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Kitabı oku: «Die Schlucht», sayfa 50

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Zweiundzwanzigstes Kapitel

Es war niemand anders als Mark Wolochow, der Paria, der Zyniker, der das Leben eines Landstreichers, eines Zigeuners führte, der alle Welt anborgte, auf harmlose Menschen schoß, der Gesellschaft als ein »zweiter Karl Moor«, wie Raiski sich ausgedrückt hatte, den Krieg erklärte, mit einem Wort . . . der Verstoßene und Schächer Barabbas, der als Staatsfeind unter Polizeiaufsicht stand.

Und diesem Menschen gab Wjera, dieses in dem behaglichen trauten Nest unter den Fittichen der Großtante aufgewachsene reizende Geschöpf, diese bewunderte Schönheit, zu der die vornehmsten Freier der Gegend nur schüchtern den Blick zu erheben sich trauten, der die kecksten Männer nicht mit einem unbescheidenen Blick, einer Schmeichelei, einem Kompliment sich zu nahen wagten, dieselbe Wjera, vor der selbst eine Despotin wie die Großtante sich beugte, nun mit einemmal heimliche Rendezvous! Wo hat sie ihn getroffen, wo ihn kennen gelernt, da ihm doch der Zutritt zu allen guten Häusern verwehrt war?

Es war auf höchst einfache, zufällige Weise geschehen. Im Spätsommer des vorigen Jahres, als die Äpfel eben reif waren und gepflückt werden sollten, saß Wjera eines Tages in der kleinen Akazienlaube, die in der Nähe des alten Hauses dicht am Zaune stand, und schaute gleichgültig auf das Feld, die Wolga und die Berge hinaus. Plötzlich bemerkte sie, daß nur wenige Schritte von ihr entfernt im Obstgarten die Zweige eines Apfelbaumes sich über den Zaun neigten.

Sie beugte sich vor und sah einen Menschen ruhig auf dem Zaune sitzen, der ein paar Äpfel in der Hand hielt und eben vom Zaune hinabspringen wollte. Es war weder ein Schuljunge noch ein Diener oder sonst einer der gewöhnlichen Obstdiebe.

»Was machen Sie hier?« fragte sie ihn plötzlich.

Er sah sie ein Weilchen an.

»Sie sehen, ich delektiere mich,« sagte er dann und biß in einen Apfel hinein. »Wollen Sie nicht auch einen kosten?« meinte er, rückte auf dem Zaune näher zu ihr heran und bot ihr gleichfalls einen Apfel an.

Sie trat einen Schritt vom Zaune zurück und betrachtete ihn mit Neugier, ohne eine Spur von Furcht.

»Wer sind Sie?« sagte sie streng – »und warum klettern Sie auf fremde Zäune hinauf?«

»Wer ich bin, geht Sie nichts an. Und warum ich auf die Zäune klettere? Ich sagte es Ihnen doch schon: ich hole mir Äpfel von den Bäumen.«

»Und Sie schämen sich nicht? Sie sind doch, wie es scheint, kein Schuljunge mehr!«

»Warum soll ich mich schämen?«

Er lachte.

»Heimlich fremde Apfelbäume zu plündern!« sagte sie vorwurfsvoll.

»Fremde Apfelbäume? Die Äpfel gehören mir – Sie haben sie mir gestohlen!«

Sie schwieg und fuhr fort, ihn mit Neugier zu betrachten.

»Sie haben jedenfalls Proudhon nicht gelesen,« sagte er und sah sie durchdringend an. »Das heißt, Sie sind wirklich eine Schönheit!« fügte er gleichsam in Parenthese hinzu. »Sie wissen natürlich nicht, was Prondhon sagt?«

»La propriété c’est le vol«, sagte sie.

»Ei, Sie haben ihn gelesen?« sagte er ganz erstaunt und sah sie mit großen Augen an.

Sie schüttelte verneinend den Kopf.

»Nun ja, diese göttliche Weisheit macht ja jetzt die Runde durch die ganze Welt. Soll ich Ihnen den Prondhon bringen? Ich besitze ihn.«

»Sie stehlen Äpfel und glauben, das sei kein Diebstahl, weil Herr Prondhon sagte . . .«

Er warf ihr einen raschen Blick zu.

»Und Sie glauben, das, was man Ihnen in der Pension oder im Institut gesagt hat . . . oder was . . . Aber sagen Sie, wer sind Sie? Dieser Garten gehört doch der Bereschkowa – Sie sind wohl ihre Großnichte? Sie soll zwei hübsche Mädchen im Hause haben . . .«

»Was geht es Sie an, wer ich bin? Warum wollen Sie das wissen?«

»Ich wollte Ihnen nur sagen, daß Sie an das glauben, was Ihre Großtante Ihnen als Wahrheit bezeichnet . . .«

»Ich glaube an das, was mich überzeugt.«

Er zog die Mütze und verneigte sich.

