Kitabı oku: «Zürcher Bibel», sayfa 41
Josua 5
1. ALS nun alle Könige der Amoriter, die jenseits des Jordan gegen Westen wohnten, und alle Könige der Kanaaniter am Meere hörten, wie der Herr das Wasser des Jordan vor den Israeliten hatte vertrocknen lassen, bis sie drüben waren, da verzagte ihr Herz, und der Mut entsank ihnen vor den Israeliten.
2. Zu der Zeit sprach der Herr zu Josua: Mache dir steinerne Messer und beschneide die Israeliten wiederum, zum zweitenmal.
3. Da machte sich Josua steinerne Messer und beschnitt die Israeliten am Hügel Araloth.
4. Und das ist die Ursache, warum Josua sie beschnitt: alles Volk männlichen Geschlechts, das aus Ägypten gezogen war, alle Kriegsleute waren in der Wüste unterwegs gestorben bei ihrem Auszug aus Ägypten.
5. Denn alles Volk, das auszog, war beschnitten gewesen. Aber alles Volk, das in der Wüste unterwegs geboren war, bei ihrem Auszug aus Ägypten, war nicht beschnitten worden.
6. Denn vierzig Jahre war Israel in der Wüste gewandert, bis alles Volk umgekommen war - die Kriegsleute, die aus Ägypten gezogen -, weil sie der Stimme des Herrn nicht gehorcht hatten; denn der Herr hatte ihnen geschworen, dass er sie das Land nicht werde sehen lassen, das uns zu geben der Herr ihren Vätern geschworen hatte, ein Land, das von Milch und Honig fliesst,
7. und ihre Söhne hatte er an ihre Stelle treten lassen. Diese nun beschnitt Josua; denn sie waren unbeschnitten, weil man sie unterwegs nicht beschnitten hatte.
8. Und als das ganze Volk beschnitten war, blieben sie an Ort und Stelle im Lager, bis sie genesen waren.
9. Und der Herr sprach zu Josua: Heute habe ich die Schmach Ägyptens von euch abgewälzt. Daher nennt man jenen Ort Gilgal (der Erzähler hörte aus dem Namen Gilgal (vermutlich: Steinkreis o. Steinhaufe) einen Anklang an das hebrW. für «wälzen» heraus.) bis auf diesen Tag.
10. Als nun die Israeliten in Gilgal lagerten, hielten sie das Passa am vierzehnten Tage des Monats am Abend in der Steppe von Jericho.
11. Und sie assen am Tage nach dem Passa vom Ertrag des Landes, ungesäuertes Brot und geröstetes Korn. An eben diesem Tage
12. hörte das Manna auf, als sie vom Ertrag des Landes assen, und die Israeliten bekamen kein Manna mehr, sondern in jenem Jahre assen sie von den Früchten des Landes Kanaan.
13. Als aber Josua bei Jericho war, erhob er einst seine Augen und sah, wie ein Mann ihm gegenüberstand, das blanke Schwert in der Hand. Und Josua ging auf ihn zu und sprach zu ihm: Gehörst du zu uns oder zu unsern Feinden?
14. Er sprach: Nein, sondern ich bin der Oberste über das Heer des Herrn; eben jetzt bin ich gekommen. Da fiel Josua auf sein Angesicht zur Erde, betete an und sprach zu ihm: Was hat mein Herr seinem Knechte zu sagen?
15. Und der Oberste über das Heer des Herrn sprach zu Josua: Ziehe deine Schuhe aus von deinen Füssen; denn die Stätte, da du stehst, ist heilig. Und Josua tat also.
Josua 6
1. JERICHO aber schloss und blieb verschlossen vor Israel. Niemand ging hinaus und niemand hinein.
2. Da sprach der Herr zu Josua: Siehe, ich gebe Jericho samt seinem Könige, all die tapfern Helden, in deine Hand.
3. So zieht denn um die Stadt, alle Kriegsleute, rings um die Stadt herum, einmal; so sollst du sechs Tage lang tun.
4. Und sieben Priester sollen sieben Posaunen aus Widderhörnern vor der Lade her tragen. Am siebenten Tage aber sollt ihr siebenmal um die Stadt herum ziehen, und die Priester sollen in die Posaunen stossen.
