Kitabı oku: «Was geschah am 22 Juni 1941?», sayfa 4

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Ein jeder mehr oder weniger gebildeter Federfuchser wirft gerne Adolf Hitler seine Phrase „Kanonen statt Butter“ vor. Und kein Funktionär will sich selber fragen: ob es tatsächlich statt Butter diese berüchtigten Kanonen erzeugt wurden?

Von wegen! Die Kanonen im nationalsozialistischen Deutschland wurden zusammen mit Butter produziert, und der große Finanzier des zwanzigsten Jahrhunderts Hjalmar Schacht hatte sich dafür viel Mühe gegeben und einige großartige wirtschaftliche Lösungen gefunden, die die Wehrmacht mit ausgezeichneter Waffe versorgen ließen, ohne den Lebensstandard des deutschen Volkes zu senken.

Von 1934 bis zum 01.09.1939 machten die Rüstungsausgaben Deutschlands 60 Mrd. Reichsmark aus, beziehungsweise – 59,1 % von Haushaltsausgaben. Scheint schrecklich viel zu sein?

In Wirklichkeit ist es aber nicht besonders viel.

Die Arbeitsproduktivität der deutschen Industrie damals war eine der besten auf der Welt. Die deutsche Wirtschaft könnte theoretisch leichter Hand die Armee mit Waffen und die Zivilbevölkerung mit allen nötigen Mitteln fürs Leben und für die Erholung versorgen, einschließlich der Autos und Wohnungen, innerhalb kurzer Zeit und über die notwendige Menge.

Dieser Prozess war lediglich auf Finanzmöglichkeiten des Staates (Rüstungsauftraggeber) und der Bevölkerung (Käufer von Nähmaschinen, Fahrräder, Hosen und Röcken) beschränkt. Weder der Staat noch die Bevölkerung hatte das Geld für den Kauf nötiger Panzermenge und Hosen bei der Firmen – Hersteller, dabei handelte es sich nicht um die schönen Regenbogenpapiere (man hätte sie nach Herzenslust in Umlauf setzen können), sondern es gab kein reales Geld – Gold, Silber, Erdöl, Buntmetalle – all das, was „reale Aktiven“ genannt wird. Man hatte wählen müssen: entweder Panzer oder Hosen. Eine dritte Variante, wie es schien, gab es nicht.

Was sollte gemacht werden, damit durch den massierten Bau von Panzern, Kanonen und Flugzeugen die Bevölkerung nicht ihre letzte Hose verlieren und dabei keine kolossale Inflationswelle ausgelöst werden würde? Noch heute plagen sich mit der Lösung dieser Aufgabe die verwegensten Keynesianer ab. Die deutschen Nazis aber (allerdings nicht selbst; dafür hatten sie die hochprofessionellen Wirtschaftsleute) konnten dieses Problem leicht gelöst haben.

Sie schufen das parallele Geld, das ausschließlich für Finanzierung der Rüstungserzeugung prädestiniert war und das keinen freien Umlauf auf dem Finanzmarkt außer Deutschland hatte. Kurzum hatten sie einen parallelen Blutkreislauf des deutschen Wirtschaftsapparates (es ist bekannt, dass das Geld ein Wirtschaftsblut ist) geschafft.

Als solches Geld zuerst (1934–1935) fungierten die Mefo- Wechsel, benannt nach der Metallurgischen Forschungsgesellschaft mbH (Mefo). Sie wurden zur Bezahlung von Rüstungen für Firmen – Lieferanten emittiert, der Staat bürgte dafür. Die Wechsel waren ein normales Finanzinstrument, allerdings mit Vorbehalt. Sie durften nur von Industrieunternehmen, die für den Krieg tätig waren, benutzt werden.

Von 101,5 Mrd. Mark der deutschen Haushaltsausgaben in Jahren 1934–1939 stellten 20 Mrd. Mark die Mefo-Wechseln dar, d. h. Investitionsgeld, das kein Umlauf auf dem Markt hatte und deshalb keinen Inflationsdruck auf die Wirtschaft ausüben konnte.