»Genau so wie ich! Sie halten es also für ein Verbrechen, daß ich diese Äpfel hier pflücke? . . .«

»Ich halte es für unanständig.«

»Ist das Ihre Überzeugung?«

»Ja.«

»Nun – ich bin noch nicht zu dieser Überzeugung bekehrt, aber ich will Ihnen eine Konzession machen: nehmen Sie die vier Äpfel, die ich noch habe, zurück!« sagte er und reichte ihr die Äpfel.

»Ich schenke sie Ihnen.«

Er zog wieder die Mütze, verneigte sich ironisch und biß in einen zweiten Apfel.

»Sie sind in der Tat eine Schönheit,« wiederholte er dann —«und zwar eine Schönheit in doppeltem Sinne: Sie besitzen auch Geist. Schade, daß Sie dazu bestimmt sind, das Leben irgendeines Idioten zu verschönern. Man wird Sie weggeben, Sie Ärmste . . .«

»Bitte, kein Mitleid! Man wird mich nicht weggeben – denn ich bin kein Apfel! . . .«

»Weil Sie gerade von Äpfeln reden: zum Dank für Ihr Geschenk will ich Ihnen Bücher bringen. Lesen Sie gern?«

»Den Prondhon?«

»Ja, und was es sonst dergleichen gibt. Ich bekomme immer die neuesten Sachen. Aber zeigen Sie Ihrer Großtante oder Ihren stumpfsinnigen Gästen nichts davon. Ich kenne Sie zwar nicht, doch glaube ich, daß Sie nicht von dem gleichen Schlage sind . . .«

»Woraus schließen Sie das? Sie kennen mich doch erst seit fünf Minuten . . .«

»Man merkt’s an der Kralle, zu welcher Art ein Vogel gehört. Es ist ein freier Schwung in Ihrem Denken – Sie gehören zu den Lebenden, nicht zu den Toten, und das ist heute die Hauptsache. Alles andere kommt dann von selbst, nur der Anstoß ist nötig. Wollen Sie, daß ich . . .«

»Gar nichts will ich! Sie reden vom freien Schwung in meinem Denken – und wollen mir dabei schon Fesseln anlegen! Wer sind Sie, und wie kommen Sie dazu, mich belehren zu wollen, sich zu meinem Lehrmeister aufzuwerfen?«

Er sah sie höchst verwundert an.

»Bringen Sie mir keine Bücher, und kommen Sie auch selbst nicht mehr hierher,« sagte sie und trat weiter vom Zaune zurück. »Es ist ein Wächter hier im Garten – wenn der Sie zu fassen bekommt, geht es Ihnen schlecht!«

»Jetzt riechen Ihre Worte wieder nach der Großtante, nach dem Städtchen, nach Fastenöl! Und ich dachte schon, Sie liebten die weiten Fluren und die Freiheit! Fürchten Sie sich vor mir? Wer bin ich wohl nach Ihrer Meinung?«

»Ich weiß nicht – wahrscheinlich irgendein Seminarist,« sagte sie obenhin.

Er lachte laut auf.

»Woraus schließen Sie das?«

»Die sind immer hungrig, unsauber und ärmlich angezogen . . . Kommen Sie in die Küche, ich will Ihnen etwas vorsetzen lassen!«

»Ich danke Ihnen bestens . . . Weiter haben Sie also an dem Seminaristen nichts bemerkt?«

»Ich habe noch nie einen näher kennengelernt und nur wenige gesehen. Sie sind so ungehobelt, führen eine so lächerliche Sprache . . .«

»Das sind unsere wahren Missionäre – ob ihre Sprache Ihnen noch so lächerlich klingen mag. Diese Hungrigen, Ausgemergelten sind es, die vor allem heran müssen! Sie gehen mit Eifer ins Feuer, marschieren blind darauf los . . .«

»Auf was denn?«

»Auf das Licht, auf die neue Wissenschaft, das neue Leben . . . Wissen Sie denn von nichts, haben Sie von alledem nichts gehört? Wie naiv Sie doch sind . . .«

»Was ist also mit diesen Seminaristen?«

»Man hält sie im Dunkeln, füttert ihre Seelen mit totem Aas und prügelt sie obendrein unbarmherzig. Und die ganz besonders heißblütig sind, bekommen nicht einmal Aas zu fressen, sondern einfach nur Prügel. Was Wunder, daß sie aus ihrer Finsternis ans Leben streben, daß sie sich begierig auf alles Neue stürzen . . . Es ist gesundes, frisches junges Volk, das nach Luft und Geistesnahrung hungert, und gerade diese Art brauchen wir . . .«

»Wen verstehen Sie unter ›wir‹?«

»Soll ich’s Ihnen sagen? Ich verstehe darunter die neue, kommende Macht . . .«

»Die neue, kommende Macht – die also sind Sie!« sagte sie und sah ihn zugleich neugierig und spöttisch an. »Doch wer sind Sie denn sonst? Oder ist Ihr Name ein Geheimnis?«

»Mein Name? Werden Sie nicht erschrecken?«

»Ich weiß nicht – vielleicht. Aber nennen Sie ihn nur!«

»Ich bin Mark Wolochow. Das ist hier in diesem muffigen Erdenwinkel etwa gleichbedeutend mit Pugatschew oder Stenjka Rasin.«

Sie blickte ihn immer wieder voll Neugierde an.

