Kitabı oku: «Das große Sutherland-Kompendium», sayfa 6

Yazı tipi:

Fühlen Sie. Sie erkennen wieder, was Sie im Schädel fühlen, ebenso wie Sie die Spannung im Gewebe der Bänder in Beziehung zu den Synovialgelenken spuren.

Sie lassen Ihre Finger ständig fühlen, sehen, wissen und denken und kennen so Ihren Mechanismus. Sie brauchen diese kluge und fühlende Berührung, um zu wissen, was Sie spuren, wenn Sie eine Innen- oder Außenrotation am Humerus diagnostizieren wollen. Dann besteht Ihre Therapie nicht aus einem bloßen Rucken hier oder einer Manipulation dort. Die Bänder werden für Sie in der externen oder internen Rotation des Humerus die Korrektur übernehmen, wenn Sie den Mechanismus zu einem Balancepunkt bringen.

Wie aber können Sie sich sicher sein, ob Sie das Gelenk in den Punkt der Balance gebracht haben, wenn Ihre Finger gar nicht da an da an der Stelle sind, um die Bänder zu ertasten, die das Gelenk zusammenhalten und ihm einen bestimmten Bewegungsradius erlauben?

Es ist das Gleiche, wenn Sie die Strainmuster der Bänder und Gelenke in der Wirbelsäule diagnostizieren und behandeln. Es ist eine Kunst. Diese Wissenschaft kam von Dr. Still.

Sehen Sie nun, was Sie bei diesem sich automatisch verlagernden Fulkrum in der Reziproken Spannungsmembran haben. Sie haben die Zerebrospinale Flüssigkeit und das Neuralrohr. Sie haben die Tide. Sie können nicht nur die physiologischen Zentren der Medulla oblongata erreichen, Sie können sogar bis zu einem gewissen Grad die Bewegung des Fulkrum, an dem so viele Strainmuster des Mechanismus ihren Ursprung haben, kontrollieren.

Indem Sie einfach die Tide im vierten Ventrikel kontrollieren oder auch vom Sakrum aus, können Sie die Reduktion einiger Zustande im Knochengewebe dieses Mechanismus aktivieren. Indem Sie die Fluktuation herunterbringen zu der kurzen rhythmischen Periode, zeigt Ihnen die Tide mit ihrer intelligenten Potency, dass sie etwas ist, auf das Sie sich verlassen können, etwas, das weiß, wie es funktioniert.

Bei einem Befund in frühen Lebensabschnitten unterscheidet sich Ihre Art, zu arbeiten. Der besagte Mechanismus arbeitet ab einem gewissen Alter mit ‚Schaltungen die sich an den Gelenkflächen gebildet haben. Sie müssen sich darüber im Klaren sein, dass vor der Ausprägung dieser Merkmale zunächst eine Fluktuation der Zerebrospinalen Flüssigkeit existiert. Erst im Anschluss daran gehen die Membranen ans Werk und ziehen die Knochen in ihre Position.

Betrachten Sie diese zwei Pole, vielleicht Telefonmasten, mit einem zwischen den Masten verlaufenden Draht. Überlegen Sie, was bei einem Schneesturm geschieht.

Versuchen Sie, diesen Balancepunkt, den Punkt der Stille, zu spüren, wenn Sie Strainmuster der Membranen und Gelenke des Kranial en Mechanismus behandeln. Ich möchte, dass Sie diese sich verändernde, wechselnde Stellung erfahren. Wenn Sie den Balancepunkt fühlen, schauen Sie, was mit den Hebeln über dem Fulkrum, über dem Dreifuß, geschieht. Es handelt sich um eine fließende Angelegenheit. Behalten Sie dieses wichtige mentale Bild des sich automatisch verlagernden Fulkrum im Gedächtnis. Es passt sich den verschiedenen Mustern des Mechanismus an.

Fühlen Sie. Sie erkennen wieder, was Sie im Schädel fühlen, ebenso wie Sie die Spannung im Gewebe der Bänder in Beziehung zu den Synovialgelenken spüren.

Sie lassen Ihre Finger ständig fühlen, sehen, wissen und denken und kennen so Ihren Mechanismus. Sie brauchen diese kluge und fühlende Berührung, um zu wissen, was Sie spüren, wenn Sie eine Innen- oder Außenrotation am Humerus diagnostizieren wollen. Dann besteht Ihre Therapie nicht aus einem bloßen Rucken hier oder einer Manipulation dort. Die Bänder werden für Sie in der Außen- oder Innenrotation des Humerus die Korrektur übernehmen, wenn Sie den Mechanismus zu einem Balancepunkt bringen.