Aber das war erst der Anfang.

Ab 1938 begann die Reichskreditverwaltung den FirmenHerstellern statt Gelder die „Geldüberweisungen für die Lieferung“ mit Tilgungsfrist von 6 Monaten auszuzahlen. Für ein Jahr solcher Überweisungen wurden über 6,5 Mrd. Reichsmark ausgezahlt und keine Mark davon war für den Einkauf von neuen Mercedes für Top – Manager der Rüstungskonzerne oder für den Erwerb von piekfeinen Villen und Jachten am Bodensee vertändelt worden. Das ganze Geld wurde zweckdienlich für die Waffen für Wehrmacht ausgegeben.

40 % der militärischen Aufträge wurden ab 1939 mit den sogenannten „Steuerquittungen“ bezahlt, mit denen die Auftragnehmer (Rüstungserzeuger) mit Lieferanten abrechnen durften. Insgesamt bis zum Kriegsanfang wurden anhand dieser Quittungen 4,8 Mrd. Mark ausgezahlt.

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Um die „Kapitalflucht“ ins Ausland zu verhindern, wurde 1937 eine „Bestimmung über deutsche Banken“ herausgegeben. Laut dieser Bestimmung wurde die Unabhängigkeit der Staatsbank beseitigt; der freie Markwechsel in eine andere Währung, sowie die Vollmacht der Baselbank (diese Bank war von Alliierten, aufgrund der entsprechenden Artikel des Versailler Vertrages beauftragt worden, das deutsche Finanzsystem bis zur Auszahlung aller Reparationen zu kontrollieren) wurden eingestellt. Das „Gesetz über Staatsbank“ (1939) hatte überhaupt alle Beschränkungen für Gewährung eines Staatskredits aufgehoben. Der Bedarf am parallelen Geld entfiel. Von nun an wurde die Mark mit dem auf das Dreifache gewachsenen Eigentum des Dritten Reiches gesichert!

Damit die gerissenen Kaufleute unter dem Vorwand der Außenhandelsgeschäfte keine Währung aus dem Reich hinausführen konnten, war ein sogenannter „Neuer Plan“ angenommen worden, nach dem der Außenhandel ab 1934 völlig unter Staatskontrolle gebracht wurde und infolgedessen traten alle Unternehmen der Struktur von 7 „Reichsgruppen der Industrie“ bei.

Deutschland lässt fleißig die ausländische Währung aus seinem Außenhandelsumsatz ausschließen, da es aller Grund zu der Annahme besteht, dass den Hauptgewinn von der Ausnutzung seiner Währung in fremdem Außenhandel ihr Emittent hat. Deswegen schafft die nationalsozialistische Regierung ein System von

Clearingverrechnungen mit europäischen südöstlichen Ländern. Der Vorschlag der Deutschen nach einem Clearingsystem zu arbeiten, ruft bei Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Jugoslawien und Polen, die unter chronischem Auslandswährungsmangel leiden, eine echte Begeisterung hervor.

Zum Beispiel ist der deutsche Export nach Polen im Jahre 1939 im Vergleich zum Vorjahr um 27 %, und der polnische Export um 14 % gewachsen.

Der Geldumlauf Deutschlands ist, dank der Teilausschließung von Militärproduktion aus dem gewöhnlichen Geldwarenumsatz, monetaristisch geblieben, in besten Traditionen der Chicagoer Schule. Die deutsche Regierung hatte die Finanzierung der militärischen Aufträge durch Schaffung vom Investitionsgeld zustande bringen können, dabei wurde auch das Produktionswachstum ohne Schaden für den Wohlstand der Nation stimuliert.