»Der sind Sie also!« sagte sie. »Sie scheinen nicht wenig stolz zu sein auf Ihren großen Namen! Ich habe von Ihnen schon gehört – Sie haben auf Nil Andreitsch geschossen und Ihren Hund auf eine Dame gehetzt . . . Und das ist die neue Macht? Gehen Sie – und kommen Sie nicht wieder her . . .«

»Sie sagen es wohl sonst der Großtante?«

»Unbedingt. Leben Sie wohl!«

Sie entfernte sich, während er ihr mit heißen, gierigen Augen folgte.

»Wenn man diesen Apfel so stehlen könnte!« murmelte er für sich, während er vom Zaune herabsprang.

Sie hörte seine letzten Worte nicht. Der Großtante sagte sie nicht ein Wort von ihrer Begegnung – nur ihrer Freundin Natalia Iwanowna erzählte sie von dem Abenteuer, verpflichtete sie jedoch, niemandem etwas davon zu sagen.

Vierter Teil

Erstes Kapitel

Nachdem Wjera Raiski verlassen hatte, blieb sie noch ein Weilchen stehen und lauschte, ob er ihr nicht folge, dann schlüpfte sie plötzlich seitwärts ins Gebüsch, bahnte sich mit dem Schirm einen Weg durchs Gezweige und huschte wie ein Schatten auf dem ihr bekannten schmalen Fußwege hin.

Sie gelangte nach dem verfallenen, halb vermorschten Pavillon in dem Haine, der einstmals einen Teil des Parks gebildet hatte. Die Treppe war losgelöst, die Stufen klafften auseinander, der Boden im Innern hatte sich gesenkt, einige Bretter waren eingestürzt, andere gaben unter den Füßen nach. Nur der schiefstehende Tisch und die beiden ehedem grünen Bänke waren unter dem moosbedeckten Dache noch übrig geblieben.

In dem Pavillon saß Mark Wolochow, und vor ihm auf dem Tische lag seine Büchse und seine Ledertasche. Er reichte Wjera die Hand und zog sie fast über die zerbrochenen Treppenstufen in den Pavillon hinein.

»Warum so spät?«

»Der Bruder hat mich aufgehalten,« sagte sie und blickte auf die Uhr. »Übrigens beträgt die Verspätung nur eine Viertelstunde. Nun, wie geht es? Ist nichts Neues vorgefallen?«

»Was soll vorgefallen sein?« fragte er. »Haben Sie etwas erwartet?«

»Hat man Sie nicht wieder auf die Hauptwache gebracht, oder auf der Polizei eingesperrt? Ich erwarte es jeden Tag . . .«

»Nein, ich bin jetzt vorsichtiger geworden, seit Raiski in einer Anwandlung von renommistischer Großmut die Geschichte mit den Büchern auf seine Kappe genommen hat . . .«

»Ich liebe das nicht an Ihnen, Mark . . .«

»Was lieben Sie nicht?«

»Dieses trockene, höhnische Verhalten gegen alles, was nicht Ihre eigene Person betrifft. Der Bruder hat durchaus nicht renommiert, er hat mir nicht einmal ein Wort davon gesagt. Sie wollen den guten Dienst, den er Ihnen geleistet hat, nicht anerkennen.«

»Doch – aber ich tue es auf meine Weise.«

»Ja, wie der Wolf den guten Dienst des Kranichs anerkennt. Warum können Sie ihm nicht so von Herzen, ganz schlicht und einfach, Dank sagen, wie er schlicht und einfach getan hat, was Sie verlangten? Der richtige Wolf sind Sie,« sagte sie, indem sie im Scherz mit dem Sonnenschirm nach ihm ausholte. »Alles verneinen, alles verlästern, alles scheel ansehen . . . Ist das Stolz, oder . . .«

»Oder was?«

»Oder Renommage, eitle Pose – die neue Erziehungsmethode der ›kommenden Macht‹? . . .«

»Ach, Sie Spötterin!« sagte er, sich dicht neben sie setzend.

»Sie sind noch jung, haben noch nicht gelebt, noch nicht Zeit gefunden, Ihre Seele mit all den Giften der guten alten Zeit zu infizieren. Wann wird es mir endlich gelingen, Ihnen den Wert echt menschlicher Wahrheit begreiflich zu machen?«

»Und wann wird es mir gelingen, Sie von dem Unwert echt wölfischer Lüge zu überzeugen?«

»Um Worte sind Sie nicht verlegen: ein kluges Mädchen! Langeweile empfindet man in Ihrer Gesellschaft nicht. Wenn ich jetzt obendrein noch . . .«

Er kratzte sich nachdenklich hinter dem Ohr.