Wie aber können Sie sich sicher sein, ob Sie das Gelenk in den Punkt der Balance gebracht haben, wenn Ihre Finger gar nicht da an der Stelle sind, um die Bänder zu ertasten, die das Gelenk zusammenhalten und ihm einen bestimmten Bewegungsradius erlauben?

Es ist das Gleiche, wenn Sie die Strainmuster der Bänder und Gelenke in der Wirbelsäule diagnostizieren und behandeln. Es ist eine Kunst. Diese Wissenschaft kam von Dr. Still.

Sehen Sie nun, was Sie bei diesem sich automatisch verlagernden Fulkrum in der Reziproken Spannungsmembran haben. Sie haben die Zerebrospinale Flüssigkeit und das Neuralrohr. Sie haben die Tide. Sie können nicht nur die physiologischen Zentren der Medulla oblongata erreichen, Sie können sogar bis zu einem gewissen Grad die Bewegung des Fulkrum, an dem so viele Strainmuster des Mechanismus ihren Ursprung haben, kontrollieren.

Indem Sie einfach die Tide im vierten Ventrikel kontrollieren oder auch vom Sakrum aus, können Sie die Reduktion einiger Zustände im Knochengewebe dieses Mechanismus aktivieren. Indem Sie die Fluktuation herunterbringen zu der kurzen rhythmischen Periode, zeigt Ihnen die Tide mit ihrer intelligenten Potency, dass sie etwas ist, auf das Sie sich verlassen können, etwas, das weiß, wie es funktioniert.

Bei einem Befund in frühen Lebensabschnitten unterscheidet sich Ihre Art, zu arbeiten. Der besagte Mechanismus arbeitet ab einem gewissen Alter mit ‚Schaltungen‘, die sich an den Gelenkflächen gebildet haben. Sie müssen sich darüber im Klaren sein, dass vor der Ausprägung dieser Merkmale zunächst eine Fluktuation der Zerebrospinalen Flüssigkeit existiert. Erst im Anschluss daran gehen die Membranen ans Werk und ziehen die Knochen in ihre Position.

Betrachten Sie diese zwei Pole, vielleicht Telefonmasten, mit einem zwischen den Masten verlaufenden Draht. Überlegen Sie, was bei einem Schneesturm geschieht.

Die Drähte, beladen mit Schnee und Eis, ziehen die Masten aus ihrer Stellung. Sie sehen die gleiche Situation vor sich, wenn während der Geburt oder später bei Stürzen irgendeine traumatische Kraft intrakranial am Draht der Mutter Dura zieht und die Knochen aus ihrer Stellung bringt.

Es ist notwendig, die Membrane, also die Drähte, zu benutzen, um diese Dysfunktionen zu behandeln und so diese kleinen Knochen wieder in ihre korrekte Stellung und Beziehung zueinander zu bringen.

Auch nach einer normalen Geburt, bei welcher sich die Knochen zusammengeschoben haben, um dem Neugeborenen einen sicheren Durchtritt zu ermöglichen, werden Sie das Kind schreien und tief einatmen lassen, damit die Zerebrospinale Flüssigkeit hinauf in den Schädel fluktuiert. Jetzt fangen die Membranen an zu arbeiten, um die Knochen in ihre richtige Stellung zu bringen. Die Kraft liegt im Fulkrum, der rhythmischen Balance. Der Ausdruck Reziproke Spannungsmembran sagt Ihnen also etwas. Diese Terminologie bedurfte eines genauen Studiums, bevor sie Verwendung finden konnte.

Er muss nicht notwendigerweise ausschließlich für die Membranen des Schädels verwendet werden; es gibt auch eine Reziproke Spannungsmembran des Canalis vertebralis.

Wo befindet sich die Reziproke Spannungsmembran des Canalis vertebralis? Sie ist eine Weiterführung der inneren Schicht der Dura mater des Schädels, sie ist am Rand des Foramen magnum im Os occipitale befestigt und verläuft bis zum Sakrum. Kleine Neugeborene und Kinder brachten mich dazu, ihren Nutzen zu verstehen. Alles, was ich bei der Behandlung eines Kleinkinds, das alt genug war, um auf dem Behandlungstisch zu krabbeln, zu tun hatte, war, das Sakrum zu halten. Sehen Sie die Reziproke Spannungsmembran im Canalis vertebralis, wie sie das Sakrum mit dem Os occipitale verbindet? Sobald sich das Neugeborene vorwärtsbewegt, wird auch die Fluktuation der Zerebrospinalen Flüssigkeit beeinflusst. Das gleiche Prinzip ist auch beim erwachsenen Patienten anwendbar, wenn wir ihn auf unsere Knie setzen, ihn sich nach vorne beugen, die Arme auf die Behandlungsbank legen und schließlich mit seinen Ellbogen vorwärtskrabbeln lassen, wobei der Therapeut das Becken zurückhält.

