Kitabı oku: «Zürcher Bibel», sayfa 29
4. Mose 17
1. UND der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Rede mit den Israeliten und lass dir von ihnen je einen Stab für jeden Stamm geben, von jedem einzelnen ihrer Fürsten, Stamm für Stamm, (im ganzen) zwölf Stäbe, und schreibe eines jeden Namen auf seinen Stab.
3. Auf den Stab Levis aber sollst du den Namen Aarons schreiben; denn ein Stab kommt ihrem Stammeshaupt zu.
4. Dann lege sie vor (der Lade mit) dem Gesetze im heiligen Zelte nieder, wo ich mit dir zusammenzukommen pflege.
5. Und der Stab des Mannes, den ich erwähle, wird sprossen; so will ich das Murren der Israeliten, das sie wider euch erheben, beschwichtigen und mir ersparen.
6. Als Mose dies den Israeliten kundtat, gaben ihm alle ihre Fürsten je einen Stab, jeder einzelne Fürst, Stamm für Stamm, (im ganzen) zwölf Stäbe; auch der Stab Aarons war unter ihren Stäben.
7. Und Mose legte die Stäbe vor dem Herrn im Zelte des Gesetzes nieder.
8. Am andern Morgen aber, als Mose in das Zelt des Gesetzes trat, siehe, da hatte der Stab Aarons, vom Stamme Levi, gesprosst, hatte Schosse und Blüten getrieben und trug reife Mandeln.
9. Da brachte Mose die Stäbe alle von dem Herrn hinaus zu allen Israeliten, und sie sahen sie und nahmen ein jeder seinen Stab.
10. Der Herr aber sprach zu Mose: Trage den Stab Aarons wieder hinein vor das Gesetz, dass er verwahrt werde als ein Mahnzeichen für die Widerspenstigen; mache so ihrem Murren ein Ende, damit es mir erspart bleibe und sie nicht sterben müssen.
11. Und Mose tat, wie ihm der Herr geboten hatte; so tat er.
12. Die Israeliten aber sprachen zu Mose: Siehe, wir sterben dahin, wir kommen um, wir kommen alle um.
13. Jeder, der sich der Wohnung des Herrn naht, muss ja sterben! Sind wir nicht schon ganz und gar verloren?
4. Mose 18
1. UND der Herr sprach zu Aaron: Du und deine Söhne und dein ganzer Stamm mit dir, ihr seid verantwortlich für die Verfehlungen am Heiligtum; und du und deine Söhne mit dir, ihr seid verantwortlich für die Verfehlungen in eurem Priesteramt.
2. Aber auch deine Brüder, den Stamm Levi, den Stamm deines Vaters, lass mit dir herzutreten, dass sie sich dir anschliessen und dir dienen, wenn du mit deinen Söhnen vor dem Zelte des Gesetzes amtest.
3. Und sie sollen des Dienstes bei dir und des Dienstes am ganzen Zelte warten; nur dürfen sie den heiligen Geräten und dem Altar nicht nahen, sonst müssen sie sterben und ihr mit ihnen.
4. Sie sollen sich dir anschliessen und den Dienst am heiligen Zelte besorgen, alles, was es am Zelte zu tun gibt; ein Unberufener aber darf sich euch nicht nahen.
5. So wartet nun des Dienstes am Heiligtum und des Dienstes am Altar, dass nie mehr ein Zorn (Gottes) über die Israeliten komme.
6. Siehe, ich selbst habe die Leviten, eure Brüder, mitten aus den Israeliten ausgesondert als Gabe für euch; sie sind dem Herrn geschenkt, um die Arbeiten am heiligen Zelte zu verrichten.
7. Du aber und deine Söhne mit dir, ihr sollt eures Priesteramtes warten in allem, was es am Altar zu tun gibt und drinnen hinter dem Vorhang, und sollt Dienst tun; zum Geschenk gebe ich euch das Priestertum. Der Unberufene aber, der herzutritt, soll getötet werden.
8. Und der Herr sprach zu Aaron: Siehe, ich gebe dir von meinen Hebeopfern das, was zurückbehalten werden darf, von allen heiligen Gaben der Israeliten; ich gebe sie als Anteil dir und deinen Söhnen, als ewige Gebühr.