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Die Warenpreise für die Bevölkerung (egal, ob Nähmaschinen oder Zahnstocher) wurden einmal für immer festgesetzt, sie waren auch fest und ziemlich niedrig. Ein extra dazu ernannter Kommissar für die Preise (diese Dienststelle existierte ab 1936) hatte die Preise nicht nur zu kontrollieren, sondern auch festzusetzen (der Hersteller musste die Preise gewissenhaft begründen). Um das Defizit von diesen oder jenen Waren zu vermeiden, wurden die strengen Vorschriften von Ausgaben derselben Waren eingeführt. Das war noch kein Lebensmittelkartensystem, aber schon etwas Ähnliches. Nichtsdestotrotz wurden der Warenüberfluss und das Lebensmittel in deutschen Geschäften nicht vermindert, sondern ganz im Gegenteil.

Die Preise für viele Lebensmittelwaren waren im Reich absichtlich zu hoch festgesetzt, aber die Arbeiter bekamen jährlich 1 Mrd. Mark als Sonderzuwendungen für den Erwerb von Milch, Geflügel und Eier.

Außerdem erteilte die Deutsche Arbeitsfront kostenlos für seine Mitglieder die Sondergutscheine, für die man nur bestimmte Waren kaufen konnte.

Zum Beispiel: Die Kunststoffproduktion überstieg den geplanten Umfang, und die Bevölkerung kauft sie ungern – als Folge hiervon wird man überfüllte Lager haben. Sofort erteilt die DAF ihren Mitgliedern die Gutscheine für Kunststoffe, die auf dem Lager liegen ohne Chance erfolgreich auf dem Markt verkauft zu werden. Oder ein anderes Beispiel. Die Apfelsinenernte in Spanien hatte alle denkbaren Rekorde gebrochen, und Diktator Franco hofft sich damit mit Deutschland zu revanchieren für dessen Hilfe während des Bürgerkrieges, – in diesem Fall kriegen die Arbeiter Gutscheine für die Apfelsinen.

Um den Erfolg des nationalsozialistischen Wirtschaftsmodells zu veranschaulichen, muss mitgeteilt werden, dass das Großhandelspreisniveau von 1939 bis 1944 lediglich um 9 %, der Lebensstandard um 12 % und das Arbeitslohnniveau um 11 % zugelegt haben. Diese Zahlen sind undenkbar für ein Land, das einen erbitterten Krieg gegen die ganze Welt an mehreren Fronten geführt hatte!

1938 erreichte Deutschland einen Anteil von rund 20,8 % an der gesamten Weltindustrieproduktion und holte damit Großbritannien mit all seinen Kolonien ein!

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Ein so erfolgreiches wirtschaftliches Entwicklungsmodell beruhte auf der Ideologie des Nationalsozialismus. Dabei ist die Ideologie im gegebenen Fall nicht die Gesamtheit von gewissen abstrakten Prinzipien, sondern ein Komplex von praktischen Maßnahmen in der Wirtschaft, Politik und im Sozialbereich.

„Hitlers Nationalismus war aus dem jüdischen Rassismus hervorgegangen. Die Juden glauben, dass nur sie eine von Gott erwählte Nation sind und alle andere Nationen Goi, d. h. Untermenschen wären; das hatte Hitler bei ihnen übernommen: Im Gegensatz zu ihnen aber war er der Meinung, dass die Arier eine oberste Nation der Welt, Germanen – ihr oberster Zweig, und die anderen Nationen – Untermenschen sind.

In „seinem“ Sozialismus verwarf Hitler entschieden die Dogmen von Karl Marx: den Klassenkampf und Internationalismus. Göbels klärte die deutschen Arbeiter auf, dass der sowjetische Bolschewismus – der Kommunismus für alle Nationen sei, und der deutsche Nationalsozialismus – der Kommunismus ausschließlich für die Deutschen wäre. (J. Muchin „Der betrogene Hitler”, „Duell”, № 34 (81), 13.10.1998).