5. Und wenn man das Widderhorn bläst und ihr den Schall der Posaunen hört, so soll das ganze Volk ein lautes Feldgeschrei erheben; dann wird die Stadtmauer in sich zusammenstürzen, und das Volk soll hinaufsteigen, ein jeder gerade vor sich hin.
6. Da rief Josua, der Sohn Nuns, die Priester und sprach zu ihnen: Hebt die Bundeslade auf, und sieben Priester sollen sieben Posaunen aus Widderhörnern vor der Lade des Herrn her tragen.
7. Zum Volke aber sprach er: Geht und zieht um die Stadt herum; die Gerüsteten aber sollen vor der Lade des Herrn her gehen.
8. Als Josua dem Volke dies befahl, setzten sich die sieben Priester, welche die sieben Posaunen aus Widderhörnern vor dem Herrn her trugen, in Bewegung und stiessen in die Posaunen; die Bundeslade des Herrn aber folgte ihnen.
9. Und die Gerüsteten gingen vor den Priestern her, die in die Posaunen stiessen, und die Nachhut folgte der Lade, während man in einem fort in die Posaunen stiess.
10. Dem Volke aber hatte Josua geboten: Ihr sollt kein Feldgeschrei erheben, noch eure Stimme hören lassen; auch soll kein Wort aus eurem Munde kommen bis auf den Tag, wo ich zu euch sagen werde: «Erhebet das Feldgeschrei!» dann sollt ihr das Feldgeschrei erheben.
11. So liess er die Lade des Herrn einmal rings um die Stadt herum ziehen. Dann kamen sie wieder in das Lager und blieben darin übernacht.
12. Und am andern Morgen stand Josua frühe auf, und die Priester trugen die Lade des Herrn,
13. während die sieben Priester die sieben Posaunen aus Widderhörnern vor der Lade des Herrn her trugen und in einem fort in die Posaunen stiessen und während die Gerüsteten vor ihnen her gingen, die Nachhut aber der Lade des Herrn folgte, wobei man in einem fort in die Posaunen stiess.
14. So zogen sie am zweiten Tage einmal um die Stadt; dann kamen sie wieder in das Lager. Das taten sie sechs Tage lang.
15. Am siebenten Tage aber machten sie sich frühe auf, als die Morgenröte heraufkam, und zogen in derselben Weise siebenmal um die Stadt; nur an diesem Tage zogen sie siebenmal um die Stadt.
16. Beim siebenten Mal aber stiessen die Priester in die Posaunen; da sprach Josua zum Volke: Erhebet das Feldgeschrei; denn der Herr gibt euch die Stadt.
17. Und die Stadt soll mit allem, was darin ist, dem Bann des Herrn verfallen sein; nur die Dirne Rahab soll am Leben bleiben, sie und alle, die bei ihr im Hause sind, weil sie die Boten versteckt hat, die wir aussandten.
18. Nur hütet euch vor dem Gebannten, dass euch nicht gelüste, etwas davon zu nehmen und so das Lager Israels durch euch dem Bann verfalle und ins Unglück komme.
19. Alles Silber und Gold und die ehernen und eisernen Geräte sind dem Herrn geweiht; in den Schatz des Herrn soll es kommen.
20. Da erhob das Volk das Feldgeschrei, und sie stiessen in die Posaunen. Als nun das Volk den Schall der Posaunen hörte und laut das Feldgeschrei erhob, stürzte die Mauer in sich zusammen, und das Volk erstieg die Stadt, ein jeder gerade vor sich hin. So nahmen sie die Stadt ein.
21. Und sie vollstreckten den Bann an allem, was in der Stadt war, mit der Schärfe des Schwertes, an Mann und Weib, an jung und alt, an Rind, Schaf und Esel.