»Ins Polizeigefängnis gesperrt würde . . .« ergänzte sie den von ihm begonnenen Satz. »Ich glaube, das fehlt Ihnen noch zu Ihrem Glücke!«

»Wenn Sie nicht wären, würde ich längst irgendwo hinter Schloß und Riegel sitzen. Sie hindern mich daran . . .«

»Sie können nicht friedlich leben, Sie wollen immer Sturm haben! Und dabei haben Sie mir doch versprochen, ein anderes Leben zu beginnen, und was sonst noch alles.

Ich war so glücklich, daß man sogar zu Hause meine Verzückung bemerkt hat. Und Sie schlagen schon wieder die alte Tonart an!«

Er nahm ihre Hand in die seine.

»Eine reizende Hand,« sagte er, küßte mehrmals ihre Hand, preßte einige Küsse darauf und suchte sie an sich zu ziehen und auf die Wange zu küssen, doch rückte sie von ihm ab.

»Wieder nicht! Wann wird diese Zurückhaltung ein Ende nehmen? Sie halten wohl jetzt, um Mariä Himmelfahrt, die Fasten inne? Oder sparen Sie Ihre Zärtlichkeiten so lange auf. . .«

»Ich liebe es nicht, wenn Sie darüber scherzen!« sagte sie, ihm ihre Hand entziehend. »Sie wissen das ganz genau.«

»Der ›Ton‹ gefällt Ihnen nicht?«

»Nein, er ist mir unangenehm. Sie müssen sich ihn abgewöhnen, wie überhaupt diese Wolfsmanieren! Das wird der erste Schritt zur menschlichen Wahrheit sein.«

»Ach, seht doch das gnädige Fräulein, das kleine Pensionsdämchen! Sie buchstabieren ja noch kaum – vom Ton zu sprechen, und von Manieren! Es geht verdammt langsam mit Ihrer Entwicklung zum Weibe! Vor Ihnen liegt die Freiheit, das Leben, die Liebe, das Glück – und Sie reden vom Ton und von Manieren! Wo bleibt da der Mensch, wo das Weib in Ihnen? . . . Von was für einer Wahrheit kann da die Rede sein?«

»Jetzt sprechen Sie ganz wie Raiski . . .«

»Ja, Raiski – was macht er denn? Hat ihn noch immer die Leidenschaft in ihren Krallen?«

»Schlimmer denn je. Ich weiß wirklich nicht, was ich mit ihm machen soll.«

»Was Sie mit ihm machen sollen? Zum Narren müssen Sie ihn haben, nasführen müssen Sie ihn . . .«

»Das ist so häßlich, so peinlich und beschämend,« sagte sie kopfschüttelnd. »Ich verstehe mich nicht darauf, es liegt mir nicht.«

»Wessen sollten Sie sich denn schämen? Meinen Sie nicht, daß auch er Sie nasführt?«

Sie schüttelte zweifelnd den Kopf.

»Nein, er scheint wirklich verliebt . . .«

»Um so schlimmer; er wirbt um Sie wie um seine Leibeigene. Diese Verse, die Sie mir zeigten, die Bruchstücke Ihrer Unterhaltung mit ihm – alles das zeigt deutlich, daß er nur einen Zeitvertreib sucht. Man muß ihm eine Lektion erteilen . . .«

»Richtiger ist’s jedenfalls, ihm alles zu sagen – dann reist er ab. Er sagt, diese Heimlichkeit errege ihn – sobald er alles wisse, werde er sich beruhigen und abreisen . . .«

»Glauben Sie ihm nicht, er lügt, er sucht Ausflüchte. Sobald Sie ihm die Wahrheit sagen, wird er Sie hassen, oder er wird Ihnen Moral predigen, wenn er es nicht gar der Großtante sagt . . .«

»Das verhüte Gott!« unterbrach ihn Wjera erschreckend – »niemand anders darf es ihr sagen, als nur wir selbst . . . Ach, könnten wir es doch recht bald tun! Soll ich vielleicht für einige Zeit verreisen? . . .«

»Wohin wollen Sie reisen? Für längere Zeit könnten Sie nicht fort, wohin sollten Sie gehen? Und wenn Sie nur für kurze Zeit verschwinden, reizt ihn das nur wieder. Sie waren doch schon fort – und was hat es geholfen? Nein, es gibt nur ein Mittel – ihm nicht die Wahrheit zu sagen, sondern ihn hinzuhalten. Lassen Sie ihn den Kopf verlieren, Verse deklamieren, den Mond an schauen . . . er ist doch ein unheilbarer Romantiker . . . Er wird schließlich nüchtern werden und abreisen . . .«