9. Dies soll dir gehören von den hochheiligen Gaben, soweit sie nicht verbrannt werden: alle ihre Opfergaben an Speisopfern, Sündopfern und Schuldopfern, die sie mir als Ersatz darbringen; als Hochheiliges soll es dir und deinen Söhnen zufallen.
10. An hochheiliger Stätte sollst du es essen; alles, was männlich ist, darf davon essen. Als heilig soll es dir gelten.
11. Auch dies soll dir zufallen: die Hebe von ihren (sonstigen) Gaben, von allen Webeopfern der Israeliten; ich gebe sie dir wie auch deinen Söhnen und Töchtern als ewige Gebühr. Wer rein ist in deinem Hause, darf davon essen.
12. Je das Beste vom Öl und je das Beste vom Wein und Korn, die Erstlinge, die sie dem Herrn geben, das gebe ich dir.
13. Die ersten Früchte von allem, was in ihrem Lande wächst, die sie dem Herrn darbringen, sollen dir zufallen. Wer rein ist in deinem Hause, darf davon essen.
14. Alles Gebannte in Israel soll dir zufallen.
15. Alle Erstgeburt von allem Fleisch, die sie dem Herrn darbringen, es sei ein Mensch oder ein Tier, soll dir zufallen; nur musst du die Erstgeburt von Menschen lösen lassen, und auch die Erstgeburt eines unreinen Tieres musst du lösen lassen.
16. Und was den Loskauf betrifft, so sollst du sie im Alter von einem Monat oder mehr nach deiner Schätzung lösen lassen, um fünf Lot Silber nach heiligem Gewicht, das Lot Silber zu zwanzig Gera.
17. Nur die Erstgeburt eines Rindes oder eines Schafes oder einer Ziege sollst du nicht lösen lassen; sie gehören dem Heiligtum. Ihr Blut sollst du an den Altar sprengen, und ihr Fett sollst du als lieblich duftendes Feueropfer für den Herrn verbrennen.
18. Ihr Fleisch aber soll dir zufallen; wie die Webebrust und die rechte Keule soll es dir zufallen.
19. Alle Hebeopfer von heiligen Gaben, welche die Israeliten für den Herrn abheben, gebe ich dir wie auch deinen Söhnen und Töchtern als ewige Gebühr. Das ist ein ewiger Salzbund vor dem Herrn für dich und dein Geschlecht.
20. Und der Herr sprach zu Aaron: Du sollst in ihrem Lande kein Erbgut besitzen und keinen Anteil unter ihnen haben. Ich bin dein Anteil und dein Erbgut unter den Israeliten.
21. Aber siehe, den Leviten gebe ich alle Zehnten in Israel als Erbgut für den Dienst, den sie tun, für den Dienst am heiligen Zelte.
22. Darum sollen die Israeliten dem heiligen Zelte künftig nicht mehr nahen, damit sie nicht Sünde auf sich laden und sterben,
23. sondern die Leviten sollen die Arbeiten am heiligen Zelte verrichten, und sie sind verantwortlich für ihre Verfehlungen; das ist ewiggültige Satzung, für euch und eure Nachkommen. Aber sie sollen unter den Israeliten kein Erbgut besitzen;
24. denn die Zehnten der Israeliten, die sie für den Herrn als Hebeopfer abheben, gebe ich den Leviten als Erbgut. Darum habe ich von ihnen gesagt, dass sie unter den Israeliten kein Erbgut besitzen sollen.
25. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
26. Zu den Leviten aber sollst du sagen: Wenn ihr von den Israeliten den Zehnten in Empfang nehmt, den ich euch von ihnen als Erbgut gegeben habe, so sollt ihr davon das Hebeopfer für den Herrn abheben, einen Zehnten vom Zehnten.
27. Und euer Hebeopfer wird euch angerechnet werden, wie (sonst) das Korn von der Tenne und die Fülle von der Kelter;
28. so sollt auch ihr das Hebeopfer für den Herrn abheben von allen Zehnten, die ihr von den Israeliten empfangt, und dieses Hebeopfer für den Herrn sollt ihr Aaron, dem Priester, übergeben.