22. Zu den beiden Männern aber, die das Land ausgekundschaftet hatten, sprach Josua: Gehet in das Haus der Dirne und führet das Weib mit allen ihren Angehörigen von dort heraus, wie ihr es ihr geschworen habt.
23. Da gingen die Jünglinge, die Kundschafter, hinein und führten Rahab, ihren Vater und ihre Mutter, ihre Brüder und alle ihre Angehörigen hinaus; auch alle ihre Verwandten führten sie hinaus und brachten sie draussen vor dem Lager Israels unter.
24. Die Stadt aber verbrannten sie und alles, was darin war; nur das Silber und Gold und die ehernen und eisernen Geräte taten sie in den Schatz im Hause des Herrn.
25. So liess Josua die Dirne Rahab samt ihrer Familie und allen Angehörigen am Leben; und sie blieb in Israel wohnen bis auf diesen Tag, weil sie die Boten versteckt hatte, die Josua ausgesandt, um Jericho auszukundschaften.
26. Damals liess Josua die Leute schwören: Verflucht vor dem Herrn ist der Mann, der sich aufmacht und diese Stadt (d. h. Jericho) wieder baut; wenn er ihren Grund legt, koste es ihn seinen erstgebornen, und wenn er ihre Tore setzt, seinen jüngsten Sohn.
27. So war der Herr mit Josua, und sein Ruf ging durch das ganze Land.
Josua 7
1. ABER Israel vergriff sich an dem Gebannten; denn Achan, der Sohn Charmis, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serahs vom Stamme Juda, nahm etwas von dem Gebannten. Da entbrannte der Zorn des Herrn wider Israel.
2. Und Josua sandte Männer aus von Jericho nach Ai, das bei Beth-Awen östlich von Bethel liegt, und sprach zu ihnen: Gehet hinauf und kundschaftet das Land aus. Und die Männer gingen hinauf und kundschafteten Ai aus.
3. Und da sie wieder zu Josua kamen, sprachen sie zu ihm: Es muss nicht das ganze Volk hinaufziehen; nur etwa zwei- oder dreitausend Mann mögen hinaufziehen und Ai schlagen. Bemühe nicht das ganze Volk dorthin; denn ihrer sind wenige.
4. Also zogen vom Volke etwa dreitausend Mann hinauf. Aber sie flohen vor den Männern von Ai,
5. und die Männer von Ai erschlugen etwa 36 Mann von ihnen und verfolgten sie vor dem Tor bis zu den Steinbrüchen und schlugen sie am Abhange. Da zerfloss das Herz des Volkes und ward zu Wasser.
6. Josua aber zerriss seine Kleider und fiel auf sein Angesicht zur Erde vor der Lade des Herrn bis zum Abend, er und die Ältesten Israels, und sie streuten Staub auf ihr Haupt.
7. Und Josua sprach: Ach Herr, warum doch hast du dieses Volk über den Jordan geführt, um uns in die Hand der Amoriter zu geben, dass sie uns vernichten? O wären wir doch jenseits des Jordan geblieben!
8. Ich bitte dich, Herr, was soll ich sagen, nachdem Israel seinen Feinden den Rücken gekehrt hat?
9. Wenn das die Kanaaniter und alle Bewohner des Landes hören, so werden sie uns umzingeln und unsern Namen von der Erde ausrotten. Was willst du dann für deinen grossen Namen tun?
10. Da sprach der Herr zu Josua: Stehe auf! Warum denn liegst du auf deinem Angesicht?
11. Israel hat sich versündigt; ja, sie haben die Verpflichtung übertreten, die ich ihnen auferlegt habe, und haben sogar von dem Gebannten genommen, davon gestohlen, es verheimlicht und unter ihr Gerät getan.
12. Darum kann Israel vor seinen Feinden nicht bestehen, sondern muss seinen Feinden den Rücken kehren; denn es ist dem Banne verfallen. Ich werde künftig nicht mit euch sein, wenn ihr nicht das Gebannte aus eurer Mitte vertilgt.