Ein Seufzer entstieg ihrer Brust. »Er ist kein Romantiker, sondern ein Poet, ein Künstler,« sagte sie. »Ich beginne an ihn zu glauben. Es steckt viel echte Empfindung, viel Wahrheit in ihm . . . Ich würde ihm nichts verheimlichen, wenn er selbst nicht von dieser . . . Leidenschaft, wie er es nennt, beherrscht wäre. Nur um ihn ein wenig abzukühlen, spiele ich diese törichte Doppelrolle . . . Ist dieser Rausch erst bei ihm verflogen, dann zögere ich nicht, ihm alles zu sagen, aus eigenem Antrieb . . . und wir werden Freunde sein . . .«

»Lassen wir ihn schon!« sagte Mark und ergriff wieder ihre Hand. »Wir sind doch nicht zusammengekommen, um uns über ihn zu unterhalten!«

Er küßte schweigend ihre Hand. Sie überließ sie ihm mit nachdenklicher Miene.

»Nun, was gibt es sonst zu erzählen?« sagte sie, ihre trüben Gedanken mit Gewalt verscheuchend.

»Was soll es geben?«

»Was haben Sie in diesen Tagen getrieben, wen haben Sie gesprochen? Haben Sie sich nicht wieder irgendwo verschnappt, von der kommenden Macht, dem heimlichen Kaiser, den jungen Hoffnungen gesprochen? Ich erwarte es jeden Tag; zuweilen bin ich ganz hin vor Angst und Unruhe.«

»Nein, nein,« sagte Mark lachend, »haben Sie keine Angst, ich lasse sie laufen, diese Idioten. Es lohnt sich nicht, sich mit ihnen abzugeben.«

»Ach, wenn’s doch der Fall wäre: das wäre sehr vernünftig! Sie sind auf Ihre Art schlimmer als Raiski, Sie verdienen eine Lektion weit eher als er. Er ist ein Künstler, er zeichnet, schreibt Geschichten. Seinetwegen kann ich ruhig sein – um Sie aber muß ich mich ewig ängstigen. Neulich war wieder bei den Losgins solch eine Geschichte – der jüngere Sohn des Hauses, Wolodja, ein vierzehnjähriger Junge, erklärte plötzlich seiner Mutter, er würde nicht mehr zur Messe gehen.«

»Nun – und was weiter?«

»Er bekam eine Tracht Prügel, und man nahm ihn ins Gebet, wie er auf solche Einfälle komme. Da sagte er, er habe das von seinem älteren Bruder. Dieser wiederum hatte im Mädchenzimmer einen ganzen Abend Propaganda getrieben – es sei ein Unsinn, zu fasten, es gebe keinen Gott, und die Ehe sei der größte Blödsinn . . .«

»Ach!« rief Mark erschreckend – »im Mädchenzimmer? Ist das wahr? Und ich habe ihn für einen so verständigen Menschen gehalten, habe stundenlang mit ihm geredet und ihm Bücher gegeben . . .«

»Mit denen ging er zum Buchhändler und sagte: ›Seht her, solche Bücher müßt ihr feilhalten! . . .‹ Wenn er nun Ihren Namen nennt, Mark?« sagte Wjera im Tone ernsten, zärtlichen Vorwurfs. »Jedesmal, wenn Sie Abschied nahmen und mich um ein neues Stelldichein baten, haben Sie mir versprochen, das zu lassen . . .«

»Ich habe es auch nicht mehr getan, seit ich es Ihnen versprach. Ich habe jede Verbindung mit ihnen abgebrochen. Schelten Sie mich nicht, Wjera!« sagte Mark düster.

Er versank in tiefes Brüten.

»Wenn Sie nicht wären,« sagte er, von neuem ihre Hand ergreifend, »würde ich morgen von hier entfliehen.«

»Wohin? Überall ist dasselbe – überall gibt es junge Bürschchen, die sich danach sehnen, daß ihnen der Schnurrbart recht bald wachsen möchte, und überall gibt es auch Mädchenstuben . . . Erwachsene Leute hören doch auf so etwas nicht! Schämen Sie sich nicht der Rolle, die Sie spielen?« sagte sie nach einem Weilchen und kraute ihm, während er sich über ihre Hand beugte, das Haar. »Glauben Sie wirklich an sie, halten Sie sich wirklich im Ernst für einen Berufenen?«

Er warf den Kopf in den Nacken.