29. Von allem, was euch geschenkt wird, sollt ihr das Hebeopfer für den Herrn abheben, und zwar jeweilen von seinem besten Teil, als die gebührende heilige Abgabe.
30. Und sprich zu ihnen: Wenn ihr so das Beste davon abhebt, so soll es (d. h. das Übrige) euch angerechnet werden, wie (sonst) der Ertrag der Tenne und der Ertrag der Kelter.
31. Und ihr dürft es an jedem Orte essen, ihr und eure Familie; denn es ist euer Lohn für euren Dienst am heiligen Zelte.
32. Dann werdet ihr seinethalben keine Sünde auf euch laden, sofern ihr das Beste davon abhebt, und ihr werdet die heiligen Gaben der Israeliten nicht entweihen und werdet nicht sterben müssen.
4. Mose 19
1. UND der Herr redete mit Mose und Aaron und sprach:
2. Dies ist die Vorschrift des Gesetzes, die der Herr gegeben hat: Sage den Israeliten, sie sollen dir eine fehllose rote Kuh bringen, an der sich kein Mangel findet und auf die noch kein Joch gekommen ist.
3. Die sollt ihr Eleasar, dem Priester, geben, und man soll sie vor das Lager hinausführen und dort in seiner Gegenwart schlachten.
4. Dann nehme Eleasar, der Priester, mit dem Finger von ihrem Blute und sprenge von ihrem Blute siebenmal gegen die Vorderseite des heiligen Zeltes.
5. Hierauf verbrenne man die Kuh vor seinen Augen: die Haut und das Fleisch, auch das Blut mitsamt dem Mist soll man verbrennen.
6. Der Priester aber nehme Zedernholz, Ysop und Karmesin und werfe es in das Feuer, in dem die Kuh verbrannt wird.
7. Dann soll der Priester seine Kleider waschen und seinen Leib in Wasser baden; nachher darf er wieder ins Lager kommen, doch bleibt er unrein bis zum Abend.
8. Auch derjenige, der sie verbrannt hat, soll seine Kleider mit Wasser waschen und seinen Leib in Wasser baden; auch er bleibt unrein bis zum Abend.
9. Und ein reiner Mann soll die Asche der Kuh sammeln und sie ausserhalb des Lagers an reiner Stätte niederlegen, damit sie der Gemeinde Israels für das Reinigungswasser aufbewahrt werde; es ist ein Sündopfer.
10. Auch derjenige, der die Asche der Kuh gesammelt hat, soll seine Kleider waschen und bleibt unrein bis zum Abend. Und dies soll den Israeliten und dem Fremden, der unter ihnen wohnt, als ewige Satzung gelten:
11. Wer einen Toten, den Leichnam irgendeines Menschen, berührt, der wird für sieben Tage unrein.
12. Er soll sich damit (d. h. mit solchem Wasser) am dritten und am siebenten Tage entsündigen, dann wird er wieder rein; wenn er sich aber am dritten und am siebenten Tage nicht entsündigt, so wird er nicht rein.
13. Ein jeder, der einen Toten, den Leichnam eines Verstorbenen, berührt und sich nicht entsündigt, der verunreinigt die Wohnung des Herrn, und seine Seele soll aus Israel ausgerottet werden; weil das Reinigungswasser nicht auf ihn gesprengt worden ist, bleibt er unrein, und seine Unreinheit haftet noch immer an ihm.
14. Wenn ein Mensch in einem Zelte stirbt, so gilt folgendes Gesetz: Jeder, der in das Zelt hineingeht, und jeder, der in dem Zelte ist, wird für sieben Tage unrein.
15. Und jedes offene Gefäss, auf dem kein Deckel festgebunden ist, wird unrein.
16. Auch jeder, der auf freiem Felde einen Erschlagenen oder sonst einen Toten oder ein menschliches Gerippe oder ein Grab berührt, wird für sieben Tage unrein.
17. Man nehme nun für den Unreinen von der Asche des verbrannten Sündopfers und giesse Quellwasser darüber in ein Gefäss.
