herrn; wen dann der Herr erwählt, der ist heilig. Jetzt ist's genug, ihr Söhne Levis!
8. Und Mose sprach zu Korah: Hört doch, ihr Söhne Levis!
9. Ist es euch nicht genug, dass euch der Gott Israels aus der Gemeinde Israels ausgesondert hat, dass ihr ihm nahen dürft, um den Dienst an der Wohnung des Herrn zu verrichten und die Gemeinde zu bedienen?
10. Er hat dich und mit dir alle deine Brüder, die Söhne Levis, zu sich nahen lassen, und nun verlangt ihr auch noch das Priestertum!
11. Darum tut ihr euch zusammen wider den Herrn, du und deine ganze Rotte. Denn was ist Aaron, dass ihr wider ihn murrt?
12. Und Mose schickte hin und liess Dathan und Abiram, die Söhne Eliabs, rufen. Sie aber sprachen: Wir kommen nicht!
13. Ist es nicht genug, dass du uns aus einem Lande, das von Milch und Honig fliesst, heraufgeführt hast, um uns in der Wüste umkommen zu lassen? Willst du dich auch noch zum Herrn über uns aufwerfen?
14. Mitnichten hast du uns in ein Land, das von Milch und Honig fliesst, gebracht und uns Äcker und Weinberge zum Besitz gegeben! Willst du denn diesen Leuten die Augen ausstechen? Wir kommen nicht!
15. Da ergrimmte Mose sehr und sprach zu dem Herrn: Wende dich nicht zu ihrem Opfer. Nicht einen Esel habe ich ihnen genommen und keinem von ihnen ein Leid getan.
16. Und Mose sprach zu Korah: Du und deine ganze Rotte, erscheint morgen vor dem Herrn, du und sie und Aaron.
17. Und ein jeder nehme seine Räucherpfanne und lege Räucherwerk darauf; dann tretet vor den Herrn, ein jeder mit seiner Räucherpfanne - 250 Räucherpfannen; auch du und Aaron nehmt ein jeder seine Räucherpfanne.
18. Da nahmen sie ein jeder seine Räucherpfanne, taten Feuer darein und legten Räucherwerk darauf; dann traten sie an den Eingang des heiligen Zeltes, auch Mose und Aaron.
19. Korah aber versammelte wider sie die ganze Gemeinde am Eingang des heiligen Zeltes. Da erschien der ganzen Gemeinde die Herrlichkeit des Herrn.
20. Und der Herr redete mit Mose und Aaron und sprach:
21. Sondert euch ab von dieser Gemeinde, damit ich sie im Nu vertilge.
22. Sie aber warfen sich auf ihr Angesicht und sprachen: O Gott, du Gott des Lebensodems in allem Fleisch! Willst du, wenn ein einzelner sündigt, über die ganze Gemeinde zürnen?
23. Da redete der Herr mit Mose und sprach:
24. Rede mit der Gemeinde und sprich: Entfernt euch aus dem Bereich der Wohnung Korahs, Dathans und Abirams.
25. Nun machte sich Mose auf und ging zu Dathan und Abiram, und die Ältesten Israels folgten ihm.
26. Und er redete mit der Gemeinde und sprach: Weicht doch von den Zelten dieser gottlosen Menschen und rührt nichts an, was ihnen gehört, damit ihr nicht hingerafft werdet um ihrer Sünden willen.
27. Da entfernten sie sich aus dem Bereich der Wohnung Korahs, Dathans und Abirams. Dathan und Abiram aber waren herausgetreten und standen am Eingang ihrer Zelte mit ihren Frauen und Söhnen und kleinen Kindern.
