Kitabı oku: «Perry Rhodan-Trivid Prolog», sayfa 2

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894.387 zahlende Kunden, um genau zu sein. Und viele davon dürften im Augenblick maßlos enttäuscht sein, weil sie vergeblich auf die siebte Folge von »Die Galaxis der Rebellen« warteten.

Lian war gerade dabei gewesen, die Aufzeichnung für die Veröffentlichung vorzubereiten, als sich der Servo ihrer Wohnung gemeldet hatte. »Ein Anruf für dich. Perry Rhodan will dich sprechen.«

»Ja, klar. Wer sonst?«

»Ich habe die Verbindung und das Authentifizierungszertifikat geprüft. Es handelt sich tatsächlich um Rhodan.«

Im ersten Augenblick hielt sie es trotz der Versicherung des Servos für einen nicht besonders gelungenen Streich. Vielleicht von einem Kunden, der sie damit beeindrucken wollte, dass er ihre Identität herausgefunden hatte, obwohl sie in den Trivid-Serien stets maskiert und unter anderem Namen auftrat. Doch ein Blick auf das besorgte Gesicht im Kom-Holo belehrte sie eines Besseren.

»Mein Anruf muss überraschend für dich kommen«, sagte der Mann, dessen Gesicht sie in zahllosen Trivid-Aufzeichnungen gesehen hatte.

Überraschend? Das trifft es genauso, als würdest du sagen, nach Andromeda wäre man zu Fuß verhältnismäßig lange unterwegs.

Ein bizarrer Gedanke formte sich: War er ein heimlicher Fan von ihr? Wer wusste, was ein Unsterblicher in der Freizeit trieb? Und wenn jemand über die Möglichkeiten verfügte, sie aufzuspüren, dann war es Perry Rhodan. Aber dazu passte seine Miene nicht. Da war nicht der Optimismus eines Mannes zu sehen, der die Menschheit zu den Sternen geführt hatte, sondern Sorge.

»Was willst du?« Sie merkte selbst, wie barsch sie in diesem Augenblick klang. Nicht gerade die freundlichste Art, mit einer lebenden Legende zu sprechen. Ob sie an ihren Umgangsformen arbeiten sollte? Ach, warum?

»Ich …« Er zögerte. »Ich brauche deine Hilfe. Und leider läuft mir die Zeit davon. Bitte komm zu mir nach Hause, dort erfährst du alles Weitere.«

»Wann?« Sie versuchte, so professionell wie möglich zu sein. Nicht von einem Mann abschrecken lassen, der so uralt ist!

»Sofort!«

Anschließend hatte Lian versucht, ihm wenigstens ein paar Details zu entlocken, aber es war ihr nicht gelungen. Und so flog sie nun zu ihm, mit einem Berg von Fragen, so groß, dass er den Gleiter zu sprengen drohte.

Sie schaute noch einmal auf das Holo-Dossier, das sie kurz vor ihrem Aufbruch zusammengestellt hatte. In rascher Folge wechselten sich dreidimensionale, zum Teil bewegte Bilder und schlichte Texte vor ihren Augen ab: Fetzen aus Nachrichtensendungen, Dokumentationen, Artikeln. Sie wollte nicht unvorbereitet vor Rhodan stehen.

Immerhin war er »der Terraner«, wie ihn manche Medien mit einer gewissen Ehrfurcht nannten, als wäre das ein besonderer Titel. Während sie die Schnipsel betrachtete, kam sie sich vor wie im Geschichtsunterricht: gut 3000 Jahre Menschheitsgeschichte im Schnelldurchlauf, geprägt eben von diesem einen Menschen Perry Rhodan. Sie merkte sich jede noch so winzige Einzelheit seiner verrückten Biografie.

In einem weiten Bogen senkte sich ihr Gleiter hinab.

Was für eine kitschige Gegend: vergleichsweise schmale Straßen, an denen sich überwiegend altmodische Gebäude aneinanderreihten, meist zwei bis drei Stockwerke hoch. Mächtige Bäume spendeten Schatten, auf Büschen prangten Blüten in Dunkelrot und Dunkelblau, als ob sich ein Trivid-Künstler mit der Farbpalette ausgetobt hätte. Ein Trivid-Künstler mit nicht annähernd so viel Talent wie Lian, verstand sich.

Hier also wohnte er. Ausgerechnet in einem ehemaligen Diplomatenviertel. Wie das Dossier verriet, waren seine Nachbarn vor allem Pensionäre der Raumflotte und ausgemusterte Diplomaten, dazu einige halb vergessene Schauspieler, deren beste Zeiten Jahrzehnte zurücklagen.