18. Dann soll ein reiner Mann ein Ysopbüschel nehmen, es in das Wasser tauchen und das Zelt und alle Gefässe und alle Menschen, die darin sind, damit besprengen, ebenso auch den, der das Gerippe oder den Erschlagenen oder den Gestorbenen oder das Grab berührt hat.
19. Und zwar soll der Reine den Unreinen am dritten und am siebenten Tage besprengen; so entsündigt er ihn am siebenten Tage. Darnach soll dieser seine Kleider waschen und sich in Wasser baden; dann ist er am Abend wieder rein.
20. Wenn aber einer unrein wird und sich nicht entsündigt, so soll seine Seele aus der Gemeinde ausgerottet werden; denn er hat das Heiligtum des Herrn verunreinigt. Es ist kein Reinigungswasser auf ihn gesprengt worden, er ist unrein.
21. Das soll euch als ewige Satzung gelten. Und derjenige, der das Reinigungswasser gesprengt hat, soll seine Kleider waschen, und wer das Reinigungswasser berührt, wird unrein bis zum Abend.
22. Und alles, was der Unreine berührt, wird unrein, und der Mensch, der ihn berührt, wird unrein bis zum Abend.
4. Mose 20
1. DARNACH kamen die Israeliten, die ganze Gemeinde, in die Wüste Zin im ersten Monat, und das Volk liess sich in Kades nieder. Dort starb Mirjam, und dort ward sie begraben.
2. Die Gemeinde aber hatte kein Wasser; darum rotteten sie sich wider Mose und Aaron zusammen.
3. Und das Volk haderte mit Mose und sprach: Ach, wären wir doch mit umgekommen, als unsre Brüder vor dem Herrn umkamen!
4. Warum habt ihr die Gemeinde des Herrn in diese Wüste gebracht, damit wir hier sterben, wir und unser Vieh?
5. Warum habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt, um uns an diesen bösen Ort zu bringen, wo man nicht säen kann und wo es weder Feigen noch Weinstöcke noch Granatäpfel gibt, ja nicht einmal Wasser zum Trinken?
6. Da gingen Mose und Aaron von der Gemeinde weg an den Eingang des heiligen Zeltes und warfen sich auf ihr Angesicht; und es erschien ihnen die Herrlichkeit des Herrn.
7. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
8. Nimm den Stab und versammle die Gemeinde, du und dein Bruder Aaron, und redet vor ihren Augen mit dem Felsen, dass er sein Wasser spende. Lass ihnen Wasser aus dem Felsen hervorquellen, und tränke so die Gemeinde und ihr Vieh.
9. Da nahm Mose, wie ihm geboten war, den Stab, der vor dem Herrn lag.
10. Dann versammelten Mose und Aaron die Gemeinde vor dem Felsen, und er sprach zu ihnen: Höret doch, ihr Widerspenstigen! Können wir für euch wohl Wasser aus diesem Felsen hervorquellen lassen?
11. Und Mose erhob seine Hand und schlug mit seinem Stabe zweimal auf den Felsen. Da strömte Wasser in Fülle heraus, sodass die Gemeinde und ihr Vieh zu trinken hatten.
12. Der Herr aber sprach zu Mose und Aaron: Weil ihr nicht auf mich vertraut habt, sodass ihr mich vor den Augen der Israeliten verherrlicht hättet, darum sollt ihr diese Gemeinde nicht in das Land bringen, das ich ihnen bestimmt habe.
13. Das ist das Wasser von Meriba (d. h. Haderwasser), wo die Israeliten mit dem Herrn haderten und er sich an ihnen verherrlichte.
14. Darnach sandte Mose Boten von Kades aus an den König von Edom und liess ihm sagen: So spricht dein Bruder Israel: Du weisst um all die Mühsal, die uns betroffen hat:
15. wie unsre Väter nach Ägypten hinabgezogen sind und wie wir lange Zeit in Ägypten gewohnt und wie die Ägypter uns und unsre Väter misshandelt haben.
16. Da schrieen wir zum Herrn, und er erhörte uns und sandte einen Engel, der uns aus Ägypten herausgeführt hat. Und nun sind wir in Kades, einer Stadt an der Grenze deines Gebietes.