»Sie reden von einer Rolle . . . es handelt sich darum, die Geister mit einem Strahl lebendigen Wassers anzufrischen!«

»Glauben Sie an die Kraft dieses ›lebendigen Wassers‹?«

»Hören Sie, Wjera – ich bin nicht Raiski,« fuhr er, sich von der Bank erhebend, fort. »Sie sind ein Weib, oder vielmehr noch nicht einmal ein Weib, sondern eine Knospe, die sich erst noch entwickeln, erst zum Weibe werden soll. Erst wenn Sie zum Weibe geworden, werden Sie viele Geheimnisse begreifen, die sich ein Mädchenkopf nicht einmal träumen läßt, die sich nicht mit Worten erklären lassen, sondern nur auf dem Wege der Erfahrung erfaßt werden können . . . Ich zeige Ihnen den Weg der Erfahrung, zeige Ihnen, wo das Leben ist, und worin es besteht – und Sie machen auf der Schwelle Halt und sträuben sich, weiterzugehen! Sie haben so viel versprochen – und schreiten doch so langsam vorwärts! Und dabei wollen Sie mich noch belehren! Vor allem aber: Sie glauben nicht!«

»Seien Sie mir nicht böse,« sagte sie aufrichtig, in herzlichem Tone – »ich stimme mit Ihnen in dem überein, was mir recht und wahr scheint. Und wenn ich Ihnen nicht entschieden genug auf dieses Leben, diese Erfahrung, von der Sie reden, loszuschreiten scheine, so geschieht es deshalb, weil ich selbst sehen und wissen will, wohin ich gehe.«

»Mit anderen Worten: Sie räsonnieren, erwägen.«

»Ja – wollen Sie denn, daß ich nicht erwäge?«

»Hören Sie, Wjera,« sagte er, »erstens liebe ich Sie und verlange eine volle, klare Antwort – und dann bitte ich Sie, mir Glauben zu schenken und auf mich zu hören. Ist in mir vielleicht weniger Glut, weniger Leidenschaft als in Ihrem Raiski mit all seiner Poesie? Ich weiß nur von meiner Leidenschaft nicht so poetisch zu reden und halte das auch für überflüssig. Die echte Leidenschaft schwatzt nicht . . . Aber leider glauben Sie mir nicht, hören nicht auf mich und wollen mich nicht hören . . .«

»Überlegen Sie doch, Mark, was Sie von mir verlangen: ich soll durchaus dümmer sein, als ich es wirklich bin! Sie haben mir selbst die Freiheit gepredigt, und nun wollen Sie den Herrn spielen und stampfen mit dem Fuße auf, weil ich Ihnen nicht sklavisch gehorchen will . . .«

»Wenn Sie kein Vertrauen zu mir haben, wenn Sie an mir zweifeln – dann lassen wir lieber voneinander,« sagte er, »dann ist es besser, wir sehen uns nicht mehr . . .«

»Ja, es ist wirklich besser,« sagte auch sie in bestimmtem Tone, »ich will jedenfalls niemandem blindlings glauben! Ich will es nicht. Sie weichen jeder offenen Erklärung aus, während ich verlange, daß kein Nebel, keine Zweideutigkeit, kein Mißverständnis zwischen uns bestehe, daß wir einander kennen lernen und uns gegenseitig vertrauen . . . Ich kenne Sie nicht . . . und kann Ihnen nicht vertrauen!«

»Ach, Wjera!« sagte er unwillig, »Sie flüchten sich noch immer unter die Röcke Ihrer Großtante, wie ein Hühnchen unter die Fittiche der Henne: Sie haben ganz dieselben sittlichen Vorstellungen wie sie! Sie putzen die Leidenschaft mit irgendeinem phantastischen Kostüm aus, genau so wie Raiski, statt einfach bei der Erfahrung die Wahrheit zu suchen . . . und dann zu glauben, zu vertrauen . . .« sagte er und blickte dabei zur Seite. »Lassen wir alle andern Fragen aus dem Spiel – ich will sie jetzt nicht berühren. Es liegt doch alles so einfach, so klar zwischen uns: wir lieben einander . . . ja oder nein?«

»Was folgern Sie daraus, Mark?«

»Wohlan, wenn Sie mir nicht glauben wollen, dann schauen Sie einmal ringsum: von klein auf leben Sie in Feld und Wald und sehen diese Erfahrungen nicht . . . blicken Sie hierhin, dahin . . .«

Er zeigte nach einer Taubenschar, die sich auf und nieder schwingend durch die Lüfte schwebte, und dann nach einem Schwalbenpaar, das, einander jagend, in raschem Fluge vorüberschoß. »Lernen Sie von Ihnen, sie räsonnieren und klügeln nicht!«

»Ja,« sagte sie, »aber lernen auch Sie von ihnen, sehen Sie, wie sie um das Nest kreisen?«

Er wandte sich ab.

»Da fliegt eine irgendwohin – jedenfalls holt sie Futter. . .«

»Und zum Winter fliegen sie alle auf und davon!« warf er achtlos, immer noch zur Seite blickend, hin.

»Doch zum Frühjahr kehren sie nach demselben Neste zurück,« bemerkte sie.

