Kitabı oku: «Холодное сердце. Уровень 1 / Das kalte Herz», sayfa 8

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«Jetzt hast du dein Teil!»38 sprachen sie, «und merk dir, toller Bursche, dass du Leute, wie wir sind, nimmer anfällst auf offenem Wege.»

«Ach, ich will mir es gewißlich merken!» erwiderte Kohlenpeter, «aber seid so gut und saget deutlich, was jener gesungen hat!»

Da lachten sie und spotteten ihn aus; aber der Mann sagte es ihm vor, und lachend und singend zogen sie weiter.

«Also sehen», sprach der arme Geschlagene, «sehen auf stehen39 jetzt, Glasmännlein, wollen wir wieder ein Wort zusammen sprechen!»

Er ging in die Hütte, holte seinen Hut und den langen Stock. Er nahm Abschied von den Bewohnern der Hütte und trat seinen Rückweg nach dem Tannenbühl an. Er ging langsam und sinnend seine Straße. Endlich, als er schon in dem Bereich des Tannenbühls ging und die Tannen höher und dichter wurden, hatte er seinen Vers gefunden. Er machte vor Freude einen Sprung in die Höhe.

Da trat ein riesengroßer Mann in Flözerkleidung und eine Stange so lang wie ein Mastbaum in der Hand hinter den Tannen hervor. Peter Munk sank beinahe in die Knie, als er jenen langsamen Schrittes neben sich wandeln sah; denn er dachte, das ist der Holländer-Michel und kein anderer. Noch immer schwieg die furchtbare Gestalt. Peter schielte zuweilen furchtsam nach ihm hin.

Er war einen Kopf größer als der längste Mann, den Peter je gesehen. Sein Gesicht war nicht mehr jung, doch auch nicht alt, aber voll Furchen und Falten; er trug ein Wams von Leinwand, und die ungeheuren Stiefel, über die Lederbeinkleider heraufgezogen, waren Peter aus der Sage wohlbekannt.

«Peter Munk, was tust du im Tannenbühl?» fragte der Waldkönig endlich mit tiefer, dröhnender Stimme.

«Guten Morgen», antwortete Peter, «ich will durch den Tannenbühl nach Haus zurück.»

«Peter Munk», erwiderte der Mann und warf einen stechenden, furchtbaren Blick nach ihm herüber, «dein Weg geht nicht durch diesen Hain!»

«Nun, so gerade just nicht», sagte Peter, «aber es macht heute warm, da dachte ich, es wird hier kühler sein.»

«Lüge nicht, du, Kohlenpeter!» rief Holländer-Michel mit donnernder Stimme, «oder ich schlage dich mit der Stange zu Boden40! Du meinst, ich habe dich nicht betteln sehen bei dem Kleinen41?» setzte der Mann sanft hinzu. «Geh, geh, das war ein dummer Streich. Und gut ist es, dass du das Sprüchlein nicht wußtest. Er ist ein Knauser, der kleine Kerl. Er gibt nicht viel. Und wem er gibt, der wird seines Lebens nicht froh. Peter, du bist ein armer Tropf42 und dauerst mich in der Seele. So ein munterer, schöner Bursche, der in der Welt was anfangen könnte, und sollst Kohlen brennen! Wenn andere große Taler oder Dukaten haben, kannst du kaum ein paar Sechser43 aufwenden. Es ist ein ärmlich Leben!»

«Wahr ist es, und recht haben Sie, ein elendes Leben.»

«Na, mir soll das nicht drauf ankommen»44, fuhr der schreckliche Michel fort, «habe schon manchem braven Kerl aus der Not geholfen. Du bist nicht der erste. Sage einmal45, wieviel hundert Taler brauchst du fürs erste46

38.Jetzt hast du dein Teil! – Поделом ты получил!
39.sehen auf stehen – sehen («видеть») рифмуется с stehen («стоять»).
40.ich schlage dich mit der Stange zu Boden – я вобью тебя шестом в землю.
41.bei dem Kleinen – у карлика.
42.ein armer Tropf – горемыка.
43.ein paar Sechser – пара монеток.
44.mir soll das nicht drauf ankommen – мне-то это всё равно.
45.sage einmal – скажи-ка.
46.fürs erste – для начала.