13. Stehe auf, weihe das Volk und sprich: «Weihet euch auf morgen, denn also spricht der Herr, der Gott Israels: Es ist Gebanntes in deiner Mitte, Israel; du kannst vor deinen Feinden nicht bestehen, bis ihr das Gebannte aus eurer Mitte wegschafft.»
14. Darum sollt ihr morgen früh herzutreten, Stamm für Stamm; und der Stamm, den der Herr durchs Los bezeichnen wird, soll herzutreten, Geschlecht für Geschlecht; und das Geschlecht, das der Herr bezeichnen wird, soll herzutreten, Haus für Haus; und das Haus, das der Herr bezeichnen wird, soll herzutreten, Mann für Mann.
15. Und wer im Besitze des Gebannten betroffen wird, den soll man verbrennen samt allem, was er hat, weil er die Verordnung des Herrn übertreten und eine Schandtat in Israel begangen hat.
16. Da liess Josua am andern Morgen früh Israel herzutreten, Stamm für Stamm; und das Los traf den Stamm Juda.
17. Dann liess er die Geschlechter Judas herzutreten, und es traf das Geschlecht der Serahiter. Dann liess er das Geschlecht der Serahiter herzutreten, Haus für Haus, und es traf (das Haus) Sabdis.
18. Dann liess er dessen Haus herzutreten, Mann für Mann, und es traf Achan, den Sohn Charmis, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serahs aus dem Stamme Juda.
19. Und Josua sprach zu Achan: Mein Sohn, gib doch dem Herrn, dem Gott Israels, die Ehre und bekenne ihm und sage mir, was du getan hast. Verbirg nichts vor mir.
20. Da antwortete Achan dem Josua und sprach: In der Tat, ich bin's gewesen, der sich an dem Herrn, dem Gott Israels, versündigt hat; das und das habe ich getan.
21. Ich sah unter der Beute einen schönen babylonischen Mantel und zweihundert Lot Silber und eine goldene Zunge, fünfzig Lot schwer; danach gelüstete mich, und ich nahm es. Siehe, der Mantel ist innerhalb meines Zeltes in der Erde vergraben und das Geld darunter.
22. Da sandte Josua Boten hin, die eilten in das Zelt; und siehe, er war in seinem Zelte vergraben und das Geld darunter.
23. Und sie nahmen die Sachen aus dem Zelte weg und brachten sie zu Josua und zu ganz Israel und schütteten sie vor dem Herrn aus.
24. Da nahm Josua, und ganz Israel mit ihm, Achan, den Sohn Serahs, und das Silber, den Mantel und die goldene Zunge, und seine Söhne und Töchter, auch seine Rinder, Esel und Schafe, sein Zelt und alles, was er hatte, und man führte sie hinauf in das Tal Achor.
25. Und Josua sprach: Wie hast du uns ins Unglück gebracht! So bringe dich denn der Herr ins Unglück an diesem Tage! Und ganz Israel steinigte ihn.
26. Dann errichtete man über ihm einen grossen Steinhaufen, (der dort liegt) bis auf diesen Tag. Der Herr aber liess ab von der Glut seines Zornes. Daher heisst jene Stätte Tal Achor (der Erzähler hörte aus dem Namen Achor einen Anklang an das hebrW. für «ins Unglück bringen» (V. 25) heraus.) bis auf diesen Tag.
Josua 8
1. UND der Herr sprach zu Josua: Fürchte dich nicht und sei unverzagt! Nimm alles Kriegsvolk mit dir und mache dich auf und ziehe hinauf nach Ai. Siehe, ich gebe den König von Ai samt seinem Volke, seiner Stadt und seinem Lande in deine Hand.
2. Und du sollst mit Ai und seinem Könige tun, wie du mit Jericho und seinem Könige getan hast, nur dass ihr ihre Beute und ihr Vieh unter euch teilen dürft. Lege der Stadt auf der Westseite einen Hinterhalt.