17. Wir möchten durch dein Land ziehen; wir wollen nicht durch Äcker noch durch Weinberge gehen, auch kein Wasser aus den Brunnen trinken. Wir wollen die Königsstrasse ziehen und weder zur Rechten noch zur Linken davon abbiegen, bis wir dein Gebiet durchzogen haben.
18. Edom aber antwortete ihm: Du darfst nicht durch mein Land ziehen, sonst trete ich dir mit dem Schwert entgegen.
19. Da sprachen die Israeliten zu ihm: Auf der gebahnten Strasse wollen wir hinaufziehen, und wenn wir von deinem Wasser trinken, ich und meine Herden, so will ich es bezahlen. Es hat ja weiter nichts auf sich; ich möchte nur durchziehen.
20. Er aber sprach: Du darfst nicht durchziehen! Und Edom zog ihm entgegen mit mächtigem Kriegsvolk und starker Hand.
21. Da Edom sich weigerte, Israel durch sein Gebiet ziehen zu lassen, wandte sich Israel seitwärts und liess von ihm ab.
22. Dann brachen die Israeliten, die ganze Gemeinde, von Kades auf und kamen zu dem Berge Hor.
23. Und der Herr redete mit Mose und Aaron am Berge Hor, an der Grenze des Landes Edom, und sprach:
24. Aaron soll nun zu seinen Stammesgenossen versammelt werden; denn er soll nicht in das Land kommen, das ich den Israeliten bestimmt habe, weil ihr meinen Worten am Haderwasser ungehorsam gewesen seid.
25. Nimm Aaron und seinen Sohn Eleasar und führe sie auf den Berg Hor.
26. Dann sollst du Aaron die Kleider ausziehen und sie seinem Sohne Eleasar anlegen; Aaron aber wird daselbst (zu seinen Stammesgenossen) versammelt werden und sterben.
27. Und Mose tat, wie der Herr geboten hatte: sie stiegen vor den Augen der ganzen Gemeinde auf den Berg Hor.
28. Und Mose zog Aaron die Kleider aus und legte sie seinem Sohne Eleasar an; und Aaron starb daselbst auf dem Gipfel des Berges. Mose aber und Eleasar stiegen herab vom Berge.
29. Als die ganze Gemeinde sah, dass Aaron verschieden war, beweinte ihn das ganze Haus Israel dreissig Tage lang.
4. Mose 21
1. ALS nun der Kanaaniter, der König von Arad, der im Südland wohnte, erfuhr, dass Israel auf dem Wege von Atharim heranrücke, griff er Israel an und nahm ihnen Gefangene ab.
2. Da tat Israel dem Herrn ein Gelübde und sprach: Wenn du dieses Volk in meine Hand gibst, so will ich an ihren Städten den Bann vollstrecken.
3. Und der Herr erhörte Israel und gab die Kanaaniter in ihre Hand, und Israel vollstreckte an ihnen und ihren Städten den Bann. Daher nannte man den Ort Horma (d. h. Bann).
4. Dann zogen sie vom Berge Hor weiter auf dem Wege nach dem Schilfmeer, um das Land Edom zu umgehen. Unterwegs aber wurde das Volk ungeduldig.
5. Und das Volk redete wider Gott und Mose: Warum habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt, damit wir in der Wüste sterben? Denn hier gibt es weder Brot noch Wasser, und uns ekelt ob dieser elenden Speise.
6. Da sandte der Herr die Schlangen, die Saraphe, wider das Volk; die bissen die Leute, und es starb viel Volk in Israel.
7. Da kamen die Leute zu Mose und sprachen: Wir haben gesündigt, dass wir wider den Herrn und dich geredet haben. Bitte den Herrn, dass er die Schlangen von uns nehme. Und Mose bat für das Volk.
8. Der Herr aber sprach zu Mose: Mache dir einen Saraph und stecke ihn auf eine Stange. Dann wird jeder Gebissene, der ihn anschaut, am Leben bleiben.
9. Da machte Mose eine eherne Schlange und steckte sie auf die Stange; wenn nun die Schlangen einen bissen, und er schaute dann die eherne Schlange an, so blieb er am Leben.