Sie verstehen, was dabei geschieht. Die Fluktuation der Zerebrospinalen Flüssigkeit ist aktiv, die intraspinale Reziproke Spannungsmembran ist damit beschäftigt, die Stellung des Sakrum und des Os occipitale zu verändern. Die firme Befestigung der Dura mater um das Foramen magnum des Os occipitale und die Befestigung am Sakrum im Canalis vertebralis macht beide zu zwei miteinander verbundenen Knochen.

Wenn das Rad des Os occipitale in Flexion zirkumrotiert, wird das Foramen magnum höher positioniert (Zeichnung I–1). Dies liegt daran, dass sich alles in die Richtung bewegt, die auch die Flexionsposition an der sphenobasilaren Verbindung verursacht.

Beobachten Sie, wie diese Spannung das Sakrum am anderen Ende anhebt. Dann, wenn sich das Rad des Os occipitale zurück in die Extensionsposition dreht, bewegt sich das Foramen magnum zurück und lässt das Sakrum in seine Extensionsposition absinken. Stellen Sie sich den ganzen Weg entlang – den Proc. basilaris, den Proc. jugularis, und so weiter – die Speichen an einem Rad vor. Beachten Sie die unterschiedlichen Höhen während der Inhalations- und der Exhalationsposition.

Die Funktion der Reziproken Spannungsmembran ist ein weiteres Prinzip des Primären Atemmechanismus. Die Befestigung an den Knochen ist dabei nicht der springende Punkt. Diese entspricht der Befestigung von Bändern an den Knochen eines Synovialgelenkes. Die Spannung liegt dazwischen, so wie ich es bei der Beschreibung des Fulkrum – des sich automatisch verändernden, schwebenden Fulkrum – erklärt habe.

5. DIE MOTILITÄT DES NEURALROHRS

Mit der Analyse des dritten Prinzips des Primären Atemmechanismus kommen wir zu einem Thema, das in einer einzigen Vorlesung nicht ausreichend behandelt werden kann. Die Motilität des Neuralrohrs, das heißt die Motilität von Gehirn und Rückenmark, ist jedoch eine wichtige Aktivität des lebendigen Körpers. Wenn man sich mit diesem Thema beschäftigt, ist es sinnvoll, mit der Entwicklung des Embryos zu beginnen. Die Entwicklung des Neuralrohrs beginnt beim Embryo sehr früh.

Sobald eine Keimplatte mit Ektoderm, Mesoderm und Endoderm angelegt ist, wird das Ektoderm zum Entwicklungsfeld für das Nervensystem und die Haut. Zuerst erscheint entlang der Mitte ein verdicktes, flaches Band. Dieses Band bildet dann Schichten heraus, und die seitlichen Ränder wachsen schneller als der zentrale Bereich. Das Ergebnis dieses ungleichen Wachstums ist die Bildung der neuralen Rinne. Die Rinne selbst wird auf jeder Seite durch eine erhöhte neurale Falte begrenzt. Während sich die Rinne vertieft, treffen die neuralen Falten aufeinander und verschmelzen dorsal. Dieses Stadium etabliert das Neuralrohr. Bei Beendigung dieses Prozesses liegt das Rohr unterhalb der Oberfläche des Ektoderms und separat. Der neurale Kamm teilt sich und kommt in einer dorsolateralen Position zu liegen. Die Ganglionzellen sowohl der Gehirn- als auch der Rückenmarksganglien gehen aus dem neuralen Kamm hervor.

Das primitive Neuralrohr bildet sich durch die Faltung der neuralen Rinne zu einem Epithelrohr.

Die Rinne beginnt sich an der Mitte des Körpers sehr bald zu bedecken und schließt sich dann fortschreitend in beide Richtungen. Das kaudale Ende verschließt sich kurz nach dem rostralen Ende; und in dieser Zeit ist dann die Bildung des Neuralrohrs vollendet. Die drei primären Gehirnbläschen (Prosencephalon, Mesencephalon und Rhombencephalon) werden durch die Schließung und Vergrößerung des rostralen Endes gebildet. Das Neuralrohr unterhalb dieser Bereiche besitzt einen kleineren Durchmesser und wird zum Rückenmark.