3. Da machte sich Josua auf und alles Kriegsvolk, hinauf nach Ai zu ziehen. Und Josua erwählte die 30 000 streitbarsten Männer und sandte sie aus bei Nacht
4. und gebot ihnen: Sehet zu! ihr sollt euch im Westen gegen die Stadt in den Hinterhalt legen, aber nicht gar zu weit von der Stadt, und seid alle bereit.
5. Ich aber und alles Volk, das bei mir ist, wir wollen gegen die Stadt vorgehen. Und wenn sie dann ausrücken, uns entgegen, wie das erstemal, so wollen wir vor ihnen fliehen.
6. Und sie werden uns nachrücken, bis wir sie von der Stadt weggelockt haben; denn sie werden sagen: «Sie fliehen vor uns wie das erstemal.» Und wenn wir vor ihnen fliehen,
7. so sollt ihr euch aus dem Hinterhalte aufmachen und die Stadt einnehmen, und der Herr, euer Gott, wird sie in eure Hand geben.
8. Wenn ihr aber die Stadt eingenommen habt, so steckt sie in Brand; tut nach dem Worte des Herrn. Seht, ich gebiete es euch.
9. Also sandte sie Josua aus, und sie gingen in den Hinterhalt und lagerten sich zwischen Bethel und Ai, westlich von Ai. Josua aber blieb jene Nacht unter dem Volke.
10. Am andern Morgen aber in der Frühe musterte Josua das Volk und zog hinauf mit den Ältesten Israels vor dem Volke her nach Ai.
11. Und alles Kriegsvolk, das bei ihm war, zog hinauf, und sie rückten heran und kamen vor die Stadt und lagerten sich nördlich von Ai, sodass das Tal zwischen ihnen und Ai lag.
12. Dann nahm er etwa fünftausend Mann und legte sie in den Hinterhalt zwischen Bethel und Ai, westlich von der Stadt.
13. Und sie stellten das Volk auf, das ganze Lager, das im Norden der Stadt war, und die Nachhut im Westen der Stadt. Josua aber ging in jener Nacht mitten in das Tal.
14. Als aber der König von Ai das sah, rückten die Männer der Stadt in der Frühe eilends aus, wider Israel zu streiten, der König und sein ganzes Volk, an den Abhang vor der Araba; er wusste aber nicht, dass ihm im Westen der Stadt ein Hinterhalt gelegt war.
15. Josua aber und ganz Israel liessen sich von ihnen schlagen und flohen auf dem Wege zur Wüste.
16. Da wurde alles Volk, das in der Stadt war, aufgeboten, dass es ihnen nachjage, und sie jagten Josua nach und liessen sich so von der Stadt weglocken.
17. Und es blieb nicht ein Mann in Ai, der nicht ausgezogen wäre, Israel nachzujagen; und sie liessen die Stadt offenstehen und jagten Israel nach.
18. Da sprach der Herr zu Josua: Recke die Lanze, die du in der Hand hast, aus gegen Ai; denn in deine Hand will ich es geben. Und Josua reckte die Lanze, die er in der Hand hatte, gegen die Stadt aus.
19. Der Hinterhalt aber brach eilends auf aus seiner Stellung, und sie drangen, da er seine Hand ausreckte, rasch in die Stadt ein, nahmen sie und steckten sie alsbald in Brand.
20. Als nun die Männer von Ai sich umwandten, da sahen sie, wie der Rauch der Stadt zum Himmel aufstieg, und sie hatten nicht Kraft, zu fliehen, weder hierhin noch dorthin. Das Volk aber, das zur Wüste floh, kehrte sich um gegen die Verfolger.
21. Denn als Josua und ganz Israel sahen, dass der Hinterhalt die Stadt eingenommen hatte und dass der Rauch der Stadt aufstieg, machten sie kehrt und schlugen die Männer von Ai.
22. Und die andern rückten aus der Stadt ihnen entgegen, sodass die von Ai mitten zwischen die Israeliten gerieten; diese kamen von beiden Seiten und schlugen sie, bis niemand unter ihnen übrigblieb, der entflohen und entronnen wäre.