Hitler verzichtete auf den Klassenkampf und ließ die im Privateigentum befindliche Industrieunternehmen keineswegs verstaatlichen, – so was gab es bei Nazis im Programm überhaupt nicht! Hitler nahm den Besitzern ihr Eigentum nicht weg und hatte nicht einmal in Gedanken solche bolschewistische Methoden geplant. Aber er wies die Werkbesitzer in die harten Schranken des einheitlichen wirtschaftlichen Staatsplanes und stellte unter harte Kontrolle ihr Gewinn; seinerseits wurde ihnen ein staatlicher Auftrag für ihre Produktion garantiert. Dabei konnten die Fabrikbesitzer kein Geld ins Ausland überweisen und da verstecken, gleichzeitig durften sie den Profit nicht für den überflüssigen Luxus ausgeben, denn sie waren ja verpflichtet die Erträge von ihrem Handel in die Produktionsentwicklung zum Wohl Deutschlands anzulegen.

Die Formel des international- bolschewistischen Sozialismus, die Hitler von Marx entlehnt hatte, war ausschließlich des materiellen Charakters und deshalb so armselig: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen“. Nach Hitlers Auffassung war der Sozialismus etwas anderes:

„Sozialismus heißt: Das allgemeine Wohl steht über den persönlichen Interessen.

Sozialismus heißt: Nicht an sich denken, sondern ans Ganze, an die Nation, an den Staat denken.

Sozialismus heißt: Jedem das Seine, nicht allen das Gleiche“.

Die nationalsozialistische Ideologie sicherte eine beispiellose Vereinigung der Deutschen um ihren Staat. Als der Krieg begann, war ein Verrat der gegen Deutschland kriegsführenden Staaten zur gewöhnlichen Sache geworden: Zu den Deutschen überliefen Hunderte Tausend und Millionen Soldaten (will jemand das bestreiten? Rund 1,5 Millionen sowjetischer Bürger gehörten nach verschiedenen Schätzungen der Wehrmacht und SS!). Bei den deutschen Land – u. Luftstreitkräften hingegen hatten lediglich 615 Menschen (nach J. Muchin) in 5 Kriegsjahren ihren Eid gebrochen, und es war kein einziger Offizier unter ihnen!

Es gab noch einen Unterschied zwischen dem Nationalsozialismus und Marxismus. Ein grundlegender Unterschied, der bewies, dass der Marxismus eine aggressive Lehre war, die sich als falsches Spiegelbild der damals entstehenden „Globalisierung“ erwies; der Nationalsozialismus aber war eine ausschließlich autonome, geschlossene Lehre, die auf sein eigenes Innere gerichtet war und keine Neubekehrten anderes Blutes brauchte. Der Marxismus behauptet, dass der Sieg des Sozialismus in einem Land unmöglich sei und deshalb werden die Kommunisten aufgefordert, die kommunistischen Ideen in der ganzen Welt breitzutreten. Hitler wies aber ganz bestimmt darauf hin, dass der Nationalsozialismus nicht zum Export, sondern ausschließlich für den inneren Einsatz prädestiniert war. Nur für die Deutschen! Denn Hitler hatte keine anderen Völker in sein nationalsozialistisches Paradies eingeladen. Alle anderen Nationen waren ihm egal, und die undeutscheste aller Nationen, die Juden, sollte überhaupt aus Deutschland verschwinden, denn es gab im Dritten Reich keinen Platz weder für sie, noch für ihr Geld, noch für ihre Ideen.

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Die wirtschaftlichen Erfolge des Dritten Reiches gingen Hand in Hand mit einem langsamen Ausschluss des jüdischen Kapitals aus dem wirtschaftlichen Leben des Landes.