»Ich höre auf Sie und glaube Ihnen, wenn ich sehe, daß Sie vernünftig reden,« sagte er. »Meine schroffe Art gefiel Ihnen nicht – und ich habe sie gemildert. Ich habe mich wieder in die alten Manieren hineingefunden und werde bald der reine Tit Nikonytsch sein, werde Kratzfüße machen, und Komplimente schneiden, und süßlich lächeln. Ich schimpfe nicht, ich zanke nicht, man hört mich kaum noch. Wie lange dauert es noch, und ich gehe alle Tage in die Frühmesse. Was wollen Sie noch mehr?«

»Alles das sind nichtssagende Dinge, nicht das ist’s, was ich wollte!« sagte sie mit einem Seufzer.

»Was wollten Sie denn sonst?«

»Alles wollte ich! Oder wenn nicht alles, so doch vieles! Und bisher habe ich noch nicht einmal erreicht, daß Sie sich selbst schonen . . . wenn auch nur für mich . . . daß Sie aufhören, die ›Geister anzufrischen‹, und sich so benehmen wie andere Menschen . . .«

»Wenn ich aber aus Überzeugung handle?«

»Was wollen Sie denn erreichen? Was erhoffen Sie?«

»Die Dummen will ich belehren . . .«

»Was wollen Sie lehren? Sind Sie denn selbst Ihres Wissens so sicher? Wollen Sie sie zu alledem bekehren, worüber wir uns hier schon seit einem Jahre streiten? Es ist doch unmöglich, so auf Ihre Art zu leben. Das ist ja alles sehr kühn, sehr neu, sehr interessant . . .«

»Ach, nun sind wir wieder bei dem alten Thema! Es weht wieder so modrig dort vom Berge herunter!« fiel Mark ihr ins Wort.

»Das ist immer Ihre Antwort, Mark!« sagte sie kurz. »Alles muß umgestürzt werden, alles ist Lüge – was aber Wahrheit ist, wissen Sie selbst nicht . . . Darum bin ich auch so mißtrauisch . . .«

»Der reflektierende Verstand ist bei Ihnen stärker als Natur und Leidenschaft,« sagte er. »Sie sind ein junges Dämchen, das heiraten will. Das ist nicht Liebe! . . . Das ist Langeweile! Ich will Liebe, Glück . . .« sagte er mit Nachdruck.

»Wenn ich ein Dämchen wäre, dem es nur aufs Heiraten ankommt, dann würde ich sicher eine andere Wahl treffen, Mark!« sagte sie verletzt und erhob sich von ihrem Platze.

»Verzeihung – ich bin grob gewesen,« sagte er, sich entschuldigend, und küßte ihr die Hand. »Aber Sie unterdrücken Ihr Gefühl, Sie zögern, Sie suchen und fragen, statt zu genießen . . .«

»Ich suche und frage, wer und was Sie sind, weil ich mit meinem Gefühl keinen Scherz treibe. Sie aber sehen alles nur als eine Zerstreuung, einen Zeitvertreib an . . .«

»Nein, sondern als eine Notwendigkeit, ein Bedürfnis. Mir ist wahrhaftig nicht scherzhaft zumute, ich verbringe meine Nächte ganz ebenso schlaflos wie Raiski. Das ist eine Folterqual! Ich hätte nie gedacht, daß die Aufregung einen solchen Grad erreichen könnte.«

Es war Zorn, ja fast Bosheit, was aus seinen Worten sprach.

»Sie sagen, daß Sie mich lieben . . . Sie sehen, daß auch ich Sie liebe . . . Ich rufe Sie zum Glücke, und Sie fürchten sich davor!«

»Nein – sondern ich will von einem Glücke nichts wissen, das nur einen Monat, nur ein halbes Jahr währt . . .«

»Sie wollen ein Glück für das ganze Leben, womöglich über das Grab hinaus?« meinte er spöttisch.

»Ja, für das ganze Leben! Ich will sein Ende nicht sehen – und Sie sehen schon jetzt sein Ende und sagen es voraus! Ich glaube nicht an solch ein Glück, und ich vermag es nicht! Es ist nicht echt, nicht zuverlässig . . .«

»Wann habe ich etwas vorausgesagt?«

»Schon oft – vielleicht nicht ausdrücklich, nicht in bestimmten Worten, aber doch dem Sinne nach, der mir nicht entgangen ist. ›Wozu in die Ferne schauen?‹ sagten Sie. Dann sprachen Sie von einem Philistertum, das sich sein Glück nach Ellen und Pfunden zumessen lasse. Ich habe mir alle diese Sprüche wohl gemerkt! ›Im Fluge muß man vom Becher des Glückes trinken und dann, nach zwei, drei Schlucken, fliehen und ein neues Glück suchen, damit einen der Überdruß nicht ankommt.‹ – ›Laß den Apfel nicht erst vom Baume fallen, pflücke ihn rasch, und pflücke dir morgen einen anderen.‹ – ›Bleib nicht an einem Orte sitzen, wie eine Schnecke, und kleb‹ nicht an der Scholle.‹ – ›Man bleibt beieinander, solange es eben dauert – und trennt sich dann . . .‹ – Das alles sind Äußerungen, die Sie getan haben, und die doch sicher Ihren Überzeugungen entsprechen . . .«