In diesem frühen Stadium kann das gesamte Neuralrohr durch konzentrische Ringe und Längsstreifen analysiert werden. Die primitiven Vorder- und Rückwände sind von ihrer Struktur her primär ependymal und tragen nicht zur Verdickung der seitlichen Wände bei. Sie werden zur Boden- und zur Deckenplatte. Der Sulcus limitans markiert die Teilung in die sensorische rückseitige Platte und die motorische vordere oder Basisplatte.

Während sich das Neuralrohr in diese grundlegenden Anlagen des Zentralen Nervensystems formt, verdichtet sich das umgebende Mesenchym und wird zur äußeren Decke des Gehirns und des Rückenmarks. Dies sind die Meningen und das knöcherne Neurocranium.


ZEICHNUNG I–6: DAS GEHIRN IM QUERSCHNITT

Die Dura mater ist eine harte, aus Fasern bestehende, umschließende Membran direkt unter dem knöchernen Schädel. Die Membrana arachnoidea bedeckt die vielen Spalten des Gehirns. Die Pia mater legt sich in einer festen Verbindung an jede Unregelmäßigkeit der Oberfläche des Gehirns.

Auf der Oberfläche des Gehirns gibt es Hügel und Täler, die als Gyri und Sulci bezeichnet werden. Die Zerebrospinale Flüssigkeit verteilt sich an der Außenseite des Neuralrohrs unterhalb der Membrana arachnoidea im Spatium subarachnoidale. Innerhalb des Neuralrohrs ist sie im Rohrlumen und in den Ventrikeln vorhanden.

Wenn sich das Neuralrohr entwickelt hat und innerhalb des Schädels angelegt ist, hat es zwei Hemisphären und in jeder Hemisphäre vier Lobi. Diese sind wie voneinander getrennte Kontinente, die durch drei Fissuren abgegrenzt werden. Es ist hilfreich, sich diese Gehirngeographie im Gedächtnis zu behalten, solange man nicht vergisst, dass diese Landkarte nicht das Land selbst ist.28

Unterhalb der Großhirnhemisphären befindet sich der Truncus cerebri und das Rückenmark. Das Cerebellum liegt oberhalb jener Teile des Truncus cerebri, die Pons und Medulla oblongata genannt werden. Die Medulla oblongata befindet sich gerade noch innerhalb des Schädels dort am Foramen magnum, wo sich das Rückenmark an seiner Eintrittsstelle erweitert.29 Dort sind die Kontrollzentren lokalisiert, die den Blutdruck, die Herzfrequenz, das Schlucken, Erbrechen, die Atmung, Sprechen und Singen regulieren. Die kleinste Abteilung des Truncus cerebri ist das Mesencephalon, welches oberhalb der Pons liegt und mit dem Diencephalon verbunden ist, dem ersten Anteil des Prosencephalons.

Mit dieser kurzen Übersicht richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die physiologischen Zentren am Boden des vierten Ventrikels, in jener Schlüsselzone (dem ‚magischen Zentimeter‘) der Medulla oblongata. Das Atemzentrum hier ist von primärer Bedeutung für das Diaphragma und die Physiologie von Herz und Lunge. Ich bewies dies zu meiner eigenen Zufriedenheit an meinem eigenen Körper. Es war klar, dass die Zentren am Boden des vierten Ventrikels von primärer Bedeutung sind, und dass die Funktion von Diaphragma, Herz und Lunge sekundär ist.

Innerhalb des Truncus cerebri werden der dritte und der vierte Ventrikel durch den Aquaeductus cerebri im Mesencephalon verbunden. Der Canalis centralis des Rückenmarks liegt unterhalb des vierten Ventrikels, der ein ziemlich geräumiger kleiner Ventrikel mit offenen Türen in den Wänden ist. Es befindet sich auch eine ganze Menge Zerebrospinale Flüssigkeit darin. Am Boden verteilt und daneben befinden sich die Nuclei des dritten bis zum XIII. Hirnnerven. Diese sind für Funktionen zuständig, ohne die wir nicht leben könnten. Die Medulla oblongata und die Pons bilden den Boden des vierten Ventrikels.