Kurz bevor sie aufsetzte, sendete ihr Gleiter einen Impuls an den Gebäudeservo. Sie stieg aus, und nur eine Sekunde später öffnete sich die Haustür. Perry Rhodan trat heraus; sie erkannte ihn sofort: ein wenig größer als sie, schlank und sportlich, gekleidet in eine Kombination aus Hose und grauem Oberteil, die ihn wie einen Raumfahrer vergangener Zeiten wirken ließ, dunkelblonde Haare, ein offenes Gesicht.

Irrte sie sich, oder sah er sich tatsächlich gehetzt um?

Er trat auf sie zu und gab ihr die Hand; kräftig, aber nicht übertrieben fest. »Schön, dass du es so kurzfristig möglich machen konntest. Es freut mich, dich kennenzulernen. Wenn nur die Umstände erfreulicher wären.« Er lächelte schwach.

Ihr Blick suchte die kleine Narbe auf seinem Nasenflügel, die in jeder Dokumentation erwähnt wurde; sie war kaum sichtbar.

»Welche Umstände?« Kaum war die Frage draußen, überlegte sie sich, ob sie ihn nicht auch erst einmal hätte begrüßen sollen. Egal.

»Komm mit ins Haus. Ich muss dir etwas zeigen.«

Sie folgte ihm durch den Garten ins Gebäudeinnere. Sehr gediegen. Sehr aufgeräumt. Zu aufgeräumt für ihren Geschmack. Er führte sie in ein großes Wohnzimmer …

… wo Lian wie angewurzelt stehen blieb.

»Was ist das?«, fragte sie mit Blick auf das Standbild, das die Trivid-Projektoren als Holo in den Raum warfen.

»Das ist der Grund, warum ich dich hergebeten habe. Ich weiß noch nicht, worum es dabei geht, aber du scheinst der Schlüssel dazu zu sein.«

Zuvor

Perry Rhodan saß mit geschlossenen Augen im gemütlichsten Sessel seines Hauses und erfreute sich der Ruhe. Im Trivid sendete ein Entspannungskanal rund um die Uhr sphärische Klänge; an manchen Tagen benötigte er ruhige Musik.

Von den begleitenden Licht- und Farbspielen nahm Rhodan durch die Lider lediglich helle und dunkle Schattierungen wahr. Ein Genuss, den er sich viel zu selten gönnte. Ständig sah er sich mit interstellaren Krisen konfrontiert, die ein unbeschwertes Privatleben nahezu unmöglich machten. Immerhin war es seit acht Jahren einigermaßen ruhig geblieben. Doch was bedeutete diese Zeitspanne in einem über dreitausendjährigen Leben, in dem man sich an all die Katastrophen erinnerte, aber den Großteil der bedeutungslosen und daher umso glücklicheren Momente vergaß?

Acht Jahre. Eine kleine Woge im Ozean der Zeit.

Die Sphärenklänge brachen ab. Stattdessen sagte eine Männerstimme: »Ich grüße dich.«

Rhodan riss die Augen auf und fuhr aus dem Sessel hoch. Statt der Farbspiele zeigte das Trivid eine auf einen einfachen Holzstuhl gefesselte Frau, die ihm den Rücken zuwandte.

»Was …?«, stieß er hervor. »Servo, schalte zurück auf Sphero-Tranquil.«

»Der Kanal läuft bereits«, antwortete die Hauspositronik.

Tut er nicht, wollte Rhodan widersprechen, verkniff es sich aber. »Umschalten auf Augenklar.« Nichts geschah. Weiterhin saß die Frau mitten im Holo, dreidimensional und gefesselt. »Ich sagte: Umschalten.«

»Das habe ich getan.«

»Warum sehe ich trotzdem keine Nachrichten?«

»Das weiß ich nicht. Ich kann keine Störung feststellen.«

Ehe er der Sache weiter auf den Grund gehen konnte, erklang erneut die Männerstimme: »Ah! Du versuchst umzuschalten. Das bedeutet, du bist zu Hause und empfängst meine Sondersendung nur für dich. Sehr schön. Es gibt zwei Möglichkeiten, Perry Rhodan. Entweder bemühst du dich herauszufinden, wie es mir gelang, mich in dein Trivid-Signal einzuschleusen, was eigentlich unmöglich sein sollte. Ich weiß, ich weiß.« Ein kurzes, nicht unfreundliches Lachen schloss sich an, gefolgt von einem Ächzen wie unter Schmerzen; der Sprecher kam die ganze Zeit über nicht ins Bild. »Oder du hörst mir ein paar Minuten zu und rettest damit vielleicht sogar ein Menschenleben. Das Leben – wie du dir zweifellos denken kannst – dieser armen Frau.«

Türler ve etiketler

Yaş sınırı:
18+
Litres'teki yayın tarihi:
26 aralık 2025
Hacim:
25 s. 2 illüstrasyon
ISBN:
9783845337937
Telif hakkı:
Bookwire
İndirme biçimi:
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