»Nun, und wenn sie ihnen entsprechen – was dann? Sie sehen, daß ich nicht heuchle, daß Sie mir glauben können – warum tun Sie es also nicht?«

»Weil ich an etwas anderes, Besseres, Zuverlässigeres glaube, und weil ich Sie . . .«

»Zu diesem besseren Glauben bekehren will . . .«

»Ja!« sagte sie, »das will ich, und das ist die eine und einzige Vorbedingung meines Glücks; ein anderes Glück kenne und wünsche ich nicht.«

»Leben Sie wohl, Wjera, Sie lieben mich nicht. Sie spähen hinter mir her wie ein Spion, Sie klauben an meinen Worten herum, ziehen allerhand Schlüsse . . . Sooft wir zusammen sind, streiten Sie mit mir, unterwerfen mich einem peinlichen Verhör – im Punkte des Glücks aber halten wir noch immer dort, wo wir vor einem Jahre hielten . . . Lieben Sie doch Ihren Raiski: aus dem können Sie, wie aus einer Puppe, machen, was Sie wollen . . . können ihn mit allen möglichen bunten Lappen aus der Schneiderstube der Großtante ausputzen, können jeden Tag einen neuen Romanhelden aus ihm formen, bis ins Unendliche. Ich habe dafür keine Zeit, ich habe ernstere Dinge vor . . .«

»Ach, sehen Sie – ernstere Dinge! Und die Liebe, das Glück – das ist nur Zeitvertreib?«

»Sie möchten wohl so recht nach alter Manier die Liebe zum ganzen Lebensinhalt machen, möchten sich ein Nest bauen, wie es die Schwalben da haben, möchten darin sitzen und immer nur ausfliegen, wenn Futter nötig ist? Das ist so das Leben, wie Sie es sich vorstellen!«

»Und Sie möchten für einen Augenblick in ein fremdes Nest hineinflattern und dann wieder fortfliegen und es vergessen . . . aus den Augen, aus dem Sinn . . .«

»Ja – sobald es mir aus dem Sinn entschwindet! Und ist dies nicht der Fall – dann kehre ich eben zurück. Oder wollen Sie, daß ich mir Zwang antue und auf jeden Fall zurückkehren soll, auch wenn ich keine Lust dazu verspüre? Ist das vielleicht Freiheit? Wie denken Sie darüber?«

»Ich verstehe das nicht . . . diese Vogelsitten,« sagte sie.

»Sie meinten es vorhin doch nicht im Ernst, als Sie auf die Natur, auf die Tiere hinwiesen . . .«

»Und Sie – sind Sie kein Tier? Sie sind wohl ein Geist, ein Engel, ein unsterbliches Wesen? . . .«

»Leben Sie wohl, Wjera, wir haben uns ineinander getäuscht: ich bedarf keiner Schülerin, sondern eines Kameraden . . .«

»Ja, Mark, eines Kameraden!« fiel sie ihm leidenschaftlich ins Wort, »eines Kameraden, der ebenso stark wäre wie Sie, der Ihnen gleichstände! Nicht Ihre Schülerin will ich sein, sondern Ihr Kamerad fürs Leben! Ist’s nicht recht so?«

Er antwortete nicht auf ihre Frage, als hätte er sie gar nicht gehört.

»Ich dachte,« fuhr er fort, »wir würden bald eins werden und uns dann trennen – das hängt eben von den Organismen, den Temperamenten, den Umständen ab. Freiheit auf beiden Seiten – und was dann weiter kommt, muß eben ertragen werden: Freude, Lust und Glück für beide Teile, oder Freude und Ruhe für den einen, Qual und Kummer für den andern Teil. Das ist dann schon nicht mehr unsere Sache, darüber würde das Leben selbst entscheiden, und wir hätten uns blindlings seiner Entscheidung zu fügen und sein Gesetz zu erfüllen. Sie aber grübeln über alle möglichen Folgen, gehen der Erfahrung aus dem Wege und lassen wie eine alte Jungfer Ihr Urteil kreuz und quer laufen. Sie gehören noch ganz zum Heerbann der Großtante, sind diesen Provinzgecken, Offizieren und stumpfsinnigen Gutsbesitzern ebenbürtig. Wo Wahrheit und Licht ist – davon haben Sie keine Ahnung, Wjera! Ich habe mich in Ihnen getäuscht. Schlaf, mein Kindchen! Adieu! Es ist schon am besten, wir gehen einander aus dem Wege.«

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Yaş sınırı:
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Litres'teki yayın tarihi:
10 aralık 2019
Hacim:
1300 s. 1 illüstrasyon
Telif hakkı:
Public Domain