28. Da sprach Mose: Daran sollt ihr erkennen, dass der Herr mich gesandt hat, um alle diese Taten zu vollbringen, und dass ich es nicht aus mir selber tue:
29. wenn diese sterben, wie alle Menschen sterben, und sie nur trifft, was alle Menschen trifft, so hat nicht der Herr mich gesandt;
30. wenn aber der Herr etwas Unerhörtes schafft, wenn die Erde ihren Mund auftut und sie verschlingt mit allem, was sie haben, sodass sie lebendig hinunterfahren in die Unterwelt, dann sollt ihr erkennen, dass diese Männer den Herrn gelästert haben.
31. Kaum hatte er alle diese Worte gesprochen, da spaltete sich der Boden unter ihnen,
32. und die Erde tat ihren Mund auf und verschlang sie samt ihren Familien und allen Menschen, die zu Korah gehörten, und all ihrer Habe.
33. Und sie fuhren mit allem, was sie hatten, lebendig hinunter in die Unterwelt, und die Erde deckte sie zu. So wurden sie aus der Gemeinde hinweggerafft.
34. Und alle Israeliten um sie her flohen bei ihrem Geschrei; denn sie dachten: Die Erde könnte uns auch verschlingen.
35. Es ging aber Feuer aus von dem Herrn und verzehrte die 250 Männer, die das Räucherwerk darbrachten.
36. (die Lutherbibel hat für Kap. 16,36-50; 17,1-13 die Zählung 17,1-28) Und der Herr redete mit Mose und sprach:
37. Sage Eleasar, dem Sohne Aarons, des Priesters, er solle die Räucherpfannen von der Brandstätte aufheben; das Feuer aber streue fernhin.
38. Denn die Räucherpfannen dieser Leute, die durch ihre Sünden ihr Leben verwirkt haben, sind dem Heiligtum verfallen. Man hämmere sie zu Blechen und überziehe den Altar damit; denn sie haben sie vor den Herrn gebracht, und dadurch sind sie dem Heiligtum verfallen. So sollen sie den Israeliten ein Mahnzeichen sein.
39. Da nahm Eleasar, der Priester, die ehernen Räucherpfannen, welche die Verbrannten herzugebracht hatten, und man hämmerte daraus einen Überzug für den Altar,
40. als Denkzeichen für die Israeliten, damit nicht ein Unberufener, einer, der nicht aus dem Geschlechte Aarons ist, sich nahe, um vor dem Herrn Räucherwerk zu opfern, und es ihm ergehe wie Korah und seiner Rotte, wie ihm der Herr durch Mose angekündigt hatte.
41. Am andern Morgen aber murrte die ganze Gemeinde Israels wider Mose und Aaron und sprach: Ihr habt das Volk des Herrn getötet.
42. Und als sich die Gemeinde wider Mose und Aaron zusammenrottete, wandten sie sich nach dem heiligen Zelte, und siehe, schon bedeckte es die Wolke, und die Herrlichkeit des Herrn erschien.
43. Da gingen Mose und Aaron vor das heilige Zelt.
44. Und der Herr redete mit Mose und Aaron und sprach:
45. Hebt euch hinweg aus dieser Gemeinde, damit ich sie im Nu vertilge. Da warfen sie sich auf ihr Angesicht,
46. und Mose sprach zu Aaron: Nimm die Räucherpfanne, tue Feuer vom Altar darein und lege Räucherwerk darauf, dann trage es eilends unter die Gemeinde und erwirke ihr Sühne; denn schon ist der Zorn von dem Herrn ausgegangen, schon hat die Plage begonnen.
47. Da nahm Aaron (die Räucherpfanne), wie Mose befohlen hatte, und lief mitten unter die Gemeinde. Und wirklich, schon hatte die Plage unter dem Volke begonnen; da räucherte er und erwirkte Sühne für das Volk.
48. Denn als er so zwischen die Toten und die Lebenden trat, da ward der Plage Einhalt getan.
49. 14 700 Menschen waren an der Plage gestorben, ausser denen, die um Korahs willen umgekommen waren.
50. Aaron aber kehrte zu Mose an den Eingang des heiligen Zeltes zurück, nachdem der Plage Einhalt getan war.