10. Dann zogen die Israeliten weiter und lagerten sich in Oboth.
11. Und von Oboth zogen sie weiter und lagerten sich in Ije-Abarim in der Wüste, die östlich von Moab liegt.
12. Von hier zogen sie weiter und lagerten sich am Bache Sered.
13. Von hier zogen sie weiter und lagerten sich jenseits des Arnon, der in der Wüste ist und im Gebiet der Amoriter entspringt; denn der Arnon bildet die Grenze Moabs zwischen Moab und den Amoritern.
14. Daher heisst es im Buch der Kriege des Herrn: «Waheb in Supha / und die Täler zum Arnon hin /
15. und den Hang der Täler, / der sich hinzieht nach dem Wohnsitz von Ar / und sich lehnt an die Grenze von Moab.»
16. Von dort (zogen sie) nach Beer (d. h. Brunnen); das ist der Brunnen, von dem der Herr zu Mose sagte: Versammle das Volk, ich will ihnen Wasser geben.
17. Damals sang Israel dieses Lied: «Quill empor, Brunnen!» singet ihm zu, /
18. dem Brunnen, den Fürsten gruben, / den die Edlen des Volkes bohrten / mit dem Szepter, mit ihren Stäben. Und von Beer (zogen sie) nach Matthana,
19. und von Matthana nach Nahaliel, und von Nahaliel nach Bamoth,
20. und von Bamoth in das Tal, das im Gefilde Moabs liegt, gegen den Gipfel des Pisga hin, der nach der Wüste schaut.
21. Und Israel sandte Boten an Sihon, den König der Amoriter, und liess ihm sagen:
22. Ich möchte durch dein Land ziehen! Wir wollen nicht in Äcker noch in Weinberge abbiegen, auch kein Wasser aus den Brunnen trinken; wir wollen die Königsstrasse ziehen, bis wir dein Gebiet durchzogen haben.
23. Aber Sihon liess Israel nicht durch sein Gebiet ziehen, sondern versammelte sein ganzes Volk und zog Israel entgegen in die Wüste. Und als er nach Jahaz kam, stritt er wider Israel.
24. Israel aber schlug ihn mit der Schärfe des Schwertes und besetzte sein Land vom Arnon bis zum Jabbok, bis zu den Ammonitern; denn Jaeser war die Grenze der Ammoniter.
25. Und Israel nahm alle diese Städte ein und liess sich in allen Städten der Amoriter nieder, in Hesbon und in allen seinen Nebenorten.
26. Denn Hesbon war die Stadt Sihons, des Königs der Amoriter, der mit dem frühern König von Moab Krieg geführt und ihm sein ganzes Land bis zum Arnon abgenommen hatte.
27. Darum heisst es im Spottlied: Kommet gen Hesbon, dass gebaut / und aufgerichtet werde die Stadt Sihons; /
28. denn Feuer ging einst aus von Hesbon, / eine Flamme von Sihons Stadt, / die verzehrte die Städte von Moab, / verschlang die Höhen am Arnon. /
29. Wehe dir, Moab, / du bist verloren, Volk des Kamos, / der seine Söhne zu Flüchtlingen machte / und seine Töchter gefangengab / Sihon, dem König der Amoriter! /
30. Nun haben wir Moab beschossen / von Hesbon an bis Dibon; / wir haben Feuer gelegt bis Nophah / und bis nach Medeba.
31. Also liess sich Israel im Lande der Amoriter nieder.
32. Und Mose sandte (Leute) aus, um Jaeser auszukundschaften; dann nahmen sie es samt seinen Nebenorten ein und vertrieben die Amoriter, die dort wohnten.
33. Hierauf wandten sie sich und zogen den Weg nach Basan hinauf. Da rückte der König Og von Basan nach Edrei ihnen entgegen zum Streite, er und sein ganzes Volk.
34. Aber der Herr sprach zu Mose: Fürchte dich nicht vor ihm; denn ich gebe ihn mit Land und Leuten in deine Hand, und du magst mit ihm tun, wie du mit Sihon, dem König der Amoriter, getan hast, der zu Hesbon sass.
35. Und sie schlugen ihn und seine Söhne und sein ganzes Volk, dass keiner entrann und übrigblieb, und nahmen sein Land in Besitz.