Der vierte Ventrikel hat ein Dach und das Cerebellum liegt darüber. All diese Bereiche füllen die Fossa cranii posterior unterhalb des Tentorium cerebelli. Das Mesencephalon liegt in der Einbuchtung des Zelts und genau oberhalb der sphenobasilaren Verbindung auf dem Clivus der knöchernen Schädelbasis.

Die offenen Türen in den Wänden des vierten Ventrikels lassen eine Verbindung zu zwischen der innen befindlichen Zerebrospinalen Flüssigkeit – der ventrikulären – und der außerhalb verteilten Flüssigkeit – der subarachnoidalen.

Die Ansammlung von Flüssigkeit in den Spatia subarachnoidea unterhalb des Gehirns wird Cisterna basalis genannt, die um den Truncus cerebri herum Cisterna magna. John Hilton nannte diese Cisternae das ‚Wasserbett‘, auf dem das Gehirn ruht.

In der Tat ruhen die zentralen Teile der Gehirnbasis nicht auf den Knochen des Schädels, sondern auf dieser Ansammlung Zerebrospinaler Flüssigkeit, die ein wunderschönes, wirkungsvolles und perfekt angepasstes Wasserbett für sie bildet.30

Gehirn und Rückenmark sind von ihrer Konsistenz her wie weicher Pudding. Das gesamte Neuralrohr wird zum Schutz von Zerebrospinaler Flüssigkeit umgeben, sowohl innen als auch außen. Dieser gesamte Komplex, der in die Leptomeninx eingehüllt ist (Membrana arachnoidea – Pia mater), lebt innerhalb des knöchernen Neurocranium, welches sich aus Knochen bildet, die durch die Dura mater und ihre Spezialisierungen, die Falx cerebri und das Tentorium cerebelli zusammengehalten werden. Bei der Geburt ähnelt der gesamte Schädel einem Ei mit weicher Schale, denn es gibt zwischen den Knochen keine Gelenke außer jenem einen zwischen Atlas und Os occipitale.

Durch die Funktionen des Primären Atemmechanismus hängen die physiologischen Zentren in der Medulla mit der sekundären Physiologie des lebenden menschlichen Körpers zusammen. Durch diese große Batterie, die Tide, kommt es, dass das ‚höchste bekannte Element‘ zu diesen physiologischen Zentren transmutiert. Die Nuclei der Hirnnerven werden auch von dieser Tide transmutiert, von der Batterie, die den ‚Saft‘ enthält, der aus den materiellen Elementen herausgefiltert wurde, derer sich der Mensch bedient. Sehen Sie all diese Dinge statisch daliegen wie bei einem Toten? Nein. Sie sehen sie in Inhalation und Exhalation, in mechanischer Funktion.

Der lebende menschliche Körper ist ein Mechanismus, der nicht nur aus den Gelenken zwischen den Knochen besteht, sondern auch aus dem Fluss des Blutes in den Arterien und Venen, dem feinen Mechanismus, der als Lymphsystem bekannt ist, den weichen Geweben, den Eingeweiden und jenem großen hydraulischen System, der Zerebrospinalen Flüssigkeit.

Das Zentrale Nervensystem ist nicht nur ein Netzwerk, das Nervenimpulse weiterleitet, sondern es ist auch eine Struktur, welche die physiologische Funktion der Motilität ausdrückt31. Es gibt Bahnen, die durch den Boden des vierten Ventrikels verlaufen. Innen, außen und in den Wänden bewegt es sich – in jenen gebogenen Wänden und in den Pedunculi und Bahnen, die zum Cerebellum hinauf verlaufen. Stellen Sie sich die Seitenwände des Neuralrohrs bildlich vor, sie besitzen sowohl Motilität als auch die Funktion, motorische Impulse übertragen zu können.

Visualisieren Sie nun die Formveränderung des Neuralrohrs innerhalb des Neurocranium und des Rückenmarkskanals, die ich als Inhalation und Exhalation bezeichne. Bedenken Sie zum Beispiel, wie sich das Rückenmark während der Inhalation hochzieht wie der Schwanz einer Kaulquappe und während der Exhalation wieder herunterkommt. Sie können einen Mechanismus erkennen, der die ganze Zeit über mit der gelenkigen Beweglichkeit des knöchernen Mechanismus zusammenarbeitet.