23. Den König von Ai aber nahmen sie lebendig gefangen und brachten ihn zu Josua.
24. Und als die Israeliten alle Bewohner von Ai auf freiem Felde, am Abhang, wo sie ihnen nachgejagt, niedergemacht hatten und alle bis auf den letzten Mann durch die Schärfe des Schwertes gefallen waren, kehrte ganz Israel zurück nach Ai und schlug es mit der Schärfe des Schwertes.
25. Und derer, die an jenem Tage fielen, Männer und Frauen, waren im ganzen zwölftausend, alle Leute von Ai.
26. Josua aber zog seine Hand, die er mit der Lanze ausgereckt hielt, nicht zurück, bis er an allen Bewohnern von Ai den Bann vollstreckt hatte.
27. Nur das Vieh und die Beute dieser Stadt nahm Israel für sich nach dem Worte des Herrn, das er Josua geboten hatte.
28. Und Josua äscherte Ai ein und machte es zu einem Trümmerhaufen für ewige Zeiten, zu einer Wüstenei, die noch heute da ist.
29. Den König von Ai aber liess er an den Pfahl hängen bis zum Abend. Als aber die Sonne unterging, gebot Josua, dass man seinen Leichnam von dem Pfahle herabnehme; und sie warfen ihn vor das Tor der Stadt und errichteten über ihm einen grossen Steinhaufen, (der dort liegt) bis auf diesen Tag.
30. DAMALS baute Josua dem Herrn, dem Gott Israels, einen Altar auf dem Berge Ebal,
31. wie Mose, der Knecht des Herrn, Israel geboten hatte, wie es geschrieben steht im Buche des Gesetzes Moses, einen Altar von unbehauenen Steinen, über die man kein Eisen geschwungen hatte, und sie brachten dem Herrn darauf Brandopfer dar und schlachteten Heilsopfer.
32. Und er schrieb daselbst vor den Augen Israels auf die Steine eine Abschrift des Gesetzes Moses, das dieser aufgezeichnet hatte.
33. Und ganz Israel samt seinen Ältesten, Amtleuten und Richtern stand zu beiden Seiten der Lade, den levitischen Priestern gegenüber, welche die Bundeslade des Herrn trugen, die Fremdlinge sowohl als die Einheimischen, die eine Hälfte gegen den Berg Garizim, die andre gegen den Berg Ebal hin, wie Mose, der Knecht des Herrn, vormals geboten hatte, das Volk Israel zu segnen.
34. Darnach las er alle Worte des Gesetzes vor, den Segen und den Fluch, ganz wie es im Gesetzbuche geschrieben steht.
35. Von allem, was Mose geboten hatte, war nicht ein Wort, das Josua der ganzen Gemeinde Israels nicht vorgelesen hätte, auch den Frauen und Kindern und den Fremdlingen, die mit ihnen zogen.
Josua 9
1. ALS das nun alle Könige hörten, die jenseits des Jordan, auf dem Gebirge und in der Niederung und am ganzen Gestade des grossen Meeres bis an den Libanon hin wohnten, die Hethiter, Amoriter, Kanaaniter, Pheresiter, Hewiter und Jebusiter,
2. da taten sie sich einmütig zusammen, wider Josua und wider Israel zu streiten.
3. Als aber die Bewohner von Gibeon hörten, was Josua mit Jericho und Ai getan hatte,
4. da handelten sie ihrerseits mit List: sie gingen hin und versahen sich mit Wegzehrung und nahmen alte Säcke auf ihre Esel und alte, zerrissene und geflickte Weinschläuche,
5. taten alte und geflickte Schuhe an ihre Füsse und zogen alte Kleider an; und alles Brot ihrer Wegzehrung war hart und zerbröckelt.
6. Dann gingen sie zu Josua ins Lager nach Gilgal und sprachen zu ihm und zu den Männern Israels: Aus fernem Lande kommen wir; so schliesst nun einen Bund mit uns.