Am 26.03.1938 wurde ein Erlass über das Registrierungsverbot eines jüdischen Eigentums für den Betrag über 5000 Mark verabschiedet. Am 12 November erschien ein Erlass über den Ausschluss von Juden aus dem deutschen wirtschaftlichen Leben und am 3 Dezember – ein Gesetz über die verbindliche Arisierung der jüdischen Unternehmen. Vorhin war die Arisierung (Verkauf der jüdischen Unternehmen an die Deutschen, der sehr von der Verwaltung „empfohlen“ war) im Großen und Ganzen eine private Angelegenheit gewesen, aber ab 03.12.1938 wurde sie zum allgemeinen deutschen Gewerbe.

Es ist allerdings anzumerken, dass die Arisierung des Vermögens keine Nationalisierung war. Das war der Form nach ein freier Kauf und Verkauf!

Jeder Durchschnittsdeutscher konnte sehen, dass die Wirtschaftslage des Reiches Tag für Tag gefestigt wurde. Jeder Deutscher sah, dass dieser Vorgang nicht vom allmählichen Ausschluss der Juden aus dem wirtschaftlichen Leben des Landes zu trennen war (es muss allerdings darauf hingewiesen werden, dass im Jahre 1938 immer noch über 40000 Unternehmen den Juden gehörten). Wenn eins nicht vom anderen zu trennen ist, dann heißt es: die Nazis hatten wieder recht gehabt?! Und alle Deutschen hätten sich die letzte Mühe geben müssen, um alle Juden zu bewegen, Deutschland für immer zu verlassen? Wollen sie trotz alledem nicht weg? Dann würde ein gesamtdeutscher Pogrom selbst die Unfügsamsten zum Weggehen antreiben!

Die Tatsache, dass am 7 November 1938 in Paris der deutsche Botschaftsrat vom Rath von einem polnischen Juden Herschel Grünspann erschossen und das quasi zum Anlass für eine „Kristallnacht“ wurde, zählt nicht. Er hat ihn erschossen, na und? Es war einfach ein sehr emotionaler Bursche, der einen Brief von seinen Eltern bekommen und sich dafür entschieden hatte Rache zu nehmen! Da gibt es nicht viel zu staunen – das kommt vor! Allerdings ist es eigenartig, dass er ausgerechnet einen Beamten vom deutschen Außenministerium erschossen hatte. Denn Grünspanns Eltern waren am 28.10.1938 aus dem Reich abgeschoben worden, als polnische Staatsbürger, denen das polnische Konsulat die Passverlängerung verweigerte. Der Logik nach hätte eigentlich das Bürschchen 5–6 Kugeln durch einen polnischen Diplomaten jagen sollen, denn gerade wegen der Einstellung des polnischen Staates mussten Grünspanns Eltern das relativ satte Deutschland verlassen und nach trostlosen und hungrigen polnischem Krähenwinkel ziehen!

Es sei erwähnt, dass die Nazideutschen auch schon früher von Juden getötet wurden. 1936 erschoss David Frankfurter den Führer von schweizerischen Nationalsozialisten Wilhelm Gustloff, trotzdem gab es keinen Pogrom, obwohl Gustloff ein persönlicher Freund von Hitler war!

Das Eigentum der Juden in Deutschland 1933 wurde auf 12 Mrd. Goldmark geschätzt und warf ständigen Gewinn ab. Und sie sollten dieses Clondike verlassen und in die palästinensische Wüste umziehen? Waren sie etwa so dumm? Und was auch immer die Nazis getan haben (sie hängten den Juden „Davidsterne“ an die Kleidung; die Juden mussten sich je nach dem Geschlecht mit dem ersten Vornamen „Israeli“ oder „Sara“ eintragen lassen), es half nichts. Bis zum 1938 hatten kaum 150000 Juden Deutschland verlassen – das war weniger als ein Drittel der ganzen Judengemeinde.

Die „Kristallnacht“ war eine formelle Kriegserklärung.

Am 10.11.1938 begann die Weltschlacht zwischen dem Nationalsozialismus und internationalem Kapital, eine Schlacht, wo nur eine Seite siegen und die andere verlieren konnte, denn es gab auf der Erde keinen Platz für zwei unversöhnliche Ideologien.