Als Nächstes möchte ich, dass Sie den Aufbau des Cerebellum im Gegensatz zum Cerebrum kennenlernen. Sehen Sie sich den Cortex cerebelli an, weit entfernt von Nervenbahnen, mit Zellen, die dort wie Antennen aufgestellt sind, so wie die Antennen, die einige Käfer vor sich ausstrecken. Dort oben im Kortex des Cerebellum gibt es keine Nervenkerne. Wenn man die Zellen von dort oben unter dem Mikroskop betrachtet, sieht man, dass sie den Zellen der Nervenkerne nicht gleichen. Man kann sehen, wie sie sich bewegen und zucken wie Zilien, nicht wie von Menschen gemachte Mechanismen.

Ich beginne etwas dort oben zu sehen – vielleicht eine Radiostation? Wir kennen die langen Wellen, die Nachrichten übertragen, und die Antennen, die von unseren Häusern oder Scheunen aus senden und empfangen, und die Empfangsgeräte, mit denen wir Sendungen auswählen können. Haben wir hier eine Anleitung für diese von Menschen gemachten Geräte vor uns?

Ich möchte, dass Sie sich die Motilität im Cerebellum vorstellen. Es ist dem Blasebalg vergleichbar, den ein Schmied verwendet, um sein Feuer anzufachen. Während der Inhalation hat es eine Form, während der Exhalation eine andere. Motilität, nicht Mobilität, ist dafür verantwortlich. Folgen Sie jenen kleinen, in Schichten aufgebauten Bahnen, die Pedunculi genannt werden. Sie sehen, wie sie das Rückenmark hinunter verlaufen, unterhalb der Pons und um sie herum herum, um den vierten Ventrikel herum und hinauf entlang dem Mesencephalon bis zu den Verbindungen mit der Epiphyse.

Stellen Sie sich vor, dass meine ausgestreckten Arme jeweils einen der Pedunculi des Cerebellum (Brachium pontis) darstellen. Die Pons befindet sich in meinen Fingern; meine Ellbogen können eine Kontraktion des vierten Ventrikels verursachen; dann kann ich sie lockern und er erweitert sich wieder.

Hier im Primären Atemmechanismus haben wir eine Motilität, die sich kontrahieren kann. Nehmen Sie diese Motilität wahr, die getrennt ist von der Bewegung, die mit dem Hin-und-her-Fließen des Blutes zusammenhängt. Das ist auch eine physiologische Bewegung. Chirurgen sehen die Bewegungen des lebenden Gehirns, die mit dem Blutfluss zusammenhängen; davon spreche ich aber nicht.

Ich spreche über eine physiologische Motilität – über die Bahnen, die sich dort drinnen bewegen und auch über die Bewegungen der Gehirnwindungen. Zusätzlich zu ihrer Funktion der Weiterleitung von Nervenimpulsen besitzen die Bahnen Motilität.


ZEICHNUNG I–7: QUERSCHNITT DURCH DEN BEREICH DES DRITTEN VENTRIKELS

Nehmen Sie zum Beispiel den Aquaeductus cerebri; Sie sehen, dass es sich nicht um ein hohles, unbewegliches Rohr handelt. Achten Sie auf die Aktivität seiner Wände. Er kann seine Form verändern und damit der Zerebrospinalen Flüssigkeit erlauben, hindurchzufließen. Betrachten Sie andere Bahnen und die Gehirnwindungen mit ihren lokalen Verbindungen. Sie können sich über den Mechanismus viele Gedanken machen, ohne auf Grenzen zu stoßen.

Am Dach des dritten Ventrikels, an der Verbindung des Mesencephalon mit dem Diencephalon, befindet sich ein kleines Ding, das Epiphyse genannt wird. Verschiedene Namen und Funktionen werden ihm zugesagt, aber dass es sich um ein materielles Ding an einem bestimmten Ort handelt, an welchem es eine mechanische Funktion haben kann, wird nicht erwähnt. Wenn ich sie mir so ansehe, sehe ich einen kleinen Zapfen mit einem Stamm. Sie besitzt eine Nische, die sich zum dritten Ventrikel hin öffnet. Wenn Sie sich innerhalb des dritten Ventrikels vorstellen, können Sie die Epiphyse oben auf dem Dach sehen.

Es herrscht die gleiche Situation wie unten, wo das Infundibulum durch das Diaphragma sellae hindurch zur Innenseite des hinteren Lobus der Hypophyse (der Neurohypophyse) verläuft.