7. Da sprachen die Männer Israels zu den Hewitern: Vielleicht wohnt ihr mitten unter uns; wie können wir da einen Bund mit euch schliessen?
8. Sie aber sprachen zu Josua: Wir sind deine Knechte. Josua fragte sie: Wer seid ihr und woher kommt ihr?
9. Sie antworteten ihm: Aus sehr fernem Lande kommen deine Knechte um des Namens des Herrn, deines Gottes, willen, denn wir haben von ihm gehört und was er alles in Ägypten getan
10. und was er alles den beiden Königen der Amoriter jenseits des Jordan getan, Sihon, dem Könige von Hesbon, und Og, dem Könige von Basan, der zu Astharoth wohnte.
11. Darum sprachen unsre Ältesten und alle Bewohner unsres Landes zu uns: Nehmt Zehrung mit euch auf den Weg und geht ihnen entgegen und sprecht zu ihnen: Wir sind eure Knechte; so schliesst nun einen Bund mit uns.
12. Unser Brot da haben wir noch warm aus unsern Häusern mit auf den Weg genommen, als wir auszogen, um zu euch zu gehen; und nun, seht, ist es hart geworden und zerbröckelt.
13. Und die Weinschläuche da, die neu waren, als wir sie füllten, seht, die sind zerrissen; und unsre Kleider da und unsre Schuhe, die sind ganz abgenutzt vom weiten Weg.
14. Da nahmen die Männer von ihrer Wegzehrung, den Herrn aber befragten sie nicht.
15. Und Josua gewährte ihnen Freundschaft und schloss einen Bund mit ihnen, sie am Leben zu lassen; und die Obersten der Gemeinde schwuren ihnen.
16. Aber drei Tage nachdem sie den Bund mit ihnen geschlossen hatten, hörten sie, dass jene aus ihrer Nähe waren und unter ihnen wohnten.
17. Da brach Israel auf und kam am dritten Tage zu ihren Städten; es waren dies Gibeon, Kephira, Beeroth und Kirjath-Jearim.
18. Und Israel schlug sie nicht, weil ihnen die Obersten der Gemeinde bei dem Herrn, dem Gott Israels, geschworen hatten; aber die ganze Gemeinde murrte wider die Obersten.
19. Da sprachen alle Obersten zu der ganzen Gemeinde: Wir haben ihnen bei dem Herrn, dem Gott Israels, geschworen; darum dürfen wir sie nicht antasten.
20. Aber das wollen wir ihnen tun, da wir sie doch am Leben lassen müssen, damit nicht ein Zorn über uns komme um des Eides willen, den wir ihnen geschworen haben:
21. sie sollen am Leben bleiben, aber Holzhauer und Wasserschöpfer für die ganze Gemeinde werden. Da tat die ganze Gemeinde, wie ihnen die Obersten gesagt hatten.
22. Und Josua rief sie und redete mit ihnen also: Warum habt ihr uns betrogen und gesagt: «Wir sind sehr weit von euch weg», da ihr doch unter uns wohnt?
23. Und nun, verflucht seid ihr, und nie sollt ihr aufhören, Knechte zu sein und Holzhauer und Wasserschöpfer für das Haus meines Gottes.
24. Sie antworteten Josua: Es ist halt deinen Knechten kundgeworden, dass der Herr, dein Gott, seinem Knechte Mose geboten hat, euch das ganze Land zu geben und alle Bewohner des Landes vor euch zu vertilgen: da fürchteten wir von eurer Seite grosse Gefahr für unser Leben und haben das getan.
25. Nun aber sind wir ja in deiner Hand; was dich gut und recht dünkt, uns zu tun, das tue.
26. Und er tat ihnen so und errettete sie aus der Hand der Israeliten, dass sie sie nicht töteten.
27. Und Josua machte sie an jenem Tage zu Holzhauern und Wasserschöpfern für die Gemeinde und für den Altar des Herrn an dem Orte, den er erwählen würde, (und so ist es geblieben) bis auf diesen Tag.