Kapitel 2

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1939 wurde Polen das nächstfolgende Opfer des faschistischen Deutschlands.

Das ist eine bittere Wahrheit. In Berücksichtigung der Kriegsverluste, die das polnische Volk während des Zweiten Weltkrieges erlitten hatte – steht außer Zweifel, dass Polen ein Opfer war.

Opfer des faschistischen Deutschlands?

Kein Mensch, der wenigstens 5 Jahre der Mittelschule absolviert hatte, wird heute diesen Satz dem Zweifel unterziehen. Genauso, wie eine Behauptung, dass die Erde rund und Großbritannien ein Königreich ist. Das ist ein geschichtliches Axiom unter den anderen verschiedenen Axiomen.

Aber wir, lieber Leser, dürfen behaupten:

Das ist eine absolute, raffinierte Erfindung!

Denn die Wahrheit der Geschichte besteht darin, dass Polen im Jahre 1939 das nächstfolgende Opfer der englisch-französischen Sieger des Ersten Weltkrieges wurde!

Etwas stimmt nicht? Stimmt das Objekt mit dem Prädikat nicht überein?

Und ob das alles zusammenpasst!

Lasst uns, wie es sich gehört, von Erschaffung der Welt anfangen.

Zweites Polen war aus dem Nichts nach einer mehr als hundertjährigen Abwesenheit auf der politischen Weltkarte durch Ententestaaten (auch Kerenskiys Russland gehörte zu jenem Augenblick dazu) in Grenzen 1792, wie die Polen es zu sagen pflegen, wiederhergestellt worden.

Bemerkenswert ist, dass das „Kindchen“ sich nach der Geburt erstaunlich wild und aggressiv verhalten hatte.

Eben erst in Extrablättern erschienen, zettelte dieser neugeborene Staat sofort einige Grenzkriege an – praktisch gegen die ganze seine Nachbarschaft.

Ein sowjetisch-polnischer Krieg ist eine bekannte Sache, deshalb werden wir hier die polnische Invasion in Weißrussland und in die Ukraine und einen Gegenangriff der Ersten Reiterarmee, sowie den Feldzug Tuchatschewskiys an die Weichsel und sein blamables Scheitern keiner ausführlichen Analyse unterziehen. Auch das Rigaer Abkommen 1921, nach dem Bolschewiken leicht und zwanglos Westweißrussland und die Westukraine dem polnischen Joch überließen – werden wir nicht breittreten.

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Wir werden beiläufig einige andere Kriege erwähnen, die Polen Anfang 20-er Jahre geführt hatte.

Es kämpfte gegen Litauen um Wilna und das Wilna-Gebiet.

Das erste Mal ergriffen die Polen Wilna am 01.01.1919, aber schon nach 5 Tagen wurden sie von sowjetischen und litauischen Truppen aus der Stadt vertrieben.

Zum zweiten Mal waren die Stadt und das Gebiet von der 1 Infanteriedivision des Generals Rydz-Smigly am 19.04.1919 erobert worden, diesmal ziemlich gründlich.

Es ist völlig wurscht, dass am 8 Dezember der Entente Rat eine Entscheidung bezüglich der östlichen Grenze Polens (sogenannte „Curzon-Linie“) traf, nach der Wilna und das Wilna-Gebiet Litauens Eigentum wurden. Die Polen hatten ihre eigene Meinung, was die Grenzberichtigung und territoriale Zugehörigkeit dieses Territoriums anging (apropos, dieses Territorium war hauptsächlich von den weißrussischen Katholiken besiedelt, deren Interessen von Entente, aus welchem Grund auch immer, ignoriert wurden).

Am 31.03.1920 bildeten Litauen und RSFSR ein Militärbündnis gegen Polen und am 14 Juli vertrieben sowjetische Streitkräfte die Polen aus Wilna. Und dann, gemäß dem Abkommen, wurde die Stadt am 26 August den litauischen Streitkräften übergeben.