Hypophyse und Epiphyse haben sowohl eine Außenseite als auch eine Innenseite. Ihre Innenseite ist die Innenseite des Neuralrohrs, und direkt mit dem dritten Ventrikel verbunden. Die Außenseite der Epiphyse liegt in der Cisterna subarachnoidea, die sich in der großen Querfurche des Gehirns befindet. Diese wird Cisterna superior genannt. Die Vena magna verläuft auch dort, bevor sie in den Sinus rectus eintritt. Der kleine Zapfen befindet sich genau über den Colliculi superiores auf dem Dach des Mesencephalon. Er kann sich bewegen, wenn sich das dritte Ventrikel bei Inhalation zu seiner V–Form erweitert und bei Exhalation wieder ein schmaler Spalt wird. Das bedeutet, dass sich die Epiphyse durch die Motilität des Neuralrohrs locker hin und her bewegen kann. Beim lebenden Menschen findet man ein anderes Bild vor als bei einer Leiche.

Ich möchte, dass Sie verstehen, wie dieser Zapfen, die gesamte Außenseite der Epiphyse, locker herunterhängt auf die Colliculi superiores, sodass die Position bei einer Leiche nicht die gleiche ist wie die in einem lebendigen Gehirn, wenn sich das Dach des dritten Ventrikels während der Inhalation weitet. Bei der Reise der Elritze stelle ich fest, dass der kleine Fisch, wenn er in den dritten Ventrikel schwimmt, die Nische der Epiphyse finden und hineinblasen kann (siehe Kapitel 17).

Am Dach des dritten Ventrikels gibt es einen Plexus choroideus mit der Tela choroidea. Dieser liegt an der Außenseite des Neuralrohrs. Zwischen diesem und der Innenseite des dritten Ventrikels gibt es einen Vorhang. Manche sagen, dass die Zerebrospinale Flüssigkeit dort produziert wird. Wenn man jedoch einen Toten untersucht, sieht man, dass dort dieser Plexus choroideus völlig zusammengedrückt ist.

Bei bestimmten Experimenten fand ich heraus, dass während der Inhalation eine Veränderung in den Wänden und im Dach des dritten Ventrikels stattfindet. Diese Veränderung besteht darin, dass sich das Dach weitet, während der Ventrikel die Form eines V annimmt. Der dortige Austauschprozess könnte eine kleine Prozedur sein, die derjenigen der Nieren ähnelt, in welcher auch ein Austausch zwischen den Körperflüssigkeiten stattfindet.

In den Plexi choroidei erfolgt ein Austausch zwischen Blut und Zerebrospinaler Flüssigkeit, keine Produktion von Flüssigkeit. Es wäre schwierig, wenn wir die Flüssigkeiten des Gehirns durch solch einen Prozess wieder auffüllen müssten. Es handelt sich hier um eine Prozedur des Austausches zwischen allen Flüssigkeiten des Körpers. Wenn Sie etwas der Zerebrospinalen Flüssigkeit hinzufügen, werden Sie es später im Blut wiederfinden.

Das Dach des Diencephalon wird zum großen Teil durch eine ependymale Schicht gebildet, die übergangslos übergeht in diejenige, die den übrigen Teil des dritten Ventrikels auskleidet. Diese ependymale Schicht ist eng verbunden mit der darüberliegenden vaskulären Pia mater.

Im kaudalen Anteil des Daches und in den angrenzenden seitlichen Wänden des Diencephalon befinden sich die Nuclei habenularum und ihre Commissura, die Epiphyse oder Zirbeldrüse, und die Commissura posterior. Sie alle zusammen bilden den Epithalamus. Die Commissurae habenularum und posteriores kreuzen die Mittellinie in den kranialen und kaudalen Laminae des Epiphysenstammes.

Die Epiphyse ist ein kleines, erbsenförmiges, rötlich-graues Organ, das in der Senke zwischen den Colliculi superiores sitzt. Die Epiphyse ist etwa 8 Millimeter lang, und ihre Basis, die nach vorne verläuft, ist durch ein Pedunculus oder einen Stamm, befestigt, der sich nach vorne in zwei Laminae aufteilt, eine obere und eine untere, die durch die Nische der Epiphyse im dritten Ventrikel voneinander getrennt sind. Die Lamina inferior enthält die Commissura posterior und die Lamina superior enthält die Commissura habenularum. Nervenfasern treten in die rückwärtigen und rückwärtig-seitlichen Wände der Epiphyse aus dem Bereich des Tentorium cerebelli ein und bilden dort einen einzelnen oder paarigen N. conarii. Dieser verläuft subendothelial in der Wand des Sinus rectus und seine Fasern stammen von den Zellen des oberen Halsganglions. Die Nervenfasern sind sympathischen Ursprungs und verlaufen in Verbindung mit Blutgefäßen und parenchymalen Zellen.32

Sehen Sie, wie die Wurzeln der Strukturen der Epiphyse verknüpft sind mit den Wänden des Aquaeductus cerebri? Es sind Nervenzellen in den Wänden, die in den Wurzeln des vorderen Lobus, des alten Bereichs des Cerebellum, vor- und zurückverlaufen.

Es handelt sich dabei um eine mechanische Gangschaltung, wenn Sie es so nennen möchten. Ich meine damit eine strategische Verlagerung der Mechanik des Truncus cerebri, das Cerebellum eingeschlossen, die in Verbindung mit der Motilität des Cerebellum arbeitet und den Aquädukt erweitert. Dies funktioniert alles in Verbindung mit dem dritten Ventrikel.

Betrachten Sie den unteren Bereich des dritten Ventrikels und das Infundibulum. Das Infundibulum verbindet den Hypothalamus mit der Hypophyse. Die Hypophyse ist in der Sella turcica durch das Diaphragma sellae festgezurrt. Dies alles sitzt oben auf dem Corpus sphenoidalis, welches auf seiner transversalen Achse hin und her rotiert.

Wenn sich der untere Bereich des dritten Ventrikels wie der Schwanz einer Kaulquappe nach oben bewegt, während der Ventrikel in der Inhalationsphase die V–Form annimmt, bewegt sich das Infundibulum in einem Bogen nach oben mit der Sella turcica. Gleichzeitig dreht sich das Os sphenoidale in seine Flexionsposition. Dies ist ein weiterer Bereich vieler wichtiger Nuclei. Es gibt sowohl funktionelle als auch strukturelle Verbindungen. Es gibt eine Verknüpfung von Nervenzellen, welche die Wand des Aquäductus entlang und sogar zurück ins Cerebellum laufen. Denken Sie daran, wie die Motilität im Truncus cerebri und im Cerebellum die Bereiche mit einschließt, in denen sich die physiologischen Zentren und Hirnnerven befinden.33

Erweitern Sie nun Ihre Vorstellungskraft. Ich sage nicht, dass Sie es sofort können, aber Sie können erkennen, dass dieser Bereich den materiellen Mechanismus für Ihren Weg auf der Erde darstellt. Denken Sie, dass es möglich ist, diese ‚Gangschaltung‘ mental in Gang zu setzen? Ist es möglich, die Epiphyse sich rein als Mechanismus locker hin und her bewegen zu lassen? Wenn Sie wollen, dann können Sie dort oben hingehen und den Bereich blockieren, sodass die Fluktuation der Zerebrospinalen Flüssigkeit zum Stillstand kommt und die Motilität im Körper aufhört. Die Folge wäre ein Zustand, den Dr. Still ein ‚vertrocknendes Feld‘ nannte.

„Wer vernünftig denken kann, wird sehen, dass dieser große Fluss des Lebens angezapft und das verdorrte Feld auf der Stelle gewässert werden muss, sonst ist die Ernte der Gesundheit für immer verloren.“

Denken Sie an die Verteilung der Zerebrospinalen Flüssigkeit an der Außenseite des Truncus cerebri und des Cerebellum. Sie fließt überall um es herum und läuft in jede Nische; sie rollt hinauf und herum und hinaus, immer im Spatium subarachnoidale an der Außenseite des Gehirns. Denken Sie an die Cisterna basalis, die Cisterna chiasmaticus, die Cisterna interpeduncularis und die Cisterna magna.

Denken Sie an die Motilität des Cerebellum in jenen kleinen geschichteten Bahnen, die Pedunculi genannt werden, im Dach des Mesencephalon und in der Epiphyse.

Denken Sie an die Motilität in den Bahnen, die das Rückenmark hinunter, um den vierten Ventrikel und unterhalb der Pons verlaufen. Können Sie nun die mechanische Physiologie in den Funktionen des Primären Atemmechanismus erkennen?

Türler ve etiketler

Yaş sınırı:
0+
Litres'teki yayın tarihi:
23 aralık 2023
Hacim:
1156 s. 94 illüstrasyon
ISBN:
9783941523333
Yayıncı:
Telif hakkı:
Автор
İndirme biçimi:
Metin
Ortalama puan 4,7, 348 oylamaya göre
Ses
Ortalama puan 4,2, 751 oylamaya göre
Metin
Ortalama puan 4,9, 121 oylamaya göre
Metin
Ortalama puan 4,7, 25 oylamaya göre
Metin
Ortalama puan 5, 58 oylamaya göre
Metin
Ortalama puan 0, 0 oylamaya göre