Darauf antwortete Polen mit Invasion seiner Truppen in Litauen am 22 September – wenn Litauen de-jure ein Militärverbündete der „Roten“ war, so hatte es, nach der Meinung der polnischen Regierung, keine Rechte auf die aus den Bolschewikenhänden erhaltenen Wilna und Wilna-Gebiet. Das Vorrücken der polnischen Legionen ging ziemlich gut voran – aber nur bis zum Anfang Oktober. Das polnische Unterfangen (muntere Eroberung von Wilna und Umgebungen) ging schief, nicht wegen eines erbitterten Widerstandes der Litauer, wie es jemand zu denken vermag, sondern weil sich die „erwachsenen Onkel“ aus Europa in diese blutige Zwietracht mischten. Entente hatte ihrem „Limitroph“– Staat (der halb verrückt wurde durch die unerwartet gewonnene Freiheit, einen Krieg nach Herzenslust zu führen) mit dem Fingerchen gedroht und am 7 Oktober wurde in Suwalki auf Drängen der Sieger-Länder ein Friedensvertrag zwischen Polen und Litauen unterschrieben, nach dem Wilna an die „baltischen Radikalen“ fiel.

Aber Polen hatte nicht einmal in Albträumen geplant, Wilna und Umgebung in Besitz dieser fragwürdigen Litauern zu übergeben. Eine direkte Aggression der polnischen Streitkräfte, nach dem Eingriff der „großen Onkel“ von Entente, wurde jetzt wegen der außenpolitischen Erwägungen zu einem schwierigen Unterfangen. Aber keiner kann ja dem „aufständischen Volk“ verbieten, die Macht in seiner Heimatstadt zu ergreifen! Was hatte denn Mister Wilson ununterbrochen von allen Tribünen verkündet? Dass die jede Nation das Recht auf Selbstbestimmung hat!

Sehr gut! Nun muss man sich einfach dafür sorgen, dass eine ähnliche Nation erschaffen wird, alles Weitere läuft dann wie geschmiert!

Gesagt, getan.

Am 9 Oktober 1921 drang in Litauen die erste litauischweißrussische Division vom General Zeligowski ein, die angeblich gegen Pilsudski rebelliert und selbst den Entschluss gefasst hatte, das Land der „Väter und Großväter“ zurückzuerobern.

Dieses Vorhaben ist ganz fadenscheinig gewesen und die Fäden waren armdick!

Ins Wilna-Gebiet, das bereits von den Polen (Pardon, jetzt galten sie als „Litauer-Weißrussen“) ergriffen worden ist, treffen die Streitkräfte von Entente ein und bringen die Konfliktparteien auseinander, was nicht im geringsten den General Zeligowski stört, am 30 November ein Dekret über Seimwahlen und Volksabstimmung unter der Gebietsbevölkerung über die territoriale Zugehörigkeit von „Mittellitauen“ (so nennt er das besetzte Territorium) zu erlassen.

Nach dem schallenden Sieg Zeligowskis bei der Volksabstimmung am 20 Februar, fasst der Wilnaer Seim den Beschluss über den Beitritt Mittellitauens zu Polen. Ganz einfach und mit Geschmack, durchaus demokratisch und im Sinne der Einhaltung von Menschenrechten.

Am 24 März 1922 lässt der polnische Seim das Wilna-Gebiet zum Teil Polens erklären (Und was soll man denn schon machen? Ein Volksentscheid, damit ist nicht zu spaßen!).

Und am 15 März folgenden Jahres werden Wilna und WilnaGebiet von der Entente als Teil Polens anerkannt. Alles legitim!

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Litres'teki yayın tarihi:
20 nisan 2021
Yazıldığı tarih:
2019
Hacim:
295 s. 42 illüstrasyon
ISBN:
978-5-043-